Trotz der unsicheren Wetterlage und der vorhergesagten Gewittergefahr bewältigten die zehn Teilnehmer noch am Freitagnachmittag bei schwüler Witterung den fast dreistündigen Aufstieg von Reit bei Lofer über den Alpasteig zur Neuen Traunsteiner Hütte. Früh startete die Gruppe am nächsten Morgen, um nach etwa einer Stunde Gehzeit an den Einstiegen, der sehr gut abgesicherten Sportklettermehrseillängenrouten des kleinen Häuselhorns, zu sein. Die Routen bis zu fünf Seillängen bewegen sich im Schwierigkeitsbereich von III bis VIII. Der griffige Fels der Rauen Wand ist ein ideales Übungsgelände, da nach jeder Seillänge abgeseilt werden kann.
Aufgrund der schlechten Wettervorhersage für den nächsten Tag, wurde geklettert bis die Finger wund waren, und der Hunger die Teilnehmer zur Traunsteiner Hütte trieb. Den lauen Sommerabend verweilte man auf der Hüttenterrasse, bis schließlich alle um Mitternacht die Lager aufsuchten. Die letzten Regenwolken der Nacht lösten sich schnell auf, der Fels war im Nu wieder trocken, so dass einem weiteren perfekten Klettertag nichts mehr im Wege stand. Der direkte Abstieg über den sogenannten Schnellaufstieg verlangte noch mal absolute Trittsicherheit und Kondition, verkürzt jedoch den Weg zurück zur Alpa-Alm, wo man wieder auf den Normalweg trifft.
Klettern bis die Finger wund sind
Trostberg. Ein perfektes Kletterwochenende verbrachte eine Gruppe der Alpenvereinssektion Trostberg an der Rauen Wand am kleinen Häuselhorn der Reiter Alpe.
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