Auf den meisten Plätzen geht’s aber sicherlich los und dabei werden die neuen Trainer und vor allem auch die 20 neuen Spieler unter ganz besonderer Beobachtung stehen. Transferkönig während der Winterpause ist der Tabellenneunte VfL Waldkraiburg, dessen Coach Flaviu Ghitea (wurde im Herbst zurückgeholt) fünf Zugänge im Kader begrüßen konnte.
Immerhin auf Platz zwei in der „Einkaufswertung“ folgt der akut abstiegsbedrohte TuS Raubling mit vier neuen Leuten. Zwei von denen sind aber alte Bekannte, denn Keeper Uli Maier (früher unter anderem beim FC Bayern München 2) und Axel König, die ihr Comeback geben, haben bereits zahllose Bezirksliga-Einsätze auf dem Buckel. 22 Kilo runter + 22 Punkte drauf = Klassenerhalt. So lautet die Rechnung von Raublings Trainer Manfred Thaler, denn falls Maier, König (dieses Duo speckte insgesamt 22 Kilo ab) und Co. in den ausstehenden zwölf Spielen noch 22 Zähler holen, dürfte der Kampf gegen den Abstieg gewonnen sein. „Spielerisch waren wir in der Vorrunde den wenigsten Gegnern in dieser Liga unterlegen“, betont TuS-Pressesprecher Florian Heller.
Rang drei in punkto Neuzugänge teilen sich Herbstmeister SC Baldham-Vaterstetten und der 1. FC Traunstein mit jeweils drei an Land gezogenen Fischen. Allerdings gibt es auch mehrere Clubs, bei denen das Personalkarussell so gut wie gar nicht in Schwung kam. Völlige Ruhe herrschte bei fünf der 16 Vereine: Der Kirchheimer SC, SV Nußdorf/Inn, FC Perach, die SG Schönau und der TSV Peterskirchen weisen alle eine 0-0-Transfer-Bilanz auf. Im Klartext: Sie arbeiten mit dem selben Spielermaterial weiter wie im Kalenderjahr 2009.
Überraschend früh hat jedoch der TSV Peterskirchen einige interessante Personalien für die kommende Saison bekannt gegeben: Trainer Herbert Sickinger (will pausieren) wird im Sommer von Christian Rauch (TSV Altenmarkt) abgelöst, zudem verpflichtete Abteilungsleiter Reinhard Binder mit Sebastian Leitmeier und Rückkehrer Daniel Winklmaier (beide SV Kirchanschöring) zwei „Hochkaräter“. Aktuell wurde bei drei Bezirksligisten der Trainer gewechselt: Beim 1. FC Traunstein hat nun wieder Ex-Bayern-Profi Wesley Schenk das Kommando, die Kicker des FC Perach tanzen jetzt nach der Pfeife von Patrik Peltram (zuletzt FC Türkspor Waldkraiburg), und beim FC Bischofswiesen haben Tobias Kern und Martin Datzmann als Trainerduo die Zügel in die Hand genommen.
Bei der Zielsetzung für den Rest der Saison geben sich die meisten Vereinsfunktionäre bescheiden. Das Wort „Aufstieg“ nimmt nicht mal Top-Favorit Baldham-Vaterstetten in den Mund. Fußball-Experten benötigen aber keinen Dolmetscher, um die Formulierung „bis zum Saisonschluss ganz oben bleiben“ richtig zu interpretieren. Der in der Torschützenliste führende Robert Grätz (18 Treffer)glaubt das Erfolgsgeheimnis zu kennen: „Wir haben eine sehr gute Mischung und mit Gediminas Sugzda einen hervorragenden Trainer.“ Aber auch der FC Hammerau und der Kirchheimer SC, die auf der Lauer liegen, haben realistische Chancen auf den Bezirksoberliga-Aufstieg.
Diejenigen Teams, die derzeit zweistellige Tabellenränge inne haben, sollten dagegen höllisch aufpassen, dass sie am 29. Mai (Saisonfinale) nicht in der Kreisliga landen. Dazu gehört unter anderem auch der SV Ostermünchen – also jene Mannschaft, die bei einer 0-4-Transfer-Bilanz den größten Aderlass zu verzeichnen hatte.
VfL Waldkraiburg der Transferkönig
Traunstein/Nußdorf/Peterskirchen (red). Nach dem Frühlings-Einzug in den vergangenen Tagen dürfte die FußballBezirksliga Ost an diesem Wochenende tatsächlich ins Jahr 2010 starten. Dennoch ist die Austragung so mancher Partie gefährdet. Das Match ESV Traunstein gegen SB/DJK Rosenheim 2 wurde bereits abgesagt, auch die Partie TSV Peterskirchen – SV Nußdorf/Inn findet nicht statt. Der TSV testet stattdessen heute um 20 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Traunreut gegen die SpVgg Pittenhart.
Fußballnachwuchs zeigte großes Können
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