Nach wie vor „am Kochen“ ist der Rechtsstreit des SC Anger mit dem Deutschen RingerBund über den BundesligaRückzug und die Rückstufung in die Bayernliga, in der der SC Anger mit einer hoch favorisierten Mannschaft antritt und wohl nur die starke Konkurrenz des Aufsteigers ASC Bindlach fürchten muss. Die SCA-Truppe, in der mehrere zumindest zweitligataugliche Aktive kämpfen, wird in dieser Saison von Peter Amann betreut und trainiert, der die Mannschaft auf die Aufstiegsplätze führen soll. „Wirhoffen auf einen sofortigen Aufstieg in die Oberliga“, macht der sportliche Leiter des SCA, Reiner Hogger keinen Hehl aus der Zielsetzung.
Ebenfalls in der Bayernliga tritt der Oberliga-Absteiger SV Wacker Burghausen II an, der mit erfahrenen Ringern und jungen Nachwuchskräften einen vorderen Platz erreichen will. Das Team um Betreuer Rene Klimars scheint – nicht zuletzt auch aufgrund des Kaders, bei dem man in einigen Gewichtsklassen noch auf deutsche Ringer zurückgreifen kann, die zum erweiterten Kreis des Bundesligakaders gehören – für einen vorderen Tabellenplatz gut zu sein. Der TV Traunstein kämpft in dieser Saison mit Verletzungspech und einem altersbedingten Umbruch. „Das wird eine ganz schwere Saison für uns“, macht sich TVT-Abteilungsleiter Hartmut Hille keine Illusionen.
Eine aufstrebende Tendenz zeigt dagegen der TSV Trostberg, der mit dem Ex-Burghausener Alexander Schrader einen ehemaligen Spitzenringer an Land gezogen hat, der beim TSV als Trainer fungiert und dessen Handschrift bereits beim guten Auftreten der TSV-Ringer bei der Internationalen Bezirksmeisterschaft in Salzburg vor zwei Monaten erkennbar war. TSVAbteilungsleiter Christian Philipp gibt als Ziel den Klassenerhalt aus und setzt bei einem praktisch unveränderten Kader weiterhin auf den Einbau der eigenen Jugend in das Bayernliga-Team.
Mit den vier regionalen Vereinen können zwar die großen Lokalderbys der 70er Jahre mit mehrfach bis zu 1000 Zuschauern nicht wiederbelebt werden; dennoch verspricht die Liga gerade unter dem Aspekt einer gesunden Nachbarschaftsrivalität einen besonderen Reiz für die Ringsportfans in der Region.
Leidtragender der Zwangsrückstufung des SC Anger in die Bayernliga ist unter anderem der AC Bad Reichenhall, der den Gang in die Landesliga Süd antreten musste, obwohl man sich lange dagegen gewehrt hatte und sportlich die Bayernliga im vergangenen Jahr „geschafft“ hatte. „Unser Ziel ist, dass wir in der Liga nicht durchgereicht werden“, so AC-Vorstand Toni Grassmann. Leicht dürfte es für die Reichenhaller nicht werden, da Ausnahme-Ringer Alexander Ackermann (zum SC Anger) und Tobi Soyter (verletzt) als Punktegaranten nicht zur Verfügung stehen.
Ein Derby steht auch in der Landesliga Süd auf dem Programm, wenn der AC auf den TSV Berchtesgaden trifft. Der TSV verfügt weiterhin über eine ausgeglichene Truppe, mit – insbesondere in den leichteren Gewichtsklassen – guten Talenten. Im vergangenen Jahr mussten in den entscheidenden Kämpfen aber dann doch die erfahrenen Ringer wie Uwe Petersen die Mannschaft verstärken, um die nötigen Punkte einzufahren. Eine ähnliche Strategie könnte der TSV auch in diesem Jahr fahren.
Spannung verspricht auch wieder die Schüler-GrenzlandLiga, die in diesem Jahr mit neun Mannschaften an den Start geht. Nach vielen Jahren der Abstinenz ist hier auch der AC Bad Reichenhall, sowie mit Olympic Salzburg ein weiterer österreichischer Verein zu den beiden Vereinen A.C. Wals und KG Vigaun/Abtenau hinzugekommen. Ein Favorit ist schwer auszumachen: der SC Anger, der SV Wacker Burghausen und der A.C. Wals scheinen ausgeglichene Teams stellen zu können. Dem TV Traunstein fehlt trotz guter Einzeltalente etwas die Kontinuität in allen Klassen. Die Kämpfe beginnen an diesem Samstag.
Spannende Mattenduelle erwartet
Landkreis (awi). Nachdem die Mannschaftskämpfe in der Ringer-Bundesliga an diesem Wochenende schon in die 3. Runde gegangen sind, geht es am kommenden Samstag mit den Wettkämpfen in den bayerischen Ligen los. Aus dem Bezirk Inn-Chiem gehen dabei mit SC Anger, SV Wacker Burghausen II, TV Traunstein und dem TSV Trostberg (Bayernliga) sowie dem AC Bad Reichenhall und dem TSV Berchtesgaden (Landesliga Süd) alle sechs Bezirksvereine an den Start. Der SC Anger stellt zudem noch eine 2. Mannschaft in der Bezirksliga Ndb.-Opf./ Inn-Chiem.
Fußballnachwuchs zeigte großes Können
Aktuelle Bildergalerien
Wetter
Sudoku
|
|
Sie wollen
|
Kleinanzeigen
Meist gelesen
TV-Programmtipps





