Das erste Drittel war vom Kampf bestimmt, es gab viele Strafzeiten. Rainer Roßmanith kassierte schon in der vierten Minute eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Fouls und Reklamierens. Zuerst checkte er seinen Gegenspieler Patrick Meißner in der Ecke. Nach der Strafzeit „Zwei plus Zehn“ warf Roßmanith dem Referee ein paar „Nettigkeiten“ an den Kopf, somit war die Partie für ihn beendet. Somit ist er am Freitag in Lechbruck gesperrt. Sendens Meißner konnte mit Verdacht auf Sehnenriss in der linken Hand nicht mehr weiterspielen.
„Es war in dieser Phase kein schönes Spiel, aber wir konnten durch den Kampf nach dem 1:3-Rückstand wieder ins Spiel finden“, resümierte Feldner.
Die Führung markierte Marco Habereder, der sich nicht abschütteln ließ und trocken durch die Schoner von Alexander Stöhr traf. Mit Glück brachten die Chiefs die knappe Führung in die Drittelpause. Im zweiten Abschnitt drehte sich das Spiel. Innerhalb von viereinhalb Minuten zogen die Crocodiles auf 3:1 davon, wobei der dritte Treffer durch Markus Schmid für Diskussionsstoff sorgte. Die Chiefs monierten Schlittschuhtor, die Unparteiischen gaben jedoch den Treffer.
Die Hausherren schlugen aber zurück, Dicu nutzte eine ZweiMann-Überzahl und sorgte für den Anschlusstreffer. Dazwischen sah sich Gästekeeper Alexander Stöhr einigen Riesenchancen der Trostberger gegenüber, eine Hagemeister-Granate traf ihn am Helm, er konnte aber nach kurzer Zeit weiterspielen. Scheck hatte dann mit der Drittelsirene den Ausgleich auf dem Schläger, Stöhr blieb aber Sieger.
Ein furioses Schlussdrittel sollte dann den Sieg für die Schwarz-Weißen bringen. „Tex“ Geissler und Thomas Scheck mit einem Rückhandtor drehten in Überzahl die Partie zum zweiten Mal. Binnen 59 Sekunden stand es 4:3. Martin Hagemeister erzielte in der 53. Minute seinen 47. Saisontreffer – 5:3. Zehn Sekunden später gab esnach Foulspiel Penalty für die Gäste, und wiederum sorgte die Entscheidung der Referees für Diskussionen. Markus Schmid trat gegen Marco Kipran an, der die Scheibe genau auf der Torlinie stoppen konnte. Der Schiedsrichter gab aber trotzdem unter den Protesten der Chiefs den Anschlusstreffer.
Dies brachte Dicu und Co. nicht mehr aus der Fassung. Grapentine mit einem Hammer ins rechte Eck und Thomas Scheck machten endgültig den Sack zu.
„Eine komplett gute Mannschafsleistung mit einem Superspiel von Goalie Marco Kipran führten uns zum Sieg“, resümierte Trainer Feldner.
Die Statistik: TSV Trostberg – 1. EC Senden 7:4 (1:0, 1:3, 5:1); 1:0 (9.) Habereder (Dicu, Scheck), 1:1 (29.) Kientzel, 1:2 (31.) Müller, 1:3 (33.) Schmid, 2:3 (35.) Dicu (Hagemeister, Scheck), 3:3 (46.) Geissler (Grapentine, Hagemeister), 4:3 (47.) Scheck (Heide, Bozner), 5:3 (53.) Hagemeister (Bozner), 5:4 (54.) Schmid (Penalty), 6:4 (57.) Grapentine (Maier, Geissler), 7:4 (59.) Scheck (Habereder, Grapentine); Strafminuten: Trostberg 20 + 10 + 20 (Spieldauer Roßmanith), Senden 24 + 10. Zuschauer: 247.
Revanche eindrucksvoll geglückt
Trostberg (td). „Die Revanche ist uns eindrucksvoll geglückt“, freute sich ein zufriedener Trostberg-Chiefs-Coach Stefan Feldner nach dem 7:4-Erfolg gegen den EC Senden am Sonntag in der Abstiegsrunde der Eishockey-Landesliga SüdWest. „Mit großem Willen haben wir auf alle Fälle die Scharte vom Freitag ausgewetzt. Über dieses Spiel muss man den Mantel des Schweigens legen“, so Feldner über das 0:15 gegen den gleichen Gegner.
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