Ein durchaus lobenswerter Versuch des Vize-Kapitäns auf die Euphoriebremse zu treten, die aktuelle Situation der Salzachstädter ist dennoch eine andere. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt beruhigende 15 Punkte, auf den AufstiegsRelegationsplatz (VfR Aalen/37) sind es nur deren zwei. „Wir wollen schauen, was nach oben noch geht“, hatte Neu-Trainer Reinhard Stumpf bei seinem Amtsantritt angekündigt – undbisher hat der 50-Jährige Wort gehalten. Zwei Spiele, zwei Siege – Stumpfs Bilanz ist über jeden Zweifel erhaben. Das kann man auch vom Defensiv-Verbund der Wackerianer behaupten. Nur ein Mal musste Torhüter Rene Vollath nach der Winterpause hinter sich greifen. Ein Verdienst auch von Cinar, der zweifelsohne zu den großen Stützen der Mannschaft zählt. „Er ist robust und zweikampfstark – ein wirklich guter Einkauf“, schwärmt Wacker-Pressesprecher Martin Lex von dem 1,94-Meter-Hünen, der vor der Saison von Viertligist Eintracht Trier an die Salzach gewechselt war. Seitdem ist Cinar aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken und liefert – trotz wechselnder Partner – stets solide Leistungen ab.
Um den Platz neben dem ExTrierer streitet sich derweil ein Trio. Derzeit hat Thomas Leberfinger die besseren Karten, er hat Routinier Darlington Omodiagbe auf die Bank verdrängt. Mit Fabian Aupperle gibt es jetzt einen dritten Anwärter. Der Neuzugang des FC Heidenheim (insgesamt 32 Drittliga-Einsätze) ist heute erstmals für seinen neuen Verein spielberechtigt und „definitiv eine Verstärkung für unser Team“, so SVW-Geschäftsführer Florian Hahn, „ich freue mich darauf, ihn bei uns spielen zu sehen.“ Vor allem in der vergangenen Saison war Aupperle bei den Baden-Württembergern eine feste Größe im Team. Eine Sehnenverletzung bremste ihn in der Vorbereitung zu dieser Saison aus, weshalb er in Heidenheim nicht mehr zum Zug kam. In Burghausen wagt der 1,93-Meter-Mann jetzt einen Neuanfang. „Aus sportlichen Gründen war der Wechsel nach Burghausen für mich die richtige Entscheidung“, erklärt Aupperle, „ich bin von der Mannschaft und vom Umfeld gut aufgenommen worden und fühle mich hier schon richtig wohl“.
Etwas anders sieht die Gemütslage beim heutigen Gegner aus. Der Grund heißt: Matthieu Delpierre. Der Bundesliga-Profi sollte sich nach seiner Verletzung Spielpraxis in der 2. Mannschaft holen, sah aber beim 1:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen Jahn Regensburg am Dienstag schon vor der Pause die rote Karte und wurde nun vom DFB-Sportgericht für drei Spiele gesperrt. Heißt im Klartext: Kein Einsatz in der Bundesliga, kein Einsatz in Liga 3. „Das ist natürlich bitter für uns“, ärgert sich Coach Jürgen Kramny, der allerdings wieder auf Christoph Hemlein und Sebastian Hertner zurückgreifen kann. Trotz der sibirischen Temperaturen wird das Spiel wie geplant um 14 Uhr im GAZiStadion angepfiffen. Die Platzkommission hat gestern Grünes Licht erteilt. Dazu Kramny: „Ich erwarte kein Rasenschach. Wir wissen, wie wir auf diesem Untergrund spielen müssen. Wir müssen kompakt stehen und es dem Gegner schwer machen.“
Punktejagd im Schwabenland
Burghausen (sam). Die Erfolgswelle hat den SV Wacker Burghausen in der 3. Fußball-Liga bis auf den vierten Platz vorgeschwappt. Nach drei Jahren Abstiegskampf – davon zwei Mal erst am grünen Tisch gerettet – für die Burghauser ein gänzlich neues Gefühl. Für die Salzachstädter kein Grund, den Boden unter den Füßen zu verlieren. „Wir sammeln immer noch Punkte gegen den Abstieg“, betont Josef Cinar vor der heutigen Partie um 14 Uhr beim VfB Stuttgart 2.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.









