Darum muss Stefan Feldner mit seinen Mannen zwei Mal ins Allgäu reisen. „Wir haben zwei Wochen kein Eistraining mehr absolviert, also bauen wir uns keinen Druck auf“, meint Feldner. Die Pokalsaison lief für die Trostberger ausgesprochen positiv. Drei Siege stehen einer Niederlage bei einem Torverhältnis von 30:22 für Martin Hagemeister und Co. gegenüber. Der Torjäger war es auch, der nach 41 Ligatoren mit elf Treffern der Garant für das Erreichen der Vorschlussrunde war.
Im ersten Spiel gelang zu Hause zum Pflichspieleinstand ein 7:6 gegen den SE Freising, dem ein 8:4 in der Domstadt zu Jahresbeginn folgte. Im Viertelfinale gab es zwei verrückte Partien. Beim ERC Ingolstadt setzte es nicht nur eine 4:6-Niederlage, beide Teams schafften auch mit 256 Strafminuten den Saisonrekord mit Chiefs-Beteiligung. Zwei Tage später drehte der TSV unter teils irregulären Bedingungen – Schneegestöber im Schlussdrittel – mit 11:6 die Partie, obwohl man schon nach 25 Minuten mit 2:5 im Hintertreffen war. Aber hier hatten die Schwarz-Weißen noch den nötigen Durchblick und die Kampfkraft gegen die zahlenmäßig dezimierten Gäste, die nur mit neun Feldspieler antraten.
Nun werden die Karten neu gemischt, und die Chiefs fahrenals krasser Außenseiter ins Allgäu. „Wir wollen einen versöhnlichen Saisonabschluss, schauen wir mal was dabei rauskommt“, so der Chiefs-Coach. Hier geben neun Auswärtsniederlagen in der Landesliga wenig Hoffnung auf ein Vordringen ins Finale. Aber wie es so ist, hat der Pokal seine eigenen Gesetze, und dies stimmt die Chiefs positiv. Denn es konnte ja ein Match im fremden Stadion siegreich gestaltet werden.
Der Dritte der LandesligaMeisterrunde B trat vergangene Woche gegen zwei altbekannte Teams an, in Freising (5:5) und gegen Geretsried (6:3). Vor der EA stehen nur noch Lindau und Weiden, die Tordifferenz entschied zu Gunsten der Oberpfälzer. Schongau hat bei sieben Heimspielen auch schon drei Niederlagen zu verzeichnen. Unter anderem haben die „Kelten“ aus Burgkirchen ihre Partie im Allgäu mit 6:2 gewonnen. Hier liegt die Hoffnung, dass der EAS zu Hause nicht so sattelfest ist, um doch als Sieger das Eis zu verlassen. Feldner muss auf die verletzten Marco Habereder, Alex Wimmer und seinen Bruder Lukas Feldner verzichten, die schon einige Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Vielleicht gelingt gegen den „bärenstarken Gegner“ (Feldner) aber doch eine Überraschung.
Doppelter Auswärtsauftritt für die Trostberger Chiefs
Trostberg (td). Zwei Wochen nach dem Punktspielende treten die Trostberg Chiefs am heutigen Freitag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr im Bayernkrug-Pokal-Halbfinale bei den EA Schongau Mammuts an. Diese Konstellation kam zu Stande, da man sich lange nicht auf einen Termin einigen konnte und nun in der Alzstadt kein Eis mehr vorhanden ist.
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