Die Echinger, die erfahren hatten dass beim SVK ein „Oldie“ im Tor steht, schossen am Samstagnachmittag aus allen Lagen, konnten den 39-jährigen „Anschöringer“ Schlussmann – der viel Ruhe ausstrahlte – aber nicht überwinden. In der einen oder anderen Situation hatten die Gäste auch das nötige Quäntchen Glück, wobei es sicher spielentscheidend war, dass die Innenverteidiger Albert Eder und Maxi Willinger gegen den gefährlichen Ex-Ampfinger Fabijan Hrgota nicht viel anbrennen ließen.
In der ersten Halbzeit waren die „Zebras“ vor 220 Zuschauern im Willi-Widhopf-Stadion die optisch klar überlegene Elf, doch Peter Enckell, Hrgota und Vincento Potenza gelang es nicht, eine Führung herauszuschießen. Entweder zeigte sich Thanbichler (vertrat den verhinderten Dennis Kracker) auf dem Posten oder ein Abwehrbein konnte klären – so etwa, als Albert Eder kurz vor der Pause einen Schuss in höchster Not abblockte.
In der ersten Halbzeit schoss der SVK nicht ein einziges Mal aufs Gehäuse von Maximilian Lorenz, nach der Pause dagegen schon: Michael Nißl (wurde wenig später gegen Spielertrainer Robert Berg ausgewechselt) war der Erste, der den HausherrenKasten unter Beschuss nahm – knapp vorbei (46.).
Nach zwei weiteren tollen Thanbichler-Paraden durfte sich auch Echings Goalie Lorenz endlich mal auszeichnen: Einen 30-Meter-Freistoß des eingewechselten Daniel Heigermoser (kam für Christian Jäger) lenkte er über die Latte (68.). Kurz darauf visierte Berg per Freistoß den Pfosten an (70.).
In der 76. Minute hatten die Echinger Fans den Torschrei schon auf den Lippen, als ein Hrgota-Knaller von Willinger abgefälscht wurde. Doch Teufelskerl Thanbichler reagierte überragend. Und in der 85. Minute schlugen die Gäste dann eiskalt zu und nahmen den Dreier mit: Christian Heinrich bedankte sich für eine maßgeschneiderte Flanke von Sebastian Wasner auf seine Art – der platzierte Kopfball landete zum 1:0 für den alten und neuen Tabellenführer im Echinger Netz.
„Unsere Leistung war im Prinzip völlig in Ordnung. Doch wenn du kein Tor schießt, kannst du auch nicht gewinnen“, klagte Echings Abteilungsleiter Markus Heiss. „Unglaublich – unser Lauf geht weiter“, strahlte auf der anderen Seite Sepp Thanbichler, dem sogar Hrgota per Handschlag zum „Shutout“ gratulierte. Eine faire Geste nach einem sehr fairen BOL-Spitzenspiel!
Fazit: Alles läuft derzeit perfekt für den SVK, der auch am Sonntag (15 Uhr) in der neuerlichen Auswärtspartie in Feldmoching nicht chancenlos ist.
Wie gehabt: Alles läuft perfekt
Eching (cs). Aushilfs-Keeper Sepp Thanbichler mit einer souveränen Vorstellung im Kasten und Gold-Torschütze Christian Heinrich waren die gefeierten Helden des Fußball-Bezirksoberligisten SV Kirchanschöring nach dem 1:0 (0:0)-Sieg im Spitzenspiel beim TSV Eching. „Ich bin hundertprozentig mit meiner Leistung zufrieden“, gab sich Thanbichler nach dem Match relativ bescheiden, „unser Sieg ist sicherlich etwas glücklich.“
Fußballnachwuchs zeigte großes Können
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