In der Altersklasse S14 sorgte Maximilian Weingart (WSV Kiefersfelden) am ersten Tag mit Rang 5 für die beste heimische Platzierung. Dominic Schmuck (SC Schleching) war mit Rang 9 zufrieden. „Mir sind die längeren Strecken etwas lieber“, meinte er – und stellte dies mit Platz 7 im Verfolgungslauf unter Beweis. Schmuck betreibt den Langlauf erst seit zwei Jahren als Wettkampfsport – im Sommer ist er für die SG Katek Grassau als Triathlet erfolgreich. Das Training für diese Wettkampfarten ergänze sich gut, so der Schlechinger, „denn das Triathlon-Training geht auch ganz schön auf die Arme“ – und diesind beim Langlauf ja auch sehr wichtig. Als Vorbild nennt er den norwegischen Biathleten Ole Einar Björndalen. Wie es bei ihm selbst sportlich weitergeht, „das muss man abwarten“, betont Schmuck: „Aber Olympia, des war scho schee...“
Ebenfalls abwarten, was die Zukunft bringt, will Mathäa Angermaier (SLV Bernau), die sich in der S-15-Gesamtwertung – und damit der Deutschen Schülermeisterschaft – nur Victoria Carl (SCM Zella-Mehlis) beugen musste. Im Sprint gewann Angermaier sogar, in der Verfolgung hatte sie 36,1 Sekunden Rückstand, während der Rest des Feldes mehr als eine Minute später als Carl ins Ziel kam. Sie habe vor der Saison gut trainiert, „aber ob es gut läuft, weiß man erst nach den ersten Wettkämpfen“, so die Realschülerin, die an der Schule in Marquartstein gute Unterstützung für ihre sportlichen Aktivitäten bekommt.
Einen Podestplatz holte im Techniksprint – bei dem unter anderem ein „Slalom“, Kamelbuckel und ein Streckenabschnitt ohne Einsatz der Stöcke zu bewältigen waren – Simone Kupfner (WSV Kiefersfelden) in der S14. Hier überzeugte Maria Höflinger (WSV Reit im Winkl) mit Rang 5 an beiden Wettkampftagen.
Im Skispringen und in der Nordischen Kombination gab es trotz des Schneefalls teilweise hervorragende Leistungen. Lukas Wagner (WSV Lauscha) schaffte schon am Samstag einen 70,5-m-Satz. Spontan gratulierten ihm im Schanzenauslauf Tom Lubitz (VSC Klingenthal) und Henrick Heinz (SWV Goldlauter). Doch am Sonntag (72,5 und 71,5) setzte Wagner noch einen drauf, Lubitz kam einmal über die 70-m-Marke. Wagner holte sich auch den Titel als Deutscher Schülermeister vor Heinz und Lubitz, während der Klingenthaler sich den Titel in der Kombination sicherte.
In der S15 war Andreas Wellinger am ersten Tag (3.) „sehr zufrieden. Ich habe es mit dem Wind heute gut erwischt“, freute er sich. Wellinger hatte als Sechsjähriger in der Zeitung von einem Schnuppertraining gelesen und dann daran teilgenommen – jetzt betreibt er schon im neunten Jahr das Springen. Am Sonntag wurde er Sechster, nur Jakob Lange (WSV Kiefersfelden/2. und 5.) war von den heimischen Springern in dieser Klasse besser. In der Kombination lief Lange am ersten Tag vor Wellinger auf Rang 2 ins Ziel, am Sonntag aber wurde der Ruhpoldinger Zweiter vor dem laufschnellsten, Lukas Feix (WSV Oberhof), sowie Lange.
Zufrieden war auch Simon Sklorz vom SC Ruhpolding, der am Samstag in Springen und Kombination jeweils Sechster wurde. „Ich habe das mal im Fernsehen gesehen, das gefiel mir gut“, so der junge Sportler über seine Gründe, die ihn zum Skispringen führten. In der S14 holte Lorenz Wegscheider (SC Hammer) am Samstag in Springen und Kombination Platz 3, war aber nach seinem zweiten Sprung verärgert. Das legte sich, vor allem, als er tags darauf sogar Rang 2 im Springen und der Sprung-Gesamtwertung sowie Platz 3 in der Kombination gesichert hatte. Sein Vereinskollege Martin Baumuck hatte nach dem ersten Sprung am Samstag noch etwas gehadert. Im zweiten Durchgang steigerte sich Baumuck um 3,5 Meter und jubelte entsprechend.
Dominierend war bei den Schülerinnen 13 bis 15 auch diesmal Anna Rupprecht (SC Degenfeld). Sie holte sich mit den zwei Tagessiegen in Ruhpolding nicht nur Platz 1 in der S-15-Gesamtwertung. Sie wurde auch Deutsche Schülermeisterin, denn bei den Springerinnen wurden nur die zwei Ergebnisse von Ruhpolding für die DM gewertet.
Ihr weitester Satz ging auf 67 Meter, nur Katharina Althaus (SC Oberstdorf/63m) konnte im Feld der sechs Mädchen hier annähernd mithalten. Im Verein trainiert sie mit den Buben, meist sind es rund zehn Sportler pro Übungseinheit. „Ich will erstmal den Titel verteidigen, dann sehe ich weiter“, so Rupprecht. Den Titel hat sie schon – nun ist die Frage, wie es mit ihrer sportliche Laufbahn weitergeht. Im Jahr 2014 wird das Frauenskispringen in Sotschi (Russland) ja zur olympischen Disziplin – ob sie dann schon dabei ist?
Viele Podestplätze für heimische Sportler
Ruhpolding (who). Sehr guter Wintersport wurde beim Finale des Deutschen Schülercups in der Chiemgau-Arena in Ruhpolding geboten. An zwei Wettkampftagen ging es in den Disziplinen Biathlon, Langlauf, Skispringen und Nordische Kombination zur Sache. Nicht nur beim Biathlon – wo sich Christian Hochreiter (SC Ruhpolding) den Gesamtsieg sicherte – sondern auch in den anderen Disziplinen mischten die heimischen Sportler kräftig an der Spitze mit. Im Langlauf galt dies bei den Schülern vor allem für Leon Bürger vom SC Traunstein: Im Techniksprint am Samstag wurde er Dritter, im Verfolgungslauf (3 km klassisch, 3 km Skating) am Sonntag Fünfter der S15. Damit holte er sich Rang 8 in der Gesamtwertung.
Fußballnachwuchs zeigte großes Können
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