Das Stück um die drei verwahrlosten Junggesellen, die nur mit ihrer alten Wirtschafterin einsam auf einem großen Hof leben und von den Frauen so gar nichts wissen wollen, ist immer wieder sehenswert und birgt sehr viel hintergründigen Humor in sich.
Die Theatergruppe des Burschenvereins Hörpolding bringt die Geschichte um die Brüder Peter, Paul und Juliander in der Originalfassung auf die Bühne und überzeugt mit viel Spielfreude und schauspielerischem Talent.
Besonders die männlichen Darsteller Alex Gruber als Peter, Seppi Siglreithmayr als sein Zwillingsbruder Paul und Marcus Pfeiffer als jüngster Bruder Juliander spielen ihre Rollen mit großer Überzeugungskraft und erhielten vom Premierenpublikum begeisterten Applaus.
Als verwahrloste Junggesellen mit wirren Haaren, langen Bärten und ohne Manieren erscheinen die drei zunächst auf der Bühne. Zur großen Belustigung des Publikums sind die drei dabei zu beobachten, wie sie beispielsweise eine Brotsuppe kochen oder mit dem Schrubber der Einfachheit halber auch gleich noch den Tisch abwischen. Ihre Frauenfeindlichkeit bringen sie zum Ausdruck, indem sie beispielsweise betonen: „Ein Weibads is in jedem Alter gefährlich.“
Sie verwandeln sich dann im Laufe der Geschichte aber langsam zu ansehnlichen, höflichen Männern, die sich alle drei eifrig um die junge Maralen (sehr reizend gespielt von Stephanie Danner) bemühen. Die etwas ruppige alte Haushälterin, die zunächst noch meint: „Mir kommt keine Frau auf den Hof“, wird überzeugend dargestellt von Bettina Freutsmiedl. Eine ebenfalls sehr bissige, resolute Dame spielt Andrea Kötzinger als reiche Witwe, die auf den Hof der drei Brüder einheiratenwill aber gegen die junge Maralen keine Chance hat. Als ausgekochtes Schlitzohr tritt der Viehhändler und Schmuser Girgl Anthuber auf, den Markus Gruber sehr authentisch darstellt.
Ein besonderer Blickfang beim diesjährigen Theaterstück ist die Bühne, die mit viel Liebe zum Detail und zahlreichen alten Requisiten eine Bauernstube aus den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts darstellt. Auf einem originalen Holzofen wird richtig gekocht, wozu die Darsteller alte Töpfe und Kannen benutzen, über dem Tisch wird eine Gaslampe entzündet und überall im Zimmer sind zunächst noch Spinnweben und Anzeichen der Verwahrlosung zu sehen, ehe die junge Dirn Maralen für Ordnung im Männerhaushalt sorgt.
Für die Bühnendekoration und die Maske der Darsteller ist Gundi Thaler zuständig, für die Bühnentechnik Florian Forster. Souffleuse ist Andrea Hartl und Regie führt Gerhard Freutsmiedl.
Der dreistündige Dreiakter verspricht allen Besuchern einen lustigen Abend und beste Unterhaltung. Vier weitere Aufführungen gibt es noch am 19., 20., 26. und 27. März jeweils um 20 Uhr im Saal des Gasthauses Namberger in Hörpolding. Kartenvorbestellung ist möglich bei Alex Gruber unter Telefon 08669/2179.
„Weib in jedem Alter gefährlich“
Von Pia Mix
Hörpolding. Die Heimatbühne Hörpolding hat sich für die diesjährige Spielsaison einen echten Klassiker ausgesucht. Das ländliche Lustspiel „Die drei Eisbären“ von Maximilian Vitus, bekannt aus vielen Aufführungen auch im Fernsehen, begeisterte das Publikum bei der Premiere. Vier weitere Vorstellungen folgen an den kommenden beiden Wochenenden.
Hörpolding. Die Heimatbühne Hörpolding hat sich für die diesjährige Spielsaison einen echten Klassiker ausgesucht. Das ländliche Lustspiel „Die drei Eisbären“ von Maximilian Vitus, bekannt aus vielen Aufführungen auch im Fernsehen, begeisterte das Publikum bei der Premiere. Vier weitere Vorstellungen folgen an den kommenden beiden Wochenenden.
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