Am Freitag hatte die Polizei neue Bilder des Tatverdächtigen veröffentlicht. Zudem wurden Flugblätter verteilt. „Daraufhin haben wir gestern einen Hinweis aus der Bevölkerung erhalten“, sagte ein Beamter der Polizei Rosenheim am Samstag. „Der Mann soll sich im Raum Rosenheim aufhalten.“ Die daraufhin eingeleitete Suche blieb jedoch erfolglos. „Die Fahndung geht intensiv weiter. Wir hoffen auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung“, sagte der Polizist weiter. Mehr als 100 sind schon eingegangen. Der gesuchte Franz Müller wird verdächtigt, seine 37 Jahre alte Ex-Frau und den gemeinsamen drei Jahre alten Sohn getötet zu haben. Sie wurden am Montag im Keller eines Wohnblocks in der Rosenheimer Innenstadt gefunden.
Den Hinweisen zufolge sei er am Freitagvormittag in einer Schrebergartensiedlung gesehen worden, am Nachmittag dann in einem Supermarkt. Der konkreteste Hinweis kam jedoch am späten Nachmittag: Der mutmaßliche Täter halte sich am Stadtrand nahe der Mangfall auf. „Das ist nicht allzu weit weg vom Tatort“, sagte der Sprecher. „Und die Beschreibung passte sehr gut.“
Mit einem Hubschrauber, 13 Spürhunden und einem Spezial- Einsatzkommando aus München wurde das Waldstück umstelltund abgesucht. „Es war nichts zu finden. Deshalb haben wir gegen 1 Uhr die Suche eingestellt“, so der Sprecher. Die Spezialkräfte blieben dennoch erst einmal am Ort. „Um schnell reagieren zu können, falls noch ein konkreter Hinweis kommt.“ Zuvor hatte das Landeskriminalamt zur Ergreifung des Täters eine Belohnung von 5000 Euro ausgelobt.
Viele Bürger teilen der Polizei auch Örtlichkeiten mit, an denen man sich gut verstecken könnte, angefangen von leerstehenden Gebäuden bis zu schwer zugänglichen Orten in der Natur. Im Rahmen der Fahndung wurde etwa ein kleines „Waldlager“ gefunden. Die Spurensicherung der Kripo stellte jedoch fest, dass dieses schon längere Zeit unbewohnt ist.
Zur Absuche der Gewässer nach tatrelevanten Gegenständen wurde die Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei eingesetzt. Die Spezialisten suchten Mangfall und Kanal nach Gegenständen ab, die der Täter auf der Flucht versenkt haben könnte.
„Für die Fahnder sind seit der Tat Tage mit durchgehend bis zu 20 Stunden keine Ausnahme“, beschreibt Polizeisprecher Franz Sommerauer den Einsatz der beteiligten Beamten.
Trotz Hinweis kein Erfolg
Rosenheim. Die Suche nach dem mutmaßlichen Doppelmörder aus Rosenheim dauert auch nach einem Hinweis aus der Bevölkerung an.
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