Gestern stellte Gülpen in Traunstein den Prototypen des Modells vor, mit dem er ins Guinnessbuch der Rekorde strebt. „Das ist ein HightechKunstwerk“, sagte sein Schöpfer. „Ich wollte etwas Einzigartiges machen, etwas, das es bis jetzt noch nicht gegeben hat.“
Bei der Suche nach dem Original, das für den detailversessenen Autoliebhaber aus Palling Pate stand, fiel die Wahl auf die italienische Sportwagenmanufaktur Lamborghini. Das topaktuelle Modell Aventador LP 700-4 sollte es sein. Allein die Edelmetalle und Edelsteine, die Gülpen in sein Modell im Maßstab 1:8 verbaut, haben zusammen einen Wert von rund zwei Millionen Euro. So befinden sich Edelsteine in den Sitzen ebenso wie im Lenkrad oder den Scheinwerfern. Die Karosserie des Modells ist aus Carbon, so wie beim „großen Bruder“ im Original auch. Das teuerste Modellauto der Welt soll natürlich sicher verwahrt zu bestaunen sein: So gehört zum edlen MiniLamborghini auch die sicherste Vitrine der Welt, bestehend aus Panzerglas und versehen mit raffinierten elektronischen Sicherheitsvorkehrungen. Gezeigt wird das nach Herstellerangaben teuerste Automodell der Welt auf dem LamborghiniMessestand bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt vom 15. bis 25. September. Schon am kommenden Dienstag wird es Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann präsentieren.
Im Dezember soll das Modell nach den Plänen von Gülpen beim Auktionshaus Sothebys in New York oder in Dubai versteigert werden. Sein Erbauer zielt bei der Kundschaft auf superreiche Ölscheichs, für die ein paar Millionen Euro kein Themasind. Der 52-Jährige tritt zur Versteigerung mit einem Startpreis von 3,5 Millionen Euro an. Eine halbe Million Euro seines Erlöses will Gülpen spenden. Auch wenn Lamborghini ein Wörtchen mitreden will, wer das Geld bekommt, schwebt Gülpen eine soziale Einrichtung für benachteiligte Kinder vor. Wer nicht bis zur Versteigerung warten will, kann das Modell schon sofort für 4,5 Millionen Euro haben. Sein künftiger Besitzer hat dafür die Gewissheit, dass der Preis bei einer Auktion nicht mehr in die Höhe schnellen kann.
Der gelernte MaschinenbauIngenieur fertigt seit Ende der 1990er Jahre Modellautos aus edlen Metallen. Er entwickelte dazu in fünf Jahren Arbeit eine völlig neue Gießtechnik für die Einzelteile seiner kleinen Kostbarkeiten und konstruierte auch gleich die passende Maschine dafür - Kostenpunkt: 500 000 Euro. Seit 2009 produziert er damit Modellautos im Maßstab hauptsächlich 1:16 oder 1:18.
Seine Nachbauten von Luxusautos namhafter Hersteller bestehen aus bis zu 300 Einzelteilen. „Da stecken an die 500 Arbeitsstunden drin“, erläutert der Ingenieur, „es ist pure Handarbeit.“ An die 40 verschiedene Modelle hat er inzwischen in limitierten Auflagen bis zu 100 Stück mit Echtheitszertifikat herausgebracht. Darunter sind etliche Oldtimer, der billigste nicht unter 1000 Euro.
Teuerstes Modellauto
Von Paul Winterer
Traunstein. Edel ist fast untertrieben bei dem, was Modellautobauer Robert Gülpen macht. Für seine luxuriösen Raritäten verwendet der 52-jährige Pallinger Sterling-Silber, Gold und Platin. Dass alle Teile maßstabgetreu sind, versteht sich von selbst. Jetzt baut der gelernte Ingenieur – er entwickelte einst für den deutschen Autobauer mit dem Stern neue Motoren – das teuerste Modellauto der Welt. Kostenpunkt: 3,5 Millionen Euro.
Traunstein. Edel ist fast untertrieben bei dem, was Modellautobauer Robert Gülpen macht. Für seine luxuriösen Raritäten verwendet der 52-jährige Pallinger Sterling-Silber, Gold und Platin. Dass alle Teile maßstabgetreu sind, versteht sich von selbst. Jetzt baut der gelernte Ingenieur – er entwickelte einst für den deutschen Autobauer mit dem Stern neue Motoren – das teuerste Modellauto der Welt. Kostenpunkt: 3,5 Millionen Euro.
Modellautobauer Robert Gülpen hält in Traunstein den Prototyp des wohl teuersten Modellautos der Welt in Händen. Die Endversion des Modells eines Lamborghini Aventador LP 700-4 besteht wie der Prototyp aus Carbon sowie Edelsteinen und wird einen Materialwert von etwa zwei Millionen Euro haben. Foto: Andreas Gebert
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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