Parzinger, mittlerweile erfahren, was das Bieranzapfen betrifft, benötigte vier Schläge und nicht ein Tropfen ging daneben. In dem süffigen Gerstensaft sind jede Menge regionale Rohstoffe enthalten. 80 Prozent der Braugerste stammen aus regionalem Anbau. Auch heuer erwarte man wieder eine hervorragende Ernte und perfekte Qualität, sagte Braumeister Markus Milkreiter, der selbstlobend feststellte: „Mir schmeckt´s hervorragend!“
Wie Reinhold Steinberger in Vertretung des Brauereichefs Helmut Mühleisen sagte, habe sich die Diskussion im Stadtrat um den Fortbestand des Volksfestes sehr positiv entwickelt und es sei davon auszugehen, dass das Volksfest eine Zukunft habe. Wie berichtet, hat der Stadtrat beschlossen, das Volksfest von bisher zehn auf fünf Tage zu verkürzen und die ehemalige Wiesn in Volksfesttage umzubenennen. Mit dieser Entscheidung erhofft man sich einen intensiveren Besuch.
Parzinger ist zuversichtlich, dass das neue Konzept aufgehen werde und die Gäste, die nach dem Volksfest rufen, auch kommen werden. Auch Festwirt Fritz Aigner, der mit Schweinebraten für die nötige Unterlage bei der Bierprobe sorgte, hofft, dass es „rumpelt“.
Wie allgemein festzustellen war, ließ in der jüngeren Vergangenheit der Besuch insbesondere am Wochenanfang zu wünschen übrig. Auf diesen zurückhaltenden Besuch reagierten auch die Schausteller, die heuer nur mit Mühe herzubekommen waren. Wie Aigner sagte, sei es von Jahr zu Jahr schwieriger geworden und zwischenzeitlich hätten auch viele Schausteller Konkurs angemeldet. Gänzlich werden die Besucher auf den Rummel aber nicht verzichten müssen: Es gibt eine Schiffschaukel, eine Kindereisenbahn, eine Schieß- und Losbude, eine Fischbraterei, Süßwaren und Eis. Für die Bewirtung im Festzelt wird Aigner und sein Team mit den bewährten Schmankerln sorgen.
Steinberger ist auch überzeugt davon, dass der Festwirt auch bei der Wahl der Musikkapellen die richtige Auswahl getroffen hat. Demzufolge dürfte einem Gelingen der Volksfesttage nichts mehr im Wege stehen. In sechs Tagen ist es soweit. Dann heißt es wieder nach guter alter Tradition: „O zapft is!“
Zum Festauftakt am Mittwoch, 1. Juli, wird die Stadtkapelle ab 18 Uhr auf dem Rathausplatz ein Standkonzert geben und gegen 18.15 Uhr wird sich dann der Festzug in Richtung Festplatz auf den Weg machen zum „Tag der Nachbarschaft“ mit den „Rottaler Musikanten“ Parzinger hofft, dass sich wieder viele Vereine und Bürger am Festzug beteiligen werden.
Am Seniorennachmittag, am Donnerstag, 2. Juli spendiert die Stadt wieder allen Bürgerinnen und Bürgern ab 65 Jahren bei Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses ein halbes Hendl. Die Getränke - bisher gab es auch für ein GetränkFreimarken - müssen heuer jedoch aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Diese Entscheidung ist ebenfalls auf einen einstimmigen Stadtratsbeschluss zurückzuführen. Um dem Ansturm am Seniorennachmittag gerecht zu werden, werde die Stadt am Eingang mehr Personal stellen, versicherte Parzinger. Zudem könnte das ganze entzerrt werden, wenn nicht alle Senioren gleichzeitig ab 11 Uhr erscheinen würden. Die Hendlmarken werden den ganzen Nachmittag ausgegeben. Die „ Drei Muhagln“, die am Seniorennachmittag aufspielen, werden abends um 19.30 Uhr beim „Tag der Vereine“ von der Showkapelle „14 Hoibe“ abgelöst.
Am „Tag der Betriebe“ (Freitag) wird ab 19.30 Uhr die Blaskapelle „Jung Otting“ für Stimmung sorgen und am „Tag der Jugend und Junggebliebenen“ (Samstag) ab 19.30 Uhr die Showband „Die Schmalzler“. Am Sonntag fliegen ab 10 Uhr wieder traditionell die Fäuste. Die Boxer des TuS Traunreut fordern die Nettuneser zum Rückkampf heraus. Der Vorkampf zwischen dem TuS Traunreut und dem „Pugilistica Nettunese“ fand vor wenigen Wochen im Rahmen des Partnerschaftsjubiläums in Nettuno statt. Ab 15 Uhr unterhält dann die Stadtkapelle Traunreut die Besucher im Festzelt und für die Kinder gibt es an diesem Familientag besondere Angebote.
Startklar für Volksfesttage
Stein an der Traun (ga). Dass das Steiner Festmärzen ab kommenden Mittwoch bedenkenlos an die Volksfestbesucher ausgeschenkt werden kann, davon konnten sich die Vertreter der Stadt Traunreut bei der traditionellen Bierprobe im Brauhausstüberl der Schlossbrauerei Stein überzeugen. Das Urteil der Vorkoster nach dem ersten Schluck fiel durchwegs positiv aus. Bürgermeister Franz Parzinger: „Habe selten ein so gutes Märzen getrunken.“
Das Steiner Festmärzen, das bei der traditionellen Bierprobe getestet wurde, hat die Generalprobe für die Traunreuter Volksfesttage bestanden. Unser Foto zeigt (von links) Außendienstchef Reinhold Steinberger, Bürgermeister Franz Parzinger, Festwirt Fritz Aigner, 2. Bürgermeister Ernst Ziegler und Braumeister Markus Milkreiter. Foto: ga
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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