Nach vielen Jahren der Planung hatte der TuS Traunreut am 22. Oktober 1981 seine neue Dreifach-Sporthalle einweihen können. Aus diesem Anlass gab es am Samstagabend eine kleine Feier, in der an die Entstehungsgeschichte erinnert wurde. Johann Franz, damaliger Bauleiter des TuS, Günter Nitsch, ehemaliger Finanzchef des Vereins, und Heinz Dlugosch, früherer Sportreferent der Stadt Traunreut, standen der Moderatorin des Abends, Steffi Gampert, Rede und Antwort.
Sie erinnerten daran, dass bereits in den 1960er Jahren die Diskussion um den Bau einer Sporthalle begonnen hatte. Damals mussten die Handballer des TuS zum Trainieren nach Traunstein fahren, und die Fußballer konnten im Winter gar nicht trainieren, da die Halle über dem Hallenbad für alle Abteilungen einfach nicht ausreichte. Wie sich Dlugosch erinnerte, gab es damals auch schon Bestrebungen der Stadt, eine Mehrzweckhalle für größere Veranstaltungen zu bauen, und es wurde überlegt, ob die Stadt selber eine solche Halle bauen sollte.
Letztlich war dann aber doch der TuS der Bauherr. Wie Nitsch ausführte, bekam der Sportverein vom BLSV einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent, die Stadt übernahm 35 Prozent, und vom Landkreis und Innenministerium gab es auch noch Finanzspritzen. Als die Halle fertig war, habe der TuS 1,5 Millionen Mark Schulden gehabt, 1986 sei der Verein jedoch schon wieder schuldenfrei gewesen.
Franz erzählte von der schwierigen Standortwahl und den zahlreichen Diskussionen, die dem Bau der Halle vorausgegangen waren. Es habe damals nicht nur Befürworter gegeben, und es sei auch die Befürchtung geäußert worden, dass durch den Bau der Halle der Platz auf dem Sportgelände zu sehr eingeschränkt würde. Überraschungen habe es auch gegeben, als gleich beim Aushub der Baugrube Eislöcher die gesamte Planung durcheinanderbrachten und erst Bodenverfestigungen durchgeführt werden mussten.
Heute ist die TuS-Halle fester Bestandteil des Trainingsprogramms der verschiedenen Abteilungen des Sportvereins und wird auch von den Traunreuter Schulen für den Sportunterricht genutzt.
Bürgermeister Franz Parzinger nannte die damalige Entscheidung, eine Dreifach-Sporthalle zu bauen, richtig. Erst mit der Halle hätten sich die Abteilungen im TuS richtig entwickeln können und die Möglichkeit erhalten, ihren Sport das ganze Jahr über auszuüben. Als Geschenk an den TuS hatte der Bürgermeister eine neue Uhr für die Halle mitgebracht.
Die verschiedenen Abteilungen im TuS nutzten die Jubiläumsfeier, um sich zu präsentieren, ihre Arbeit vorzustellen und auch ein wenig Werbung für sich zu machen. Die jeweiligen Abteilungsleiter stellten ihren Sport im Gespräch mit Steffi Gampert vor, während die Sportler zeigten, was sie so drauf haben oder wie bei ihnen üblicherweise ein Training abläuft. Die Tischtennisabteilung präsentierte stolz die neue Ballmaschine, mit der man auch allein an der Tischtennisplatte trainieren kann.
Die Rehasport-Gruppe zeigte Gymnastik im Sitzen, auf Gymnastikbällen und Übungen mit Reifen. Beim Sitzball spielten zwei Mannschaften, die während des ganzen Spieles auf dem Boden saßen, mit dem Ball über ein Netz. Die Handballjugend, die derzeit mit zehn Jugendmannschaften sehr erfolgreich ist, zeigte den Ablauf eines Trainings.
Junge Tennisspieler erinnerten an Hartmut Owezarek, der die Abteilung lange Jahre geleitet hatte. Die Judoabteilung zeigte spielerisches Judo für Kinder und verschiedene Wurftechniken, die Bogenschützen bewiesen ihre Treffsicherheit, die Turner glänzten am Boden und auf dem Trampolin. Karate, effektive Selbstverteidigung mit offener Hand, und Taiji, eine Vereinigung aus Meditation und Kampfkunst, stellte die KarateAbteilung vor. Und am Ende des Programms ließen die Boxer die Fäuste fliegen.
Weitere Bilder von der Jubiläumsfeier des TuS Traunreut zum 30-jährigen Bestehen der Halle sehen Sie auf unserer Bildergalerie im Internet unter www. chiemgau-online.de.
Schwere Geburt vor 30 Jahren
Traunreut (mix). Der TuS Traunreut hat das 30-jährige Bestehen seiner Turnhalle an der Jahnstraße gefeiert. Im Rahmen eines Festprogramms präsentierten sich die einzelnen Abteilungen des Vereins mit bunten Vorführungen
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