Nach den bisherigen Ermittlungen dürfte es sich in allen Fällen um sogenanntes „Phising“ handeln. Dabei werden den Opfern Passwörter oder die für Sicherheit sorgenden Transaktionsnummern entlockt.
In einem Fall wurde ein „Online-Banker“ nach Eingabe einer dieser TAN-Nummern aufgefordert eine weitere einzugeben, was nicht den Regeln bei Computerüberweisungen entspricht. Dieser durch die unbekannten Täter veranlassten Aufforderung kam der Bankkunde nach. Im Anschluss fertigten die unbekannten Täter eine Überweisung in vierstelliger Höhe, ausgestattet mit der erlangten TAN-Nummer und konnten so den Geldbetrag ihrem Konto in Großbritannien gutschreiben. In einem weiteren Fall sollte eine angebliche Sicherheitsanfrage der Bank mit einer TAN-Nummer bestätigt werden.
Ohne Eingabe dieser Nummer reagierte das Computerprogramm nicht mehr. Auch hier vergab der Online-Banker eine TAN, weswegen später ebenfalls Unbekannte eine Überweisung in vierstelliger Höhe veranlassen konnten.
Tragisch ist der Fall eines Rentnerpaares aus Rosenheim. Die Eheleute wurden um einen mittleren fünfstelligen Betrag erleichtert. Diese Überweisung führte nach Dänemark.
In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, das Kunden, die den Service des Online-Banking nutzen, gewisse Grundsätze beachten müssen. Stutzig sollte man beispielsweise immer bei einer zweiten TAN-Eingabeaufforderung werden. Oft kann eine kurze Rückfrage bei der Hausbank sinnvoll sein. Wesentlich ist auch das Vorhandensein einer aktuellen Virensoftware und eines Firewall auf dem Computer, damit kein „Trojaner“, also eine Software zum Ausspähen von Daten, Zugang zum Computer erhalten kann.
Umfangreiches Informationsmaterial zu diesem und anderen Themen wird durch die Polizei im Internet unter www.polizei-baratung.de zur Verfügung gestellt und kann dort abgerufen werden.
Online-Banking: Dreiste Betrügereien
Rosenheim. Sechs mal wurden in den vergangenen 14 Tagen Onlinebanking-Kunden aus dem Raum Rosenheim um Geldbeträge in bis zu fünfstelliger Höhe erleichtert. Meist wurde das Guthaben durch Unbekannte auf Konten in Großbritannien überwiesen. Die Kriminalpolizei Rosenheim ermittelt.
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