„Ohne Ehrenamt geht’s nicht“

Altenmarkt (sts). Breites ehrenamtliches Engagement ist in der Pfarrei Baumburg nicht nur die Basis für das reichhaltige Angebot der kirchlichen Verbände und Gruppierungen, es sorgt auch für eine lebendige Pfarrgemeinde am Ort. Nicht nur die Berichte der Verbände machten dies in der Pfarrversammlung deutlich, auch Pfarrer Stigloher hob dies einmal mehr hervor. Er warb zusammen mit Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Sepp Obermayer für Kandidaten zur Pfarrgemeinderatswahl.
Unterstützt wird Pfarrer Josef Stigloher in seiner Arbeit seit September letzten Jahres auch von Gemeindeassistentin Regina Egglhammer. Sie hat sich die Ministranten- und Jugendarbeit sowie die Vorbereitung der Erstkommunion als Schwerpunkte ihrer Arbeit gesetzt. Mit den Ministranten werden nicht nur regelmäßig Gruppenstunden abgehalten, sondern auch gemeinnützige Aktivitäten wie die Sternsingeraktion, die Aktion Minibrot, die Aktion Rumpelkammer und der Punschausschank an Heiligabend durchgeführt. Zusammen mit insgesamt zehn Gruppenleitern werden zudem Ausflüge und Zeltlager organisiert.

In Rabenden hat sich letztes Jahr eine neue fünfköpfige Vorstandschaft bei der Landjugend formiert, berichtete die Gemeindeassistentin. Sie biete unter anderem mit der Aktion Minibrot, der Kosovohilfe und dem „Warten aufs Christkind“ in der Filialpfarrgemeinde verschiedenste Aktivitäten für die jungen Leute an.

Die Erstkommunionbetreuung habe mit dem Vorstellen der Erstkommunionkinder zum Beginn des Kirchenjahres am 1. Advent gestartet. Die 31 Erstkommunionkinder werden in verschiedenen Gruppen von zwei bis drei Gruppenleiterinnen betreut und sollen im Rahmen der Vorbereitung das Kirchenjahr kennen und erfahren lernen.

Bereits seit dem Weggang von Gemeindereferentin Sabine Fett ist Gemeindereferentin Irmi Huber in der Baumburger Pfarrei im Einsatz. Sie arbeitet eng mit dem Familiengottesdienstkreis zusammen, der Familiengottesdienste mit vorbereitet und gestaltet. Ihr weiterer Schwerpunkt ist die Vorbereitung der Firmung, die dieses Jahr am 21. Juli stattfindet. Im Rahmen der Gruppenarbeit und verschiedenen Projekten, lernen die Jugendlichen, sich in die Pfarrgemeinde einzubringen und so eine aktive Rolle im Pfarrleben zu spielen, so Huber.

Nach einer musikalischen Überleitung durch das „Duo Galante“ (mit Melanie Seiler an der Querflöte und Monika Perschl an der Geige) stellten die kirchlichen Verbände ihre Arbeit vor. Für die KAB erläuterte Vorsitzender Hans Riederer das Jahresprogramm, das dieses Jahr mit einem gemütlichen Abend beginnt. Danach folgen Fachvorträge zu „Arbeit 2020“, zur Gentechnik mit MdL Sepp Daxenberger, zu „Gott und das Geld“ sowie zu Ratschlägen der Kriminalpolizei. Ausflüge, Wallfahrten (nach Maria Kirchental) und Diavorträge runden das Programm ab.

Für den Frauenbund stellte Zita Schönhofer das Jahresprogramm vor, das bereits mit einer Fahrt zu „Holiday on Ice“ und Faschingsfeiern für jung und alt gestartet ist. Auch hier ist mit dem Weltgebetstag der Frauen, dem Bezirksbildungstag, mit Fahrten zu einer Kaffeerösterei, zum Christkindlmarkt und zur Gartenbäuerin sowie Radtouren und Kegelabenden ein abwechslungsreiches Programm geboten. Zu den weiteren Aktivitäten des Frauenbundes zählen das Fastenessen, das Palmbuschenbinden und der Adventsbasar. Zudem stehen heuer noch Neuwahlen an.

Erfreut zeigte sich Pfarrer Stigloher, dass es nun wieder eine Mutter-Kind-Gruppe gebe, die Rosi Wimmer vorstellte. Für 15 Kinder zwischen 15 und 36 Monaten wird 14-tägig jeweils Dienstag zwischen 9 und 11 Uhr im Pfarrheim eine gemeinsame Betreuung angeboten. Zusammen mit ihren Müttern, lernen die Kleinkinder dabei spielerisch basteln oder besuchen Kindergarten und Kirche.

Für die mittlerweile vier Chöre in der Pfarrei gab stellvertretend Regina Mitterer Einblick in das Programm des Triangelchores. Neben der schon zur Tradition gewordenen Gestaltung des Fastenjugendgottesdienstes und der Firmung stehen dieses Jahr zwei Konzerte im Mittelpunkt: Ein Marienkonzert am 2. Mai in Baumburg zusammen mit dem Kinder- und dem Kirchenchor sowie das Oratorium „Die Erschaffung der Welt“ zusammen mit der Instrumentalgruppe des „Weizenkorn“-Chores am 17. September in St. Wolfgang. Pfarrer Josef Stigloher richtete seinen großen Dank an die Gemeinde, die kirchlichen Mitarbeiter und vor allem an die vielen Helfer aus der Pfarrgemeinde. „Ohne Ehrenamtliche ginge es überhaupt nicht“, brachte er es auf den Punkt. Aber auch das Engagement in den Reihen der Hauptamtlichen reiche weit über das zu erwartende Maß hinaus, etwa im Pfarrbüro.

Nach dem Ausscheiden von Mesner Georg Eckl und dem zuverlässigen Aushilfsdienst durch Konrad Wimmer, dem Pfarrer Stigloher besonders dankte, suche man nun für diese Stelle wieder einen Ersatz. Reibungslos war der Übergang in der Leitung des Kirchenchores vom langjährigen Chorleiter Günther Stöckl zu Sonja Kühler, die zudem einen neu gegründeten Kinderchor leite. Zum äußeren Zeichen des Dankes für dieses vielfältige Engagements werden die Hauptamtlichen für die Ehrenamtlichen am 20. und 21. April wieder ein Dankfest veranstalten, so Pfarrer Stigloher. Einen Einblick in Statistik- und Finanzdaten gab Pfarrgemeinderatsvorsitzender Sepp Obermayer. Exemplarisch griff er den Pfarrkindergarten mit einem Haushaltsvolumen von 207 000 Euro heraus, von dem 171 000 Euro an Einnahmen unmittelbar gedeckt seien. Vom Fehlbetrag über 36 000 Euro übernehme 25 000 Euro die Gemeinde, so dass der Pfarrgemeinde noch 11 000 Euro bleiben, für die ein Zuschuss des Ordinariats zu erwarten sei.

In der Statistik blickte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Obermayer auf die Entwicklung der Kirchgängerzahlen zurück. Nach einem spürbaren Rückgang Anfang der 80-er Jahre habe sich dieser die letzten beiden Jahrzehnte bei 450 je Wochenende eingependelt.

Obermayer schloss die Pfarrversammlung mit einem bebilderten Rückblick auf die Höhepunkte des Kirchenjahres.
Artikel vom 09.02.10
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