„Für die Szene mit dem Hund konnten wir keine Eisenbahnbrücke, sondern nur das Viadukt bei Amerang anbieten, das den Filmleuten aber erst zu hoch war“, erzählt Klaus-Peter Ludewig, Zugleiter der Chiemgauer Lokalbahn. Nach einer Vorbesichtigung der Strecke waren die Filmemacher dann aber so begeistert, dass sie gleich noch eine weitere Szene einplanten: Bei Aindorf läuft parallel zu denBahnschienen ein gut ausgebauter Feldweg – wie gemacht für ein Rennen Auto gegen Dieseltriebwagen. „Weil der Feldweg so gestaubt hat, sieht das trotz der nicht zu hohen Geschwindigkeit recht spektakulär aus“, so Ludewig. Er hat auch den Drehtag mit der Szene mit dem Hund und dem abgetrennten Arm beobachtet: „Das war recht mühsam, weil der Hund die Hand-Attrappe nicht mehr hergeben wollte.“
So skurril, wie diese Episode klingt, ist offensichtlich der ganze Film: Lukas (Florian Brückner) hat sein Leben im Bayern der 80er Jahre satt und will als Greenpeace-Aktivist auf der „Rainbow Warrior“ anheuern, um von dort aus die Welt zu retten. Doch da machen ihm einige unvorhergesehene Ereignisse einen Strich durch die Rechnung. Erst tritt wie aus dem Nichts die hübsche Luisa (Marie Leuenberger) in sein Leben, und dann sorgt auch noch ein herrenloser Unterarm für jede Menge Verwirrung. Als ihn schließlich seine beiden ungleichen Brüder Paul (Mathias Kellner) und Hansi (Maximilian Brückner) unerwartet mit jenem folgenschweren Unfall konfrontieren, der die Familie seit fast 20 Jahren belastet, entwickelt sich Lukas‘ unmittelbare Umwelt zumviel größeren Krisenherd. Ein turbulenter Wettlauf mit der Zeit beginnt. Und vielleicht findet nicht nur er die große Liebe, sondern auch der arme Paul, der sich für Jesus, den Erlöser hält, seinen Frieden und der herrenlose Arm, der mittlerweile in Mamas Tiefkühltruhe gelandet ist, den dazugehörigen Rest...
„Was weg ist, ist weg“, ist eine urbayerische Komödie, die allerdings von extrem globalen Themen wie Umweltschutz, Freundschaft und Familie, Liebe und Versöhnung handelt. Inspiriert von dem Roman „Bellboy“ des Münchener Kabarettisten Jess Jochimsen markiert „Was weg ist, ist weg“ das Regiedebüt von Christian Lerch.
Er nennt es einen Low-Budget-Film für 1,5 bis zwei Millionen Euro. Gedreht wurde größtenteils im Landkreis Mühldorf; unter anderem in der Kraiburger Ortsmitte und im Gasthof Maier in Gallenbach bei Taufkirchen.
„Für meine Begriffe waren die Dreharbeiten recht entspannt“, so Klaus-Peter Ludewig von der Chiemgauer Lokalbahn. Ein kleines, überschaubares Team mit Schauspielern, die auch mal ansprechbar waren – zum Beispiel beim gemeinsamen Mittagessen.
Wer auf den Spuren des Filmteams wandeln will: Die Museumszüge verlassen Bad Endorf an allen Sonn- und Feiertagen um 10, 12, 14 und 16 Uhr und erreichen nach 45 Minuten Obing. Dort starten sie wieder um 11, 13, 15 und 17 Uhr. Die Züge halten auch in Halfing und Amerang und bei Bedarf in Aindorf und Pittenhart. Mehr Infos über den Fahrplan gibt es unter www.chiemgauer-lokalbahn.de
„Ökomovie“ made in Bayern
Von Katrin Detzel
Obing. Ein Hund soll einen abgetrennten Arm von einer Eisenbahnbrücke aus auf einen Mistwagen fallen lassen. Für diese reichlich skurrile Szene suchte ein Team von „Deutschfilm“ einen Drehort – und wurde fündig bei der Chiemgauer Lokalbahn. Zwei Tage dauerten die Dreharbeiten mit Schauspielern wie Maximilian und Florian Brückner oder Jürgen Tonkel. Regie bei „Was weg ist, ist weg“ führte der Wasserburger Christian Lerch, Drehbuchautor bei „Wer früher stirbt, ist länger tot“. In die Kinos kommt die schwarzhumorige Geschichte aus dem Genre „Ökomödie“ 2012.
Obing. Ein Hund soll einen abgetrennten Arm von einer Eisenbahnbrücke aus auf einen Mistwagen fallen lassen. Für diese reichlich skurrile Szene suchte ein Team von „Deutschfilm“ einen Drehort – und wurde fündig bei der Chiemgauer Lokalbahn. Zwei Tage dauerten die Dreharbeiten mit Schauspielern wie Maximilian und Florian Brückner oder Jürgen Tonkel. Regie bei „Was weg ist, ist weg“ führte der Wasserburger Christian Lerch, Drehbuchautor bei „Wer früher stirbt, ist länger tot“. In die Kinos kommt die schwarzhumorige Geschichte aus dem Genre „Ökomödie“ 2012.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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