„So wie sich die Lage darstellt, ist der O2-Sender auf dem Gebäude eines Gemüsebauern, vormals Firma Bogner, zentral in Garching gelegen, eine vollendete Tatsache. Er wird ab Monatsmitte seinen Betrieb aufnehmen.“ So fasst Thomas Maier, einer der Sprecher der Bürgerinitiative, das Ergebnis zusammen.
Enttäuscht zeigte sich auch Garchings Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner. „Unsere Hoffnung war, dass wir mit dem Mobilfunkpakt einen Hebel haben“, begründete er seine anfängliche Zuversicht. Nach seiner Ansicht habe O2 die Gemeinde nicht 30 Tage vor der Errichtung des Mastens unterrichtet, sondern nur wenige Tage zuvor. Damit wäre die nach dem Mobilfunkpakt II nötige 30-Tages-Frist nicht eingehalten. Doch die Vertreter der Netzbetreiber sahen das anders, erzählt Reichenwallner aus dem Gespräch. O2 sieht schon in der ersten Anfrage, als es vor drei Jahren darum ging, geeignete Standorte in Garching festzulegen, die nötige Unterrichtung.
Damals habe der Gemeinderat auf Wunsch von erheblichen Teilen aus der Bevölkerung beschlossen, dass Funkmasten nicht auf gemeindeeigene Gebäude gesetzt werden dürfen. Außerdem sei beschlossen worden, dass sich die Gemeinde nicht an der Suche nach geeigneten Standorten beteiligen solle. Damals habe er davor gewarnt, dass die Gemeinde damit jeglichen Einfluss aus der Hand gebe. Sofern Masten auf Gemeinde-Gebäuden installiert worden wären, hätte die Kommune wenigstens über vertragliche Regelungen ein Mindestmaß an Einfluss behalten. Der Mobilfunkpakt II biete keine rechtliche Handhabe.
Der Vorschlag der Gemeinde, die Sendeanlagen doch auf den Mast in Oberberg zu setzen, auf den die Sendeanlagen für den behördlichen Sonderfunk kommen sollen, wiesen die Vertreter von O2 und T-Mobile als technisch ungeeignet zurück. Dadurch ließen sich bestimmte Gebiete nicht erreichen.
Täglich, so erklärte es Mario Jaritz von T-Mobile, würden über den bestehenden Sender im Gewerbegebiet etwa 12 000 Gespräche abgewickelt. Deshalb könne es durchaus sein, so zitiert der Bürgermeister den Vertreter von T-Mobile, dass der Sender bald an seine Kapazitätsgrenze komme.
„Betrüblich“ stimme ihn, sagt Reichenwallner, dass man die Gemeinde in eine Ecke zu stellen versuche. „Wir haben uns gesetzeskonform verhalten. Als Gemeinde konnten wir nicht mehr machen.“ Außerdem habe er auch Offenheit gepflegt. Vertreter der Betroffenen hätten Einblick in den Schriftverkehr nehmen können und seien bei Besprechungen sowohl mit dem Gemeindetag wie auch mit Vertretern der Netzbetreiber hinzugezogen worden.
Sowohl der Bürgermeister wie auch Thomas Maier wollen nun versuchen, einen Fachmann vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz zum Thema Mobilfunk nach Garching zu holen. Der solle die Bevölkerung unabhängig informieren.
Als „ein sehr sachliches Gespräch“ bezeichnete Thomas Lichtenberger von O2 das Treffen in Garching. Trotzdem sei eine Einigung in allen Punkten nicht möglich gewesen. Für sein Unternehmen reichen die Standorte, der neue in Garching und der bestehenden in Hart, für die nächsten Jahre, um den Bedarf zu decken.
O2-Funkmast bleibt stehen
Garching (wt). Der O2-Mobilfunkmast auf dem ehemaligen Bogner-Gebäude in der Ferdinand-Wagner-Straße bleibt bestehen. Das ist das Ergebnis des Gespräches zwischen Mobilfunkbetreibern, der Gemeinde Garching und Vertretern einer Bürgerinitiative im Rathaus. Daran konnte auch die Demonstration am Dienstagnachmittag vor dem Rathaus (wir berichteten) nichts ändern.
Aktuelle Bildergalerien
Chiemgau-Online-Kicktipp
Meist gelesen
Kleinanzeigen
Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
K1 Kulturzentrum Traunreut
Sudoku
|
|
Sie wollen
|











