Im Berchtesgadener Land ist die Stimmung ausgesprochen positiv. „Ich schätze, dass 80 Prozent der Menschen im Landkreis für die Bewerbung sind, vermutlich sogar noch mehr“, sagt Ute Bischof. Sie ist Mitglied der Wirtschaftsjunioren im Rupertiwinkel und Landkreisvorsitzende des Vereins „OlympJA“, der im Vorfeld den Kampf gegen die Gruppierung „NOlympia“ antritt.
Der am 18. Januar im Landkreis gegründete Verein hat laut Bischof bereits 200 Mitglieder und über 600 Unterstützer in der Internetplattform „Facebook“. Geschimpft habe sie für ihr Engagement noch nie jemand, beteuert Bischof: „Von all den Kritikern, von denen man immer wieder hört, hat mich noch keiner direkt angesprochen. Die negativen Stimmen werden immer nur über die Medien transportiert.“
Man könne nach ihrer Einschätzung durchaus von einer Olympiabegeisterung im Landkreis BGL sprechen, beteuert Ute Bischof. Das gelte nicht nur für Funktionäre, Kommunalpolitiker und Sportler, sondern ziehe sich durch die gesamte Bevölkerung. Die Wirtschaftsjunioren im Rupertiwinkel hätten schon im Vorfeld in Freilassing eine Bevölkerungsbefragung durchgeführt. Bischof: „Die waren alle begeistert!“
„Das Stimmungsbild im Berchtesgadener Land ist völlig eindeutig pro Olympia“, sagt auch Andreas Bratzdrum. Der Büroleiter von Landrat Georg Grabner ist Koordinator der Olympiabewerbung im Berchtesgadener Land. „Die Leute hier sehen eher die Chancen, die die Olympischen Spiele mit sich brächten.“ Olympia würde die Infrastruktur, den Tourismus und den Sport, auch den in den Vereinen, weiterbringen. „Schimpfen höre ich hier im Landkreis überhaupt nie jemanden über die Bewerbung, im Gegenteil, viele sagen: Hoffentlich machen uns die Garmischer keinen Strich durch die Rechnung.“
Groß die Werbetrommel rühren muss Bratzdrum, der auch Vorsitzender des TSV Tittmoning ist, bei den Bewohnern im Landkreis nicht: „Wohin wir kommen, fragen uns die Leute von sich aus schon nach Werbemitteln, die sie gerne verteilen würden. Es herrscht Begeisterung bei uns im Landkreis, und viele hier verstehen nicht, was da andernorts für ein Theater gemacht wird.“
Trotzdem gibt es auch im Berchtesgadener Land kritische Stimmen. Die Landkreis-Grünen lehnen Olympia aus prinzipiellen Überlegungen ab und üben heftige Kritik am IOC: Die Verträge seien sittenwidrig, es handle sich um echte Knebelverträge, beteuerte GrünenFraktionssprecher Dr. Bartl Wimmer bei der Olympiadebatte im Kreistag. Dr. Wimmer äußerte auch sein entschiedenes Unverständnis, dass der notorisch klamme Landkreis Millionen ausgebe für die Ertüchtigung der Kunsteisbahn am Königssee.
Skeptisch gegenüber der Bewerbung äußert sich auch BNKreisvorsitzende Rita Poser: Sie befürchte, dass nach einem Zuschlag die Straße entlang der Rodelbahn massiv ausgebaut werden müsste und eine neue Brücke über die Königsseer Ache notwendig würde.
Die Fronten sind klar: „NOlympia“ gegen „OlympJA“. Welche der zwei Bürgerinitiativen am Ende die Nase vorn hat, ist offen. Beide Seiten wollen in den kommenden Wochen ihre Anhänger mobilisieren, damit möglichst viele zum Bürgerentscheid in Garmisch-Partenkirchen gehen. Ob das Votum die Entscheidung der Mitglieder im IOC beeinflusst, darf jedoch bezweifelt werden.
Gestern Abend entschied der Gemeinderat von GarmischPartenkirchen (nach Redaktionsschluss) über ein Bürgervotum. Die zwei Initiativen haben jeweils rund 2500 Unterschriften für beziehungsweise gegen die Austragung der Spiele in ihrem Ort gesammelt. Die beiden Bürgerbegehren waren Voraussetzung für einen Bürgerentscheid, der voraussichtlich Mitte Mai im Wintersportort zu Füßen der Zugspitze über die Bühne geht. Am 6. Juli entscheidet das IOC, wer die Spiele bekommt.
„NOlympia“ gegen „OlympJA“
Von Rainer-Georg Zehentner
Berchtesgadener Land / Garmisch. Bei Olympia-Befürwortern wie -Gegnern in der Region steigt die Spannung. In knapp 100 Tagen wird entschieden, ob München zusammen mit Garmisch-Partenkirchen und dem Königssee den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 bekommt. Neben München bewerben sich noch Pyeongchang und Annecy. Aber München könnte leer ausgehen, denn viele der 110 IOC-Mitglieder tendieren offenbar zur südkoreanischen Lösung. Das berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich auf IOC-nahestehende Kreise.
Berchtesgadener Land / Garmisch. Bei Olympia-Befürwortern wie -Gegnern in der Region steigt die Spannung. In knapp 100 Tagen wird entschieden, ob München zusammen mit Garmisch-Partenkirchen und dem Königssee den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 bekommt. Neben München bewerben sich noch Pyeongchang und Annecy. Aber München könnte leer ausgehen, denn viele der 110 IOC-Mitglieder tendieren offenbar zur südkoreanischen Lösung. Das berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich auf IOC-nahestehende Kreise.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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