Unter dem Titel „Auf zum Olymp“ werden erstmalig Jugendliche aus dem normalen Schulsystem, aber auch solche mit Migrationshintergrund und Behinderung für ein gemeinsames Theaterprojekt zusammengebracht. Die rund 50 Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren werden gemeinsam schauspielern, ein künstlerisch wertvolles Theaterstück erarbeiten und damit zu einem gemeinsamen Weg ermuntern. Denn sie haben alle das gleiche Ziel: den Olymp, der Ort an dem sich jeder verstanden, akzeptiert und in der Gemeinschaft integriert fühlen kann. Unter der künstlerischen Anleitung der international erfahrenen Regisseure Jens Neumann und Kolja Seifert können die Jugendliche ihre Wünsche und Träume und auch ihren Kampf um Akzeptanz darstellen.
Sie werden dabei durch die Begegnung in der Gruppe ihre Grenzen und Vorbehalte überwinden lernen und sich auch ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst werden. Aus ihrem Zusammenspiel soll ein packend, humorvolles Theatererlebnis entstehen, das der Gesellschaft den Spiegel vorhält, so die Überzeugung der Initiatoren.
Ideengeber für dieses Konzept war der Kinderstadl in Liedering. Aufführungen zu den verschiedensten Anlässen sind im Kinderstadl seit langem Tradition. „Jedes der Kinder bekommt eine Rolle und wird mit eingebunden“, erzählt die Leiterin Dagmar Gschoßmann. Derzeit sind 16 Kinder im Kinderstadl, darunter fünf mit besonderem Förderbedarf. „In unserer großen Freispielzeit lieben die Kinder Rollenspiele und entwickeln hier ihre Fähigkeiten“, erklärt Gschoßmann weiter.
Anhand persönlicher Erfahrungen hat auch Lions ClubPräsident Dr. Werner Pieper das Kinderstadl-Konzept schätzen gelernt und die „ tolle Entwicklung der Kinder hier miterlebt“, wie er bei der Scheckübergabe betonte. Mit der Spende wolle er dem Kindergarten-Team seine Anerkennung aussprechen und zum Weitermachen ermuntern. Mit den 1000 Euro kann nun endlich das Bad saniert werden, freute sich Dagmar Gschoßmann, „ich habe es schon genau im Kopf“. Seit rund 20 Jahren musste der Kinderstadl mit einer provisorischen Lösung auskommen.
Bürgermeister Hans Thurner brachte zum feierlichen Anlass einen Obstkorb für die Kinder mit und freute sich über die unverhofften finanziellen Mittel für die gemeindeübergreifend integrativ arbeitende Kinderbetreuungseinrichtung, deren finanzieller Rahmen stets angespannt sei. Wenn jeder seinen Beitrag leiste, könne man zusammen auch etwas bewirken, sagte Thurner. Er hatte zuammen mit Ute Lechner für die Charterfeier des Lions-ClubÜbersee-Forum am Chiemsee ein Kunstprojekt mit dem Titel „Die Erde ist keine vollkommene Kugel“ gespendet und mit dem Erlös aus dessen Versteigerung ebenfalls zum finanziellen Erfolg der Veranstaltung mit beigetragen.
Lions-Club fördert den Kinderstadl
Obing/Übersee (ca). Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat es sich das Lions-Club-Übersee-Forum zur Aufgabe gemacht, Brücken zu bauen für behinderte und benachteiligte Jugendliche aus der Region. Rund 30 Männer und Frauen engagieren sich unter anderem für Verständigung und ein gemeinschaftliches Miteinander. Mit dem Erlös aus der Charterfeier im Oktober in Kloster Seeon stehen nun die Mittel für ein integratives Theaterprojekt bereit. Außerdem bekommt der Kinderstadl Liedering 1000 Euro für die Sanierung des Badezimmers.
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