Pittenhart unterstützt von Anfang an die Arbeit von Irene Baumgartner. Seit Jahren gehören auch die Tachertinger Sternsinger, seit kurzem die Sternsinger aus Emertsham und Peterskirchen zu den Sammlern für das Kinderheim in Limuru. Am Sonntag, 2. Dezember, gehen die Peterskirchner Sternsinger von Haus zu Haus und bitten dabei um eine kleine Spende.
Anfangs hatte Irene noch ihren Mann an ihrer Seite in Afrika. Leider ist dieser seit Jahren schwer krank und auf häusliche Pflege angewiesen. Ihre Kinder sind inzwischen erwachsen und haben sich in Deutschland niedergelassen. Sie selber hat sich ihrer Aufgabe verschrieben und leitet ehrenamtlich „das Nest“ in Kenia. Jedes Jahr besucht sie einige Wochen ihre Heimat und versucht, die Kontakte zu Spendern und Förderern zu halten. Das ist wichtig, um die laufenden Kosten zu decken. Das Projekt ist zu klein, um für große Hilfsorganisationen interessant zu sein. Ein neues Babyhaus soll gebaut werden, da die Babystation völlig überfüllt ist, immer wieder Babies abgewiesen werden müssen. Baumgartner hofft, dass 2011 genügend Geld zusammen kommt und endlich gebaut werden kann.
Zu Weihnachten war Baumgartner wieder einmal nicht daheim. Ihr größter Wunsch, ihre kleine Enkeltochter zu sehen, muss noch warten. Durch die Arbeit in Kenia sieht sich die Familie nur einmal im Jahr „und das ist schon ein großes Opfer für eine leidenschaftliche Oma“, sagt Tochter Marlies.
Kenia ist inoffiziell eines der reicheren Länder Afrikas. Nicht unbedingt wegen der eher bescheidenen Bodenschätze, Exportgütern wie Kaffee, Tee, Blumen oder dem Tourismus, sondern wohl auch weil es im Ausland viele Kenianer gibt, die ihre Familien aus der Ferne finanziell unterstützen. Nur die Ärmsten der Armen bleiben auf der Strecke, weil es in Kenia kein soziales Netzwerk, Krankenversicherungen oder Hilfe für alleinerziehende Frauen gibt. Limuru, wo sich das Kinderheim befindet, ist eine kleine Stadt nordwestlich von Nairobi. Obdachlose Kinder, deren Mütter in Haft sind, finden hier vorübergehend ein Zuhause. Neben Nahrung, Kleidung und medizinischer Versorgung wird durch liebevolle Zuwendung versucht, ihnen über die Trennung von ihrer Mutter hinwegzuhelfen. Viele Kinder kommen traumatisiert oder in einem gesundheitlich bedrohlichem Zustand ins Nest. Zur Zeit leben rund 70 Säuglinge und Kinder bis zu 16 Jahren – darunter auch HIV-infizierte Kinder – im Nest. Die größeren Kinder besuchen eine staatliche Grundschule. Alle Kinder helfen bei den täglich anfallenden Arbeiten mit. Irene Baumgartner, sorgt sich mit ihren kenianischen Mitstreitern tagtäglich rund um die Uhr, an fast 365 Tagen im Jahr, um das Wohlergehen der Kinder. Die Mitarbeiter des Nests sind zur Ablehnung jeglicher Korruption angehalten, deshalb dauern einige bürokratische Prozesse auf staatlicher Seite oft länger als notwendig.
In der Regel werden die Kinder für die Dauer der Inhaftierung der Mütter oder der Eltern aufgenommen und neuerdings auch schulisch ausgebildet. Im Anschluss daran gibt es eine Rehabilitierungsmöglichkeit für die jungen Mütter, wo sie in einer ruhigen Umgebung an der Ausbildung ihrer Fähigkeiten arbeiten können. Wer mehr über die Arbeit von Irene Baumgartner wissen will, kann unter www.thenesthome.com nachlesen. Spenden für das Nest (bei Angabe der Adresse wird eine Spendenquittung zugeschickt), gehen an Kirchenstiftung Grabenstätt, Verwendungszweck: Afrikahilfe, BLZ: 710 520 50, Sparkasse Traunstein-Grabenstätt, Konto 854 489
Irene und ihre Nestkinder
Polling/Limuru (hm). Seit Jahren ist Irene Baumgartner aus Grünbach, Gemeinde Polling im Landkreis Mühldorf, Ersatzmutter für viele Babys und Kinder in Kenia. 1997 gründete sie das NestProjekt in Limuru, das Kindern in Not und deren inhaftierten Müttern eine Chance geben will. Es ist ein kleines, privates Hilfsprojekt mit deutschem Trägerverein und als eingetragene Stiftung in Kenia registriert. Auch in der Region hat sich eine Partnerschaft mit dem Nest-Projekt entwickelt, bestätigt Diakon Josef Stürzer.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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