„Investition in die Zukunft“

Trostberg (fam). Aufregung, viele neue Eindrücke und eine ungewohnte Situation: AlzChem-Betriebsratsvorsitzender Karl Held traf gestern wohl die Gefühlslage 35 Jugendlicher ganz gut, die er als neue Auszubildende im Chemiepark Trostberg begrüßte. Der eine oder andere hatte erst vor einigen Wochen sein schulisches Abschlusszeugnis überreicht bekommen, und nun bricht mit dem Ausbildungsbeginn ein neuer Lebensabschnitt an. Der Aufbruch ins Ungewisse wurde gestern jedoch durch freundliche Begrüßungsworte angenehm gestaltet.
35 Jugendliche traten gestern zu ihrem ersten Ausbildungstag im Chemiepark Trostberg an. Foto: fam
Zwei Unternehmen teilen sich den Chemiepark Trostberg: AlzChem und BASF. Hier werden die 35 Jugendlichen in den nächsten zweieinhalb bis dreieinhalb Jahren zu Industriekaufleuten, Kaufleuten für Bürokommunikation, Elektronikern für Betriebstechnik, IT-Systemelektronikern, Industriemechanikern, Chemikanten oder Chemielaboranten ausgebildet. Mit ihnen sind im Chemiepark Trostberg seit gestern 129 Ausbildungsplätze besetzt. Mit 1700 Beschäftigten zählen die beiden Unternehmen zu den bedeutenden Arbeitgebern in der Region.

AlzChem-Geschäftsführer Stefan Greger versprach gestern den 35 neuen Auszubildenden einen spannenden ersten Tag. Ausbildungsleiter ManfredHochreiter habe mit Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs ein paar interessante Tage vorbereitet. „Die Ausbildungsabteilung der AlzChem Trostberg freut sich sehr darauf, den heute hier anwesenden jungen Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung zu ermöglichen“, betonte Hochreiter. Die Zahl von 129 Ausbildungsplätzen zeige, welch große Bedeutung die Ausbildung bei AlzChem und BASF einnimmt. Ein erheblicher Anteil des Personalbedarfs werde in beiden Unternehmen im Chemiepark Trostberg sowie an den AlzChem-Standorten in Schalchen, Waldkraiburg und Hart mit Mitarbeitern abgedeckt, die in Trostberg ausgebildet werden. Zusätzlich führe der Chemiepark in einer Verbundausbildung für die Traunreuter Firma Siteco und die Trostberger Papierfabrik Rieger Ausbildungsabschnitte für die Berufe Industriemechaniker, Elektroniker sowie Maschinen- und Anlagenführer durch. Hochreiter: „Wir bieten Ihnen in allen Ausbildungsbereichen- und -abschnitten eine solide, fundierte, breitgefächerte Ausbildung und erwarten von Ihnen Ehrgeiz, Einsatz, Ausdauer, Engagement und Teamfähigkeit.“

Eine Garantie für die Übernahme nach der Ausbildung konnte Hochreiter nicht geben. „Doch schaffen Sie sich mit Einsatzbereitschaft, Fleiß und Engagement eine hervorragende Ausgangssituation für Ihre eigene Zukunft.“ Es liege nun an den 35 Auszubildenden, diese hervorragende Ausgangssituation zu erkennen und die Möglichkeiten daraus zu nutzen.

„Wir schaffen Perspektiven für unsere Standorte an der Alz, für unsere Mitarbeiter und von heute an auch für Sie“, erklärte Greger. Die AlzChem sei auf einem guten Weg, ihre Position auf dem Weltmarkt weiter auszubauen. „Bei einigen Produkten sind wir Weltmarktführer, bei anderen haben wir bedeutende Marktanteile.“

Greger weiter: „Wie jedes Jahr, stehen wir auch an diesem Tag an einem Neubeginn. Es ist der Beginn der Ausbildung von 35 jungen Menschen im Chemiepark Trostberg.“ Dieser Tag sei für die beiden Unternehmen genauso wie für die Jugendlichen ermutigend, hoffnungsvoll und motivierend. „Sie werden ab heute dafür sorgen, dass Sie mit Ihrer Ausbildung die wichtige Basis für Ihren beruflichen Werdegang schaffen.“

Christian Hemmerich, Geschäftsführer der BASF Construction Chemicals GmbH und Standortkoordinator der BASF, betonte, dass die Auszubildenden nicht nur Talent, sondernauch eine ordentliche Ausbildung bräuchten, um nicht als Qualifikant auf der Strecke zu bleiben. Um das zu verhindern, sei das „exzellente AusbildungsTeam um Manfred Hochreiter“ da. „Nicht umsonst gilt die Ausbildung im Chemiepark Trostberg seit langem mit als die beste in der gesamten Region.“

Jeder der Auszubildenden selbst sei gefordert, sich zu engagieren, sich einzubringen und sich anzustrengen. Hemmerich: „Ohne die manchmal von träumerischen Fantasten geschmähten vermeintlich typisch deutschen Tugenden wie Fleiß, Disziplin und Verlässlichkeit wird es nicht gehen. Doch jeder, der bereit ist, an sich zu arbeiten und sich weiter zu entwickeln, wird unter Anleitung seiner Ausbilder Erfolg haben.“

„Eure berufliche Bildung ist eine Investition in die Zukunft der AlzChem und in die Zukunft in euch junge Menschen“, sagte Held. Die AlzChem sei sich ihrer Verantwortung für die Region in puncto Ausbildung bewusst. Wichtig sei, dass jeder einzelne durch großen Einsatz und Fleiß seine Ausbildung absolviert. „Nutzt die Chance, die euch damit gegeben wird.“

Während der Ausbildung sei die Unterstützung der Eltern wichtig. „Auch gehört dazu, dass sich die Eltern während der Ausbildungszeit hin und wieder über den Ausbildungsstand durch den zuständigen Ausbilder informieren“, appellierte Held. Sollte es während der Ausbildung einmal Probleme geben, stünde die Tür zum Betriebsrat und zur Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) jederzeit offen. Als Vertreter der JAV begrüßte Christian Koll die neuen Kollegen, ein ProjektTeam ältere Auszubildende stellten ihnen das Programm der nächsten Tage vor, während der sie die neue Umgebung näher kennen lernen werden. Einen Einblick in die beiden Unternehmen erhielten die neuen Auszubildenden bereits gestern von der Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der AlzChem, Nicol Schindlbeck, und dem Leiter Personal und Kommunikation der BASF, Klaus Kamhuber.
Artikel vom 02.09.10
Weiterempfehlen Drucken