„So ein Flyer hat uns bisher in unserem Landkreis gefehlt“, betonte der Leiter der Erziehungsberatungsstelle der Caritas in Traunstein Dr. Alexander Lohmeier im Beisein der Mitinitiatoren der Broschüre, die von der Stadt und der TIME for kids Foundation (diese Organisation setzt sich für einen ganzheitlichen Kinder- und Jugendschutz insbesondere im Internet ein) finanziert wurde. 5000 Stück wurden zunächst gedruckt und werden in den Traunreuter Schulen sowie im Mehrgenerationenhaus und in Ämtern aufgelegt.
Dr. Helmut Wittmann, ehrenamtlicher Mitarbeiter der TIME for kids Foundation und Initialgeber des Flyers, hofft, dass der Flyer im Landkreis Traunstein wertvolle Dienste leiste und auch Vorbildfunktion für andere Kommunen und Landkreise einnehmen werde. In dem Flyer werden vier Experten aus der Region mit Foto und Text, Telefonnummer und E-Mail-Adresse vorgestellt, die zu bestimmtenThemen weiterhelfen können: Der Jugend- und Präventionsbeauftragte der Polizei im Landkreis Traunstein Markus Tettenhammer zu polizeilichen und rechtlichen Problemen, Dr. Alexander Lohmeier zu pädagogischen Problemen, der Medienbeauftragte der Mittelschulen im Landkreis Frank Gulden zu rechtlichen und pädagogischen Problemen sowie Benjamin Grünbichler (Geschäftsführer der Neon – Prävention und Suchthilfe Rosenheim) als Experte für Computerspielsucht.
Dazu werden die Organisationen Sin-net e.V. München, TIME for kids Foundation, der Kinderschutzbund Traunstein und die Heckscher-Klinik Rosenheim aufgeführt, die sich für ein sicheres Internet einsetzen und die bei Problemen helfen. Ebenso werden Internetadressen angegeben und beschrieben, die ein sicheres Surfen und einen sicheren Umgang mit neuen Medien unterstützen.
Bürgermeister Franz Parzinger lobte das Engagement aller Beteiligten, die an der Erstellung der „kleinen aber feinen Broschüre“ mitgewirkt haben. Dass das Internet heute zum Leben dazugehöre, bedürfe keiner Diskussion, sagte Parzinger und verwies gleichzeitig auf die Gefahren. Vor diesem Hintergrund regte er an, das Thema Jugendmedienschutz als Unterrichtsfach in den Schulen mit einzubinden. Parzinger: „Das Thema Internet in den Schulen wäre wichtig!“
Nach Aussagen des früheren Ministerialdirigenten im Bayerischen Kultusministerium Dr. Wittmann, habe das Kultusministerium 2009 den Schulen den klaren Auftrag erteilt, sich dem Internet zu öffnen und gleichzeitig auf die Gefahren hinzuweisen. In erster Linie seien aber die Eltern die Adressaten. Der vorliegende Flyer trage deshalb dazu bei, sich zu informieren und auf die Gefahren aufmerksam gemacht zu werden. Wittmann: „Auch hier gilt: hinschauen und nicht wegschauen.Einer aktuellen Studie zufolge, verbringen nach Angaben von Markus Tettenhammer Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren täglich 130 Minuten im Internet. Auch er warnte vor der dunklen Seite des Internets, die seinen Erfahrungen nach immer mehr zunehme und „unbeschreibliche“ Auswirkungen habe, die auch den Schulalltag belasten können. Er appellierte daran, den Kindern den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken und Computerspielen relativ früh aufzuzeigen.
Die Idee, diesen Flyer aufzulegen, ist im Rahmen eines von der Kreisjugendpflegerin Ulli Himstedt initiiertem Vernetzungstreffen im Landratsamt Traunstein über Chancen und Risiken im Netz mit dem Schwerpunkt Jugendschutz entstanden. Bei diesem Treffen waren verschiedene jugendpolitische Akteure aus dem Landkreis und der Lions Club Traunstein präsent.
Die Anregung von Dr. Helmut Wittmann, einen Flyer mit persönlichen Ansprechpartnern für den Landkreis Traunstein zu entwickeln, sei bei den Anwesenden auf große Zustimmung gestoßen, sagte Valentin Haase vom Traunreuter Jugendzentrum. Kurz vor dem 1. Traunreuter Medientag, den die Arbeitsgruppe Jim im Oktober letzten Jahres organisierte, hätten sich er und Dr. Wittmann kurz geschlossen und ein Konzept erarbeitet, das auf dem Medientag auf großes Wohlwollen gestoßen sei.
Die Stadt Traunreut und die TIME for kids Foundation hätten sich sofort bereiterklärt, den Flyer zu finanzieren, den auch der Leiter des Traunreuter Jugendzentrums, Stefan Stadler, begrüßt: „Durch das Internet wird man in der Jugendarbeit immer wieder mit Problemen konfrontiert, bei denen man ohne Spezialkenntnisse nur schwer weiterhelfen kann. Experten, die über diese Spezialkenntnisse verfügen, werden in diesem Flyer aufgeführt.“
Hinschauen statt wegschauen
Traunreut (ga). Wie alles im Leben, so hat auch das Internet zwei Seiten: Es kann ein Segen aber gleichzeitig auch ein Fluch sein. Um sich über die Chancen und Gefahren bewusst zu werden, wurde jetzt ein Flyer mit Anlaufstellen in der Region aufgelegt, die schnell und kompetent helfen können, wenn Kinder und Jugendliche Probleme im Internet haben. Das handliche Informationsblatt „Internet und neue Medien – (k) ein Problem?“ wurde im Traunreuter Rathaus offiziell präsentiert.
Im Traunreuter Rathaus wurde jetzt ein sechsseitiger Flyer mit Anlaufstationen vorgestellt, die kompetente Hilfe bieten, wenn Kinder oder Jugendliche Probleme im Internet haben. Die Infobroschüre, die zunächst in den Traunreuter Schulen und in Ämtern aufgelegt wird und auch Vorbildcharakter für andere Kommunen im Landkreis Traunstein sein soll, wurde von der Stadt Traunreut und der Time for kids Foundation finanziert. Foto: ga
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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