Harpfinger Tiere drehten mit Butt und Ribéry

Harpfing (uk). Der schwarze Panther „El Negro“, der erst zur Fußball-WM zusammen mit Bayern-Torwart Jörg Butt in einem Fernseh-Spot zu sehen war, war die Hauptattraktion für die Schüler der zwei siebten Klassen des Waldkraiburger Förderzentrums. Zusammen mit ihren Lehrkräften Ursula Beckmann und Johannes Huber erlebten sie gestern die aufregende Welt der Filmtiere auf dem Filmtierhof von Walter Simbeck in Harpfing.
„Papageien im Haar“ bestaunten die Schüler unter Aufsicht von Walter Simbeck (links). Foto: uk
Allerdings war „El Negro“ an diesem heißen Tag etwas müde, so dass er nur ansatzweise seine Sprungkünste zeigte. „Wir haben ihn von klein auf aufgezogen, so dass er zu uns großes Vertrauen hat“, erklärte Walter Simbeck den fragenden Schülern. Natürlich, so betonte er, dürfen solche Tiere nicht als Haustiere gehalten werden. Zur Haltung seien besondere Genehmigungen nötig.

Richtig anfassen und hautengen Kontakt aufnehmen konnten die Schüler aber mit den Riesenpapageien. „Diese beiden sind erst eineinhalb Jahre alt, können aber bis zu 70 Jahre altwerden“, erklärte Simbeck. Das eine oder andere Pflaster brauchte es aber trotzdem wegen einiger Kratzer, nachdem die zutraulichen Tiere auf den Armen von Schülern und Lehrern Platz genommen hatten. Auf der weiteren Tour durch den Hof erlebten die Schüler Alexandersittiche, einen weißen Pfau, dessen umher liegende Federn ein willkommenes Souvenir waren, dressierte Hunde, Marderhunde und die zwei Schweine Elsa und Borsty, die aus dem „Forsthaus Falkenau“ und aus einem Greenpeace-Spot bekannt sind. Im Wildgehege bestaunten die Schüler eine zahme Hirschkuh, die unlängst mit Frank Ribéry im Fernsehen zu sehen gewesen war, sowie Rehe, Schafe Hühner und weitere Kleintiere. „Zu unseren Tieren gehören aber auch Löwen, Elefanten und ein Nashorn – mit denen haben wir für Adidas einen WM-Spot gedreht“, so Simbeck. Diese Tiere seien aber zur Zeit „auf Arbeit“ unterwegs.

Walter Simbeck hat seine Arbeit mit den Tieren mit einer Zoohandlung in München begonnen. Vor etwa 25 Jahren, nachdem er sich zunächst in Amerika und später in der Schweiz der Dressur von Raubtieren zugewandt hatte, begann er mit der Dressur von Filmtieren. Schon vor Jahren entwickelte er das Konzept mit den dressierten Tieren bei der bekannten Fernsehshow „Vier gegen Willi“. Mittlerweile betreibt er diese verantwortungsvolle Arbeit mit den Tieren sehr professionell. Fast jeden Tag ist er mit einigen seiner Tiere unterwegs zu Filmaufnahmen, Theaterinszenierungen oder in die Fernsehstudios. „Wichtig ist uns auch der Tierschutz. Es darf kein undressiertes und damit unvorbereitetes Tier vor die Kamera. Es gibt viele Auflagen, die wir auch konsequent einhalten“, erklärte er den Schülern.

Auf seinem Hof bietet er Führungen für Gruppen und Schulklassen an, sowie „Zwergerlreiten“ für Eltern und Kinder ab vier Jahren und Reiterlebnisse für Kinder ab sechs Jahren. Immer wird den Kindern auch die Möglichkeit gegeben „ihre“ Lieblinge aus dem Fernsehen hautnah zu erleben. Informationen unter Tel. 0 80 74/9 15 60 96 oder www.Filmtiere-Simbeck.de
Artikel vom 15.07.10
Weiterempfehlen Drucken