Vertreter der rechten Szene, unter ihnen auch Norman Bordin, hätten einen Verein mit dem Namen „FreiRäume“ gegründet, erklärte Pfaffinger vor den etwa 180 Halsbachern, die zu der Versammlung ins Gasthaus „Mitterwirt“ gekommen waren. Der Verein sei bereits zur Eintragung angemeldet und solle seinen Sitz in Halsbach im ehemaligen Gasthaus Gruber haben. Der Blick auf das schon etwas heruntergekommene Gebäude des ehemaligen Gasthauses Gruber zeigt, dass sich auch hier die Zeiten geändert haben: über dem Haupteingang prangt ein blaues Schild mit der weißen Aufschrift „Haus der Kunst- und Meinungsfreiheit“. Damit werde das Gebäude zu einem Vereinsheim, sagte Pfaffinger. Nach der Satzung sei das auf einen Nenner gebrachte Ziel des Vereins die Förderung der Kultur, der Musik und der Nachwuchsbands, sagte der Bürgermeister.
Mit der Vereinsgründung sei der Gemeinde aber die Möglichkeit genommen, Veranstaltungen mit Auflagen zu versehen und diese Auflagen zu kontrollieren. Denn wenn Vereinsmitglieder zu Versammlungen oder Treffen zusammenkommen würden, dürften diese Treffen so stattfinden, wie die Veranstaltungen anderer Vereine auch.
Am kommenden Samstag gebe es jedoch eine Ausnahme. Da an diesem Abend bei einem rechten Konzert unter anderem die Band „Die Lunikoff-Verschwörung“ mit Michael Regener auftritt und Regener nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs nur unter Auflagen auftreten darf, habe, so Pfaffinger, die Polizei hier noch die Möglichkeit, den Bandauftritt zu beobachten und gegebenenfalls einzuschreiten. Außerdem gebe es mittlerweile Hinweise darauf, dass der Verein die Räume des ehemaligen Gasthauses in der Dorfmitte von Halsbach gepachtet habe.
Dennoch sollten die Halsbacher dieses Vorgehen der rechten Szene nicht einfach so hinnehmen und sich „wehren für unsere Freiheit“, forderte der Bürgermeister. Deshalb rief er die Halsbacher und Freunde auf, am Samstag still zu demonstrieren. Ab 17 Uhr am Samstag sollten sich die Demonstranten einfinden, um still aber bestimmt gegen Rechts zu demonstrieren. Pfaffinger rief aber die Halsbacher und deren Freunde auch auf, sich nicht provozieren zu lassen und mit Ruhe und Bestimmtheit ihre Würde zu wahren: „Für mich ist es wichtig, dass wir personell stark Flagge zeigen.“
Die Demonstration soll gegenüber des ehemaligen Gasthauses Gruber auf dem Dorfplatz am Straßenrand über die Bühne gehen. Der Protest solle still stattfinden. Denn mit Stille könnten die Rechten am wenigsten umgehen. Totschweigen alleine helfe nicht mehr, unterstrich Pfaffinger: „Die Demonstration soll ein Signal sein, dass wir unsere Würde verteidigen.“
Zur Besonnenheit rief auch Jürgen Garbe vom Polizeipräsidium Süd in Rosenheim auf. Denn sollten von Seiten der Halsbacher Rechtsverstöße geschehen, sei die Polizei gezwungen, einzuschreiten: „Es dient der Wirksamkeit des Protestes, wenn er ruhig bleibt.“ Er bestätigte, dass der bekannte Rechtsextremist Norman Bordin die Eintragung des Vereins beantragt habe. Beim Vereinsregister am Amtsgericht Traunstein ist der Verein jedoch noch nicht offiziell registriert. Das bestätigte gestern eine Mitarbeiterin. Über laufende Anmeldeverfahren werde jedoch keine Auskunft gegeben. Im Internet kursieren jedoch schon Aufrufe, dem Verein beizutreten.
Halsbach steht auf
Von Wolfgang Traup
Halsbach. Die Gemeinde Halsbach will am Samstag mit einer stillen Demonstration ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen. Anlass ist ein geplantes Konzert, das ein erst jüngst gegründeter Verein aus der rechten Szene im ehemaligen Gasthaus Gruber am Samstagabend veranstalten will. Das ist die wesentliche Aussage aus einer Sonder-Bürgerversammlung, in der Halsbachs Bürgermeister Georg Pfaffinger am Dienstag seine Bürger informierte.
Halsbach. Die Gemeinde Halsbach will am Samstag mit einer stillen Demonstration ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen. Anlass ist ein geplantes Konzert, das ein erst jüngst gegründeter Verein aus der rechten Szene im ehemaligen Gasthaus Gruber am Samstagabend veranstalten will. Das ist die wesentliche Aussage aus einer Sonder-Bürgerversammlung, in der Halsbachs Bürgermeister Georg Pfaffinger am Dienstag seine Bürger informierte.
Das ehemalige Gasthaus Gruber in Halsbach. Nun will sich die rechte Szene mit dem erst gegründeten Verein „FreiRäume“ in dem Vereinsheim, das den Namen „Haus der Kunst- und Meinungsfreiheit“ trägt, fester in der kleinen Gemeinde etablieren. Dagegen wollen die Halsbacher zusammen mit Freunden am Samstagabend demonstrieren. Foto: wt
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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