Großer Tag für Kinder und Eltern

Traunreut (ga). Der berühmte erste Tag ist für jedes Kind ein wichtiges Erlebnis. Für die ganz Kleinen, wie Karolina (2 Jahre), Jeremy (1,5) und Hanna (1¼) sowie für viele andere war es am gestrigen Mittwoch die Kinderkrippe in Traunreut. Die neu errichtete Tagesstätte hat gestern ihren Betrieb aufgenommen.
Ein Erlebnis für Eltern und Kinder: Die neue Kinderkrippe in Traunreut hat gestern ihren Betrieb aufgenommen. Fotos: ga
Während die kleine Hanna das neue Haus gleich in Beschlag nahm und sich krabbelnd auf dem Spielflur auf und davon machte, klammerten sich andere am Rockzipfel ihrer Mama fest oder inspizierten mit großen Augen die neue Umgebung. Alles hat seine Zeit: Damit sich die kleinen Besucher an ihre neue Umgebung gewöhnen und ihnen der Abschied von Mama oder Papa leichter fällt, gibt es zunächst Schnuppertage.

Brigitte Weiglein, die Mama der zweijährigen Karolina, hat sich zwei Wochen Urlaub genommen, um die Eingewöhnungsphase abzuwarten. „So bin ich jederzeit erreichbar und kann Karolina abholen, sollte es Probleme geben.“ Für die Altenpflegerin, die 30 Stunden die Woche arbeitet, ist die Einrichtung ein Segen. Die Krippe sei dringend notwendig gewesen und ist „wirklich toll.“ So ließen sich Familie und Beruf gut verbinden, auch wenn die Kinder noch klein seien.

Ideal findet auch die Mutter der kleinen Hanna die neue Tagesstätte. Die aus Kirchweidach stammende junge Mutter arbeitet an drei Vormittagen bei Siteco und will ihre kleine Tochter in dieser Zeit gut versorgt wissen.

Mit der Einrichtung betritt nicht nur die Stadt als Träger der Krippe Neuland, sondern auch das Personal. Der Großteil der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen ist aber sehr erfahren und hat sich zusätzlich ausbilden lassen. Käthe Seehars aus Altenmarkt hat bereits Krippen-Erfahrung. „Es ist erstaunlich, wie schnell die Kleinsten sich aneinander gewöhnen und Gemeinsamkeiten entwickeln“, stellte sie fest. Die Erzieherin freut sich auf ihre neue Aufgabe, mit der sie sehr zuversichtlich in die Zukunft blickt. Zunächst müsse sich alles einspielen und müssten die Kinder behutsam an ihre neue Umgebung herangeführt werden. So ist es in den ersten Tagen möglich, die Kinder stundenweise an die Einrichtung zu gewöhnen. Der erste Tag war nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern ein großes Erlebnis. Brigitte Weiglein: „Ich glaub’, ich bin aufgeregter als meine Tochter!“

Noch steht nicht alles an seinem Platz, und es gibt noch jede Menge zu tun, um die neue Herberge gemütlich einzurichten. Vorrang haben aber die Kinder, für die die Einrichtung den Beginn eines neuen Lebensabschnitts darstellt.

Wie berichtet, hatten die Handwerker in den letzten Wochen Tag und Nacht auf Hochtouren gearbeitet, um den Einzugstermin einzuhalten. Noch nicht fertig sind die Außenanlagen, die Arbeiten werden noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Nach Angaben der Krippen-Leiterin Gerti Huber gibt es nur noch vereinzelt freie Plätze. Die Krippe ist für 50 Kinder ausgerichtet. In den vier Gruppen werden je etwa zwölf Kinder bis zu drei Jahre betreut. Das jüngste angemeldete Kind ist zehn Monate alt.
Artikel vom 02.09.10
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