Um 4.15 Uhr meldete ein Anwohner im Ortsteil Gartenau per Notruf, dass in der Nachbarschaft das Gebäude eines Kunststoff verarbeitenden Betriebes brenne. Schon beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein großer Teil des Hauptgebäudes in Brand und die Flammen schlugen 40 Meter hoch in den Nachthimmel. Die umfangreichen Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hinweg. Die letzten Glutnester konnten erst gegen 8.30 Uhr abgelöscht werden. Weil sich durch das Feuer tiefschwarze Rauchwolken bildeten, wurden die Nachbarn gewarnt, Fenster und Türen geschossen zu halten.
Ein Feuerwehrmann musste mit einer Verbrennung an der Hand ins Krankenhaus. Auch ein Arbeiter einer benachbarten Firma erlitt eine Rauchgasvergiftung und eine Anwohnerin musste wegen eines Schocks medizinisch versorgt werden. Durch das Feuer wurden die Werkhalle einer Firma für Formenbau und einige hochwertige Produktionsmaschinen weitgehend zerstört. Zudem haben 15 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren und die Firma kann derzeit nicht in Produktion gehen. Die Kripo Traunstein hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Auch ein Brandgutachter des LKA wurde hinzu gezogen. Im Einsatz waren 210 Feuerwehrleute auch aus dem benachbarten Österreich. Das Rote Kreuz war mit 17 Sanitätern, zwei Notärzten und sieben Fahrzeugen vor Ort.
Großbrand: Schaden in Millionenhöhe
Berchtesgaden. Schaden in Millionenhöhe entstand bei einem Brand in einem Gewerbebetrieb in der Unterau im Berchtesgadener Land in der Nacht auf Donnerstag. 210 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Drei Menschen mussten ärztlich versorgt werden.
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