Die Würdigung der über Jahrzehnte währenden ehrenamtlichen Tätigkeit der beiden im und um das Schloss Pertenstein stand vor der offiziellen Tagesordnung, die Hans Lauber mit seinem Rückblick eröffnete. „Nichts Aufregendes und Großes“, so meinte er, habe der Heimatbund zu bieten. Aber der Vorstandschaft gehe es in erster Linie darum, das in vier Jahrzehnten erarbeitete Vermögen des Vereins auch künftig zu sichern.
So erstattete Vereinskassier Erich Greimel einen umfassenden Finanzbericht – mit dem erfreulichen Resultat, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz hoher Wasser- und Kanalanschlusszahlungen verbliebene Restschulden durch großzügige Spenden getilgt werden konnten. So geht der nun schon 42 Jahre agierende Schlossverein nicht nur ohne rote Zahlen, sondern mit einem guten Polster ins neue Jahr.
Die Ausgaben für Pachtzins, Versicherungen und alle sonstigen Aufwendungen konnten durch Mieteinnahmen, ein Dutzend eigener Kulturveranstaltungen, zahlreiche private Feste und durch die neuen „Theaterfabrik“-Initiativen unerwartet problemlos abgefedert werden. An die 20 eigene Kultur-Events haben die versiert agierenden Helfer um Mathias Mollner in Pertenstein auf die Beine gestellt, so dass, nach Meinung des Vorsitzenden Hans Lauber, das neue Veranstaltungsjahr, zusammen mit dem „Orff ’95“ und der Akademie für Musik, Tanz und Theater nicht nur wirtschaftlich, sondern auch das gesellschaftlich gute Aussichten habe.
Positiv von den anwesenden Vereinsmitgliedern wurden auch die Beschlüsse der Vorstandschaft aufgenommen, die die künftige Zusammenarbeit mit den örtlichen Kulturträgern anstrebt, die Umwidmung des Marstallsaales als öffentliche Versammlungsstätte vorantreibt und die Renovierung und Bewohnbarmachung des historischen Hauses am Frauenbrunn in Reichweite gebracht hat. Mit Mathias Schneider aus Oderberg, der dort als schon erfahrener Holzschnitzer quasi eine Künstler-Klause belebt, erhält das ehemalige Dorfschulhaus auch wieder seinen einstigen Kosenamen „Schneiderhäusl“.
Die Vorstandschaft des Heimatbundes hatte nach Aufforderung durch die Fachbehörde des Landratsamtes Traunstein und im Einvernehmen mit den Grafen Hans Veit und Ignaz zu Toerring–Jettenbach die Umwidmung des Marstallsaales zu einer öffentlichen Versammlungsstätte nach Maßgabe rechtlicher Bestimmungen beschlossen.
Die notwendigen Baumaßnahmen sollen von den Eigentümern und dem langjährigen Pertensteiner Architekten Dipl.-Ing. Thomas Lauer vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege abgestimmt werden. Die kulturelle Zusammenarbeit mit dem Verein „Die Theaterfabrik Traunreut“, dem „Orff ’95“ und der hier vor Jahren gegründeten Akademie für Musik, Tanz und Theater wird vom Heimatbund Schloss Pertenstein ausdrücklich gewünscht und unterstützt.
Abschließend bezeichnete Ortsheimatpfleger Johannes Danner die vom Heimatbund Schloss Pertenstein geleistete Vereinsarbeit als vorbildlich, denn sie gereiche der Heimat und dem Gemeinwohl im Stadtgebiet zur Ehre. Spontaner Beifall der Anwesenden signalisierte allgemeine Zustimmung.
Gedenken an Ehrenvorsitzenden
Traunreut (he). Am Sonntag, 5. Februar, waren es auf den Tag genau 21 Jahre, dass der Gründer und Ehrenvorsitzende des Heimatbundes Schloss Pertenstein, Johann Mittermaier sen., unerwartet aus dem Leben gerissen worden ist. Ihm zum Gedenken hat die ordentliche Generalversammlung des Heimatbundes, die am selben Tag stattfand, mit einer Schweigeminute begonnen, in die auch Jakob Lauber eingebunden wurde, der im Sommer des vergangenen Jahres verstorben war. Eine Original-Büste von Johann Mittermaier, 20 Jahre Vorsitzender des Heimatvereins, wurde seinem gleichnamigen Sohn und langjährigem Vorstandsmitglied als bleibende Erinnerungsgabe für seine Familie überreicht. Eine Bronze-Kopie ist im Schloss eingemauert.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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