Wie berichtet, gehört Alexander Komlew zu den drei aufstrebenden Filmmusik-Schaffenden, die eine Fachjury unter rund 1000 Bewerbern für die Endausscheidung der „Score Competition“ beim „Berlinale Talent Campus“ ausgewählt hatte. Am Donnerstagabend wurde der 28-Jährige bei der Abschlussveranstaltung im Theater „Hebbel am Ufer“ zum 2. Sieger gekürt – hinter dem Kolumbianer Camilo Sanabria und vor Vladimir Chab aus Tschechien.
„Ein wenig enttäuscht bin ich schon, dass es nicht für den ersten Platz gereicht hat“, sagte das musikalische Multitalentaus Traunreut, freute sich aber über das überraschend dicke Trostpflaster. Weil es eine sehr knappe Entscheidung um den Sieg war, hatten die Macher des Nachwuchswettbewerbes kurzerhand noch eine Aufwertung des 2. Preises organisiert. Alex Komlew darf noch eine weitere Komposition mit dem Filmorchester Babelsberg einspielen.
„Das war ja schon das Highlight bei der Produktion des Wettbewerbbeitrags“, so der Münchner Musikhochschüler. Das 60-köpfige Orchester nun noch einmal zur Verfügung zu haben, sei „eine große Ehre und Chance.“ Konkrete Ideen, diese Zusammenarbeit in ein weiteres Filmprojekt einfließen zu lassen, gebe es bereits – dank der vielen Kontakte zu Filmschaffenden und Regisseuren, die Komlew bei der Berlinale knüpfen konnte.
Abseits vom Starauftrieb mit Leonardo di Caprio und Co. bot der Berlinale Talent Campus 350 jungen Filmschaffenden aus 95 Ländern wieder die einmalige Gelegenheit, die Besten ihres Faches in Workshops und Trainingssessions hautnah zu erleben – unter dem Motto „Cinema needs Talent – Looking for the Right People“.
Das Ausnahmetalent des Filmmusik-Trios aus Kolumbien, Tschechien und Traunreut durfte man am Donnerstag bei der Uraufführung ihrer Werke erleben. Vertont hatten die Drei jeweils einen Auszug des Kurzfilms „Please Say Something“, mit dem David O'Reilly 2009 einen Goldenen Bären gewonnen hatte. Ein Animationsfilm in früher C64-Computerspieloptik, in dem eine Katze und eine Maus die Höhen und Tiefen der Zweisamkeit erleben. Diese Epidsode hat Komlew mit perfektem Timing und ausgeprägtestem Mut zu großen Gefühlen musikalisch in Szene gesetzt.
Die gut einwöchige harte Arbeit in Berlin hat sich für den Traunreuter gelohnt – wegen der vielen guten Ratschläge von Experten seiner Branche, allen voran dem Oscar-nominierten französischen Filmmusiker Alexandre Desplat („New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“, „Der seltsame Fall des Benjamin Button“). Und weil sich der 28-Jährige nun in seinen langfristigen beruflichen Plänen bestärkt sieht. „Die Filmmusik hat es mir angetan, darauf möchte ich mich konzentrieren.“
Spaß macht ihm die PopSchiene zwar immer noch – in seinem Münchner Studio produziert er so Namhaftes wie die neue Monrose-Single oder das Album von OchsenknechtSprössling Jimmy Blue. „Auf Dauer möchte ich mich aber auf Film-Scores spezialisieren“, sagt Alex Komlew. „Da kann man vielfältige Emotionen auslösen oder verstärken. Wenn Menschen mit Tränen in den Augen im Kino sitzen, dann liegt das in vielen Fällen an der Filmmusik.“
„Schindlers Liste“ oder der Kriegsfilm „Der schmale Grat“ sind in seinen Augen und Ohren zwei von vielen Beispielen dafür, dass Komponisten einen ähnlich wichtigen Beitrag zur emotionalen Wirkung eines Filmes und zum Zauber des Kinos leisten wie Drehbuchautoren, Kameraleute oder Regisseure.
Alex Komlews musikalische Qualitäten sind derzeit ohnehinschon bundesweit in den Kinos zu hören, in „Rock it“. Der 28-Jährige hat für das TeenieMusical, in dem auch der Tittmoninger Ben Münchow mitspielt, einige Darsteller an Instrumenten trainiert und klassische Arrangements zum Soundtrack beigesteuert.
Ob Komlews Talente irgendwann auch mal in Hollywood gefragt sein könnten? Sein siegreicher Kollege aus Kolumbien jedenfalls kann den Markt für die Berlinale-Talente nun schon mal sondieren.
Er will „Tränen in die Augen zaubern“
Von Thomas Thois
Berlin/Traunreut. Zwar musste er seinem kolumbianischen Konkurrenten den 1. Preis überlassen, nämlich einen einwöchigen Sofort-Trip in die Film- und Soundschmieden von Los Angeles. Doch auch ohne das direkte Sprungbrett nach Hollywood dürfte Alex Komlew auf lange Sicht noch einiges von sich hören lassen im internationalen Filmgeschäft. Jedenfalls hat der 28-jährige Traunreuter bei der 60. Berlinale eine glänzende Talentprobe abgegeben und den 2. Platz in der „Score Competition“ belegt, einem anspruchsvollen Filmmusik-Wettbewerb.
Berlin/Traunreut. Zwar musste er seinem kolumbianischen Konkurrenten den 1. Preis überlassen, nämlich einen einwöchigen Sofort-Trip in die Film- und Soundschmieden von Los Angeles. Doch auch ohne das direkte Sprungbrett nach Hollywood dürfte Alex Komlew auf lange Sicht noch einiges von sich hören lassen im internationalen Filmgeschäft. Jedenfalls hat der 28-jährige Traunreuter bei der 60. Berlinale eine glänzende Talentprobe abgegeben und den 2. Platz in der „Score Competition“ belegt, einem anspruchsvollen Filmmusik-Wettbewerb.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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