„Ich bin maßlos enttäuscht was da passiert ist, vor allem, wie man mit uns Pächtern umgegangen ist. Keine Informationspolitik, kein Kontakt, einfach in der Luft hängengelassen, das ist schon traurig“, klagte Martin Huber gestern im Gespräch mit Ihrer Lokalzeitung. Und er legte nach: „Müller-Brot hat grob fahrlässig gehandelt, das Unternehmen wäre in der Bringschuld gewesen, aber nichts ist gekommen.“
Nachdem bekannt geworden war, dass Mäusekot und Ungeziefer in Backzutaten und Maschinen in der Fabrik in Neufahrn überhandgenommen hatten, sei sein Umsatz in Altenmarkt dramatisch eingebrochen. Bis zu 70 Prozent seien es gewesen. „So etwas bringt dich an den Rand des Ruins“, klagt Huber, der die Müller-Filiale jetzt im vierten Jahr mit vier Mitarbeitern führte. Erfahren hatte Huber von den Hygienemängeln aus der Zeitung. „Uns wurde ja zunächst gesagt, wegen eines Brandes in der Produktionsstätte könne nur bedingt geliefert werden“, erzählt Martin Huber. Und auf diesem Stand sei er noch in der letzten Woche gewesen, als der Skandal längst deutschlandweit die Runde machte.
Anfangs habe er weiterhin Ware bestellt, er habe dann Fremdware bekommen. In der letzten Woche sei dann aber bei ihm die Entscheidung gereift, die Bäckerei zu wechseln. „Herr Böhr hat den Vertrag mit Müller-Brot fristlos zum Monatsende gekündigt, so ist der Weg frei für einen neuen Zulieferer“, berichtet Huber weiter. Ab sofort könne er wieder positiv in die Zukunft schauen, denn die Firma Wünsche sei neuer Vertragspartner. Zur Information: Backstube Wünsche GmbH mit Sitz in Gaimersheim und Backzentrum in Kolbermoor beliefert bereits zahlreiche Edeka-Filialen.
„Die Qualität bei Wünsche ist bestens und auch die Preise werden nach unten gehen, im Schnitt so zehn Prozent“, kündigt Huber an. Übrigens: Die MüllerBrot-Werbung über dem Eingang direkt unter „Edeka Böhr“ wird nicht mehr lange hängen. Mit dem Abmontieren habe er bereits begonnen. Die Leuchtreklame sei längst ausgelöscht.
Nur gut, dass Huber keine Kaution bei Müller-Brot hinterlegt hat. Während andere Pächter Gelder in fünfstelliger Höhe geleistet hatten und kaum Chancen sehen, sie zurückzubekommen, ist der 31-Jährige hier aus dem Schneider. Huber hat die Kaution nämlich bei seiner Hausbank hinterlegt und darauf hat Müller-Brot keinen Zugriff.
Ein Opfer von Müller-Brot
Von Karlheinz Kas
Altenmarkt. Ob es bei Müller-Brot einen Neustart gibt oder nicht, ist Martin Huber egal. Der 31-jährige Jungunternehmer aus Obing hat als Pächter der Altenmarkter Müller-Filiale im Haus von Edeka-Böhr nach eigenen Worten zuletzt „die schlimmsten drei Wochen seines Lebens“ mitgemacht. Seit dem Hygieneskandal bei der Großbäckerei in Neufahrn habe er kaum ein Auge zugemacht.
Altenmarkt. Ob es bei Müller-Brot einen Neustart gibt oder nicht, ist Martin Huber egal. Der 31-jährige Jungunternehmer aus Obing hat als Pächter der Altenmarkter Müller-Filiale im Haus von Edeka-Böhr nach eigenen Worten zuletzt „die schlimmsten drei Wochen seines Lebens“ mitgemacht. Seit dem Hygieneskandal bei der Großbäckerei in Neufahrn habe er kaum ein Auge zugemacht.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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