Doppelhaus steht in Flammen

Hart/Alz (mw). Ein Brand hat am Sonntag in einem Wohnhaus am Wiesenweg in Hart/Alz mehr als 100 000 Euro Schaden angerichtet. Kurz nach Mitternacht war das Feuer in einem Zimmer ausgebrochen und schnell auf den Keller des Hauses übergegriffen, teilte die Polizei in Rosenheim mit. Die 79-jährige Bewohnerin wurde zur Beobachtung in die Kreisklinik Altötting gebracht. Die Löscharbeiten gestalteten sich zunächst wegen der starken Hitzeentwicklung und später wegen des gefrierenden Löschwassers schwierig. Die Ursache für das Feuer war zunächst nicht bekannt.
Zwei Zimmer im Erdgeschoss des Hauses in Hart/Alz brannten komplett aus. Foto: mw
Einen Großeinsatz hatten die Feuerwehren Garching, WaldAlz, Engelsberg und HirtenNeukirchen/Alz in der Nacht auf Sonntag in Hart/Alz zu bewältigen. Als die Einsatzkräfte gegen 23.58 Uhr am Wiesenweg eintrafen, schlugen ihnen im Erdgeschoss einer Doppelhaushälfte bereits Flammen entgegen. Die 79-jährige Bewohnerin hatte sich noch rechtzeitig aus dem Haus retten können, sie wurde von BRK-Einsatzkräften betreut und später in die Altöttinger Kreisklinik gebracht.

Die Einsatzleitung hatten Kommandant Wolfgang Buchner und Zweiter Kommandant Josef Langschartner junior. Unter Atemschutz drang der erste Trupp der Garchinger Wehr in das Haus ein, musste sich jedoch wegen der gewaltigen Hitzeentwicklung im Kellerabgang wieder zurückziehen. Gleichzeitig wurde der Brand durch offene Fenster von außen bekämpft. Da ein hoher Bedarf an Atemschutzgeräteträgern bestand, wurden die Nachbar-Feuerwehren Engelsberg und NeukirchenHirten nachalarmiert. Nach kurzer Zeit konnte der erste Atemschutztrupp bei Null-Sicht in die Innenräume des Hauses vordringen, die Atemschutztrupps aus Wald und Engelsberg rückten mit Wärmebildkameras nach. Erschwert wurde das Vordringen durch viele Gegenstände, die überall herumstanden und lichterloh brannten. Mit drei C-Rohren wurde der Brand im Innenangriff dann gelöscht. Ein weiteres Problem waren die eisigen Temperaturen: Bei minus 15 Grad gefror das Löschwasser. Die etwa 60 Einsatzkräfte wurden von Nachbarn mit warmem Tee versorgt.

Durch den Einsatz konnte größerer Schaden verhindert werden. Zwar sind im Erdgeschoss zwei Zimmer sowie der Treppenraum vom Keller bis in das Dachgeschoss völlig ausgebrannt. Die angebaute Haushälfte wurde aber so abgeschirmt, dass die Flammen nicht übergriffen. Gegen 2 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Anschließend mussten noch Glutnester gelöscht und das Gebäude mittels Überdrucklüfter entraucht werden. Die letzten Einsatzkräfte rückten gegen 6 Uhr ab. Die Brandursache konnte noch nicht geklärt werden, die Kripo nahm die Ermittlungen auf.
Artikel vom 06.02.12
Weiterempfehlen Drucken