Das Thema soll bei der anstehenden Anliegerversammlung behandelt werden. Aufgrund der schwierigen Höhenverhältnisse der Straße und der Hauszugänge wird das Planungsbüro Strasser mit der Höhenvermessung beauftragt, um eine Vorplanung entwickeln zu können. Die dafür notwendigen Kosten werden mit etwa 4000 bis 5000 Euro veranschlagt. In der Diskussion wurde auch angeregt, wenigstens den unteren Bereich für den Kraftverkehr zu schließen.
Auch ein erneutes Kostenübernahme-Ansuchen der Pfarrkirchenstiftung im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung des Kindergartens „Arche Noah“ im Rahmen des Konjunkturprogrammes II stand auf der Tagesordnung. Bereits im September 2009 hatte die Gemeinde einer Kostenübernahme in Höhe von einem Drittel der Kosten, maximal aber 16 500 Euro zugestimmt. Nun legte das Erzbischöfliche Ordinariat eine erneute Anfrage vor, bei der die Deckelung des Gemeindeanteils nicht eingearbeitet ist, wobei in der Vereinbarung geregelt ist, dass bei Kostenmehrung eine Zustimmung der Gemeinde notwendig wäre. Der Gemeinderat lehnte einstimmig diese Neuvorlage ab und verwies auf seine Zusage vom September 2009.
Eingehend diskutiert wurde auch die Schaffung einer Kinderkrippe in Schnaitsee. Nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz ist die Gemeinde für die Sicherstellung eines ausreichenden Kinderbetreuungsangebotes zuständig. Der Bedarf für Kinder unter drei Jahren konnte bisher vom Kindergarten bewältigt werden. Derzeit werden vormittags vier und nachmittags fünf Kinder unter drei Jahren betreut.
Eine Umfrage ergab aber für das Jahr 2010/2011 bereits einen Bedarf für 15 Kinder. Dieser kann vom Kindergarten nicht mehr abgedeckt werden, zumal die Kindergartenanmeldungen angestiegen sind. Wenn das Ziel von Bundesregierung und Freistaat Bayern erreicht werden soll, ab 2013 einen generellen Anspruch an Kinderbetreuung unter drei Jahren zu gewährleisten, sind Maßnahmen notwendig. Die Schaffung von Kinderkrippen soll bis dahin mit 60 bis 80 Prozent der Investitionen gefördert werden. Kindergarten und Pfarrkirchenstiftung haben die Bereitschaft erklärt, für eine Kinderkrippe die Trägerschaft zu übernehmen. Die Finanzierung von Personal und Unterhalt gestaltet sich analog zumKindergartenbetrieb. Mit Blick auf die bereits recht gut laufende Mittagsbetreuung von Schulkindern durch den Kindergarten wurde dies von der Gemeinderatsversammlung als positiv gesehen. Nun steht die Frage nach geeigneten Räumlichkeiten an.
Bürgermeister Vitus Pichler regte an, auch in Hinblick auf den Erhalt der Gebäude, Räume in der Schule zu finden. Auch mehrere Gemeinderäte sahen die Chance, den Bestand der Schule multifunktional zu sichern. Auch wurden die, während der Kindergartensanierung vorübergehend genutzten Räumlichkeiten der Jugend im Pfarrheim ins Gespräch gebracht.
Der Kirchenweg soll saniert werden
Schnaitsee (hel). In seiner Sitzung befasste sich der Gemeinderat Schnaitsee unter anderem mit dem desolaten Zustand des Kirchenweges. Eigentlich eine schöne Ortsansicht mit seiner ansteigenden Wegführung und der imposanten Pfarrkirche als Krönung, leidet er doch derzeit an starken Straßenschäden und bietet auch durch seine vernachlässigte Gestaltung keinen erhebenden Anblick. Um rasch Abhilfe zu schaffen, beschlossen die Räte einstimmig, die Sanierung im Rahmen der städtebaulichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ortsgestaltung voranzutreiben. Weiten Raum nahm auch die Schaffung von Krippenplätzen ein.
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