Denkmal-Liste für Schnaitsee erneuert

Schnaitsee (uk). Mit sehr positiven Zahlen wartete der Schnaitseer Geschäftsleiter Thomas Perreiter bei der Bekanntgabe der Jahresrechnung für 2009 auf. Besonders erfreulich sei, dass der Ansatz bei der Gewerbesteuer von 880 000 Euro um rund 425 000 Euro übertroffen wurde. Weiter wurde ein Zuschuss von 1749 Euro für das Tierheim Trenkmoos bewilligt, und aus der Denkmalliste wurde eine Reihe von Objekten im Schnaitseer Gemeindegebiet herausgestrichen, andere dafür neu aufgenommen.
Sehr positiv bewertete der Gemeinderat die perfekte Integration eines Rotmarmorportals aus dem Jahr 1776 in einen Wohnhausneubau in der Waldhauser Marienstraße.
Auch der unerwartete Verkauf des gemeindlichen Mehrfamilienhauses brachte für die Jahresrechnung 2009 ein dickes Plus. So konnte nicht nur ein erheblicher Betrag von fast 1,2 Millionen der Rücklage zugeführt werden, sondern auch die Schulden im Haushalt wurden erheblich vermindert – auf jetzt rund 414 000 Euro. Für den Bericht bekam Perreiter kollektive Anerkennung aller Ratsmitglieder, die bei dieser Sitzung allerdings durch mehrere Urlauber ziemlich ausgedünnt waren.

Eine längere Diskussion brachte der Antrag auf Zuschuss für das Tierheim in Trenkmoos mit sich. Das Tierheim hat derzeit einen finanziellen Engpass, weil das Spendenaufkommen zurückgegangen ist und für die Kanalisation ein hoher Betrag aufgewendet werden muss. Es wurde im Rat kritisiert, dass oft unverhältnismäßig hohe Kosten bei den Fundtieren entstünden. „Aber“, wie Bürgermeister Vitus Pichler am Ende feststellte, „es bleibt uns nichts anderes übrig, denn es ist eine Pflichtaufgabe, für aufgefundene Tiere aufzukommen.“ 1749 Euro wurde als Zuschuss einstimmig bewilligt.

Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege informierte die Gemeinde über die Nachqualifizierung und Revision der Denkmalliste für Objekte in der Gemeinde Schnaitsee. Dabei wurden ein Einfirsthof aus dem 18. Jahrhundert in Ed, ein freistehender Bundwerkstadel in Eggerding, ein Nebengebäude in Götzberg, ein Kleinbauernhaus in Waldhausen und ein Zuhaus in Zansham aus der Liste gestrichen. Diese Objekte stehen allesamt bereits nicht mehr. Neu aufgenommen wurden ein Bildstock in Fernbromberg, eine Hofkapelle in Holzmann, ein Bildstock in Kollmann, ein Rotmarmorportal in der Waldhauser Marienstraße und ein Bildstock bei der Fahrnbichlstraße in Schnaitsee. Besonders das Portal aus dem Jahr 1776, das in einen Neubau integriert wurde, wurde vom Schnaitseer Rat sehr positiv bewertet. Die Gemeinde wird die Eigentümer vorab informieren. Zu diesem Thema passend wurde ein Antrag auf einen Zuschuss zur Denkmalpflege für die Dachsanierung in Waldhausen Marienstraße einstimmig abgelehnt. Bei einem Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der Kreisbaumeisterin, dem Landratsamt und dem Eigentümer, wurde festgestellt, dass das Gebäude sich in einem desolaten Zustand befindet. Im Gegensatz zur Denkmalpflege wurde von Gemeindeseite aus festgestellt, dass eine Sanierung nicht mehr mit vertretbaren Mitteln möglich ist.
Artikel vom 08.09.10
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