Demo gegen Mobilfunkmast

Garching (wt). Etwa 40 Betroffene haben gestern am Nachmittag vor dem Garchinger Rathaus gegen den Mobilfunkmasten auf dem ehemaligen Bogner-Gebäude demonstriert. Anlass war ein Gespräch zwischen Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner, Vertretern der Anlieger und den Netzbetreibern O2 und T-Mobile.
Mit Transparenten und einem Spruchband demonstrierten die Betroffenen gestern am Nachmittag zusammen mit etlichen Kindern vor dem Garchinger Rathaus gegen den bereits installierten Mobilfunkmasten auf dem ehemaligen Bogner-Gebäude in Garching. Foto: wt
Mit Transparenten auf denen stand „Ich möchte keinen Handy-Masten vor meinem Zimmer“ oder „Großer Feldversuch mit Anliegern?“, „Handymast weg“ oder einfach „Nein Nein“ und „Gilt der Mobilfunkpakt II in Garching nicht?“ versuchten die Betroffenen, ihrem Unmut Luft zu machen. Anlass war ein in der letzten Gemeinderatssitzung vereinbarter Gesprächstermin zwischen der Gemeinde Garching, Abgesandten der Netzbetreiber O2 und T-Mobile, sowie Vertretern der betroffenen Bürger.

An dem Gespräch nahmen Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner, Zweiter Bürgermeister Klaus Kamhuber, Thomas Lichtenberger, bei O2 zuständig für die Region Süd, Mario Jaritz für T-Mobile, sowie Thomas Maier und Christian Thalhammer für die betroffenen Bürger teil. Klaus Kamhuber sprach vor dem Treffen kurz mit den Demonstranten, die bereits um 15.30 Uhr vor dem Rathaus aufmarschiert waren. Er vertrat die Ansicht, dass die bereits in der Gemeinderatssitzung zur Sprache gekommene 30-Tagesfrist nach dem Mobilfunkpakt II, die Netzbetreiber einhalten müssen, bevor sie nach einer Ankündigung Sendeanlagen installieren, in Garching nicht eingehalten worden sei. Nach Ablauf dieser Frist habe die Gemeinde dann 60 Tage Zeit, um Alternativstandorte zu benennen.

Thomas Lichtenberger von O2 betonte vor dem Gespräch gegenüber Ihrer Lokalzeitung, der Standort auf dem ehemaligen Bogner-Gebäude sei für sein Unternehmen ideal, da er im Garchinger Alztal praktisch den gesamten Siedlungsraum zwischen Garching und Wald abdecke.

Die Ergebnisse des Gespräches mit den Netzbetreibern standen gestern bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Darüber berichten wir in unserer morgigen Ausgabe.
Artikel vom 04.11.09
Weiterempfehlen Drucken