Choreografien und Artistik

Trostberg (cl). In der Spitzenzeit bis zu 600 Personen haben am Samstagabend im Postsaal 18 verschiedene Showtänze der Tanzgruppen und Garden aus der Umgebung bewundert – allesamt auf hohem Niveau. Einen besonders heißen Showact bot die Männergarde „The Quickies“. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Runo Schmidhammer als „Die Gschpusi-Musi“.
Das Motto „Afrika“ hatten die Crazy Girls des TSV Taufkirchen für ihren Tanz ausgewählt. Fotos: cl
Bei der Tombola der Trostberger Elfer waren schon um 21 Uhr alle Preise vergeben. Das Eintrittslos mit der Nummer 28 brachte Alban Freutsmiedl aus Waldhausen als Hauptpreis eine Single-Hollywoodschaukel, die er vor Ort gleich testete. Brigitte Maier aus Engelsberg brauchte sich um den Sonntagskuchen keine Gedanken zu machen; denn ihr Los mit der Nummer 156 bescherte ihr eine Schwarzwälderkirschtorte. Glücksfeen waren Katharina Huber und Verena Zach, die auch durch den Abend führten.

Den Auftakt zum Showtanzabend machten die „Dancing Kids“ des TV Obing. Die kleinen Bienchen im zarten Alter von durchschnittlich fünf Jahren hatten seit September das „Fliegen“ geübt. Auch die „Pepper Steppers“ hatten buchstäblich Pfeffer in den Beinen. Die „Fire Steps“ des TSV Taufkirchen hatten sich das Thema Wasser und Wellen vorgenommen. „Dabei sein ist alles“, hatte sich wohl Tamara (acht Jahre) gedacht, denn sie bestand trotz Gipsarm auf ihren Einsatz. Sehr flott zeigten die „Crazy Girls“ des gleichen Vereins einen sehr ansprechenden Stammestanz unter der Aufsicht ihres Maskottchens „Winnie Puh“.

Hoheitlich ging es bei den „Veitsgroma“ zu. Sie warteten mit ihrem Prinzenpaar auf. Der Showteil der Jugendgruppe lehnte sich an das Cheerleading an. Die „Dancing Shoes“ begannen das Programm bei den Erwachsenen. Sie entführten die Zuschauer mit der „Motorbiene“ in die Swinging Sixties. Harald Guttenberger zeigte dabei eine gekonnte Stepeinlage. Bei den Heiligkreuzer Tanzmädels ging es „Höllisch heiß und himmlisch schön“ zu. Schnelle Musiktakte brachten nicht nur die Engelein in Wallung, sondern auch den „Münchner im Himmel“. Und wie von „So Halunke“ aus Waging zu erfahren war, ist im „Waginger See da Deife los“ – was sich in Kostüm und Darbietung wiederspiegelte.

Die Salzburger Faschingsfreunde packten musikalisch ganz in Westernmanier das „rote Pferd“ aus. Bei den „Dirty Fighters“ der Faschingsfreunde Chieming begab man sich auf die Spuren von Beethoven und Co. Auch der King of Pop, Falco und Queen durften in ihrer „Memories-Show“ nicht fehlen.

Männergarden sind nicht nur für die Frauen ein Hingucker. Auch so mancher der anwesenden Männer war wohl neidisch auf die ganz und gar nicht schüchternen „Quickies“ aus Wurmannsquick. Frenetischer Applaus begleitete die Jungs auf ihren „Baywatch“-Trip mit Michael Hasselhoff in einer nicht ganz jugendfreien Show. Doch hier wachten die kritischen Augen von Pamela Anderson. „Nackte Haut und heiße Höschen, die Chippendales wären neidisch auf den Auftritt“, so Verena Zach von den Elfern.

Doch auch die zweite Männergarde glänzte mit Haut pur. Die „Bavarian Dreamboys“ aus Wald/Alz entwickelten sich von Matrosen zu athletischen Hausmännern. Und viele Frauen würden ihre Ehemänner zu Hause auch gerne einmal so sehen: Erotik an der WischmopStange. Die Showtanzgruppe „Highlife“ aus Unterneukirchen bot die akrobatisch hochwertigste Einlage, die noch dazu hoch hinaus ging. Blau-Weiß Kammer stellte die Geschichte der Musketiere in Gelb und Orange im Schwarzlicht dar. Das Ziel der Faschingsgarde Grabenstätt war der „Circus Maximus“ Die „Oidnmarkter Bochratz'n“ eroberten mit schottischen Klängen die Bühne. Zum Ende des Abends zeigten die Elfer ihr Programm.
Artikel vom 30.01.12
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