„Chieming setzt Segel“ am See

Chieming (om). Veronika Beer aus der fünften Klasse der Volksschule Chieming hat sich in einem Referat mit dem Thema „Chieming setzt Segel“ auseinandergesetzt – dem Projekt zur Neugestaltung eines Begegnungsplatzes am Dampfersteg (wir berichteten). Sie hatte sich bestens vorbereitet und zur Präsentation auch Bürgermeister Benno Graf eingeladen.
Bürgermeister Benno Graf und Veronika Beer aus der fünften Klasse, die das Projekt „Chieming setzt Segel“ vorstellte. Foto: om
Beer präsentierte Bilder des gegenwärtigen Zustandes als reiner Parkplatz sowie eine Folie mit dem aktuellen Planungsstand: Der größere Teil soll weiter als Parkplatz inklusive Behindertenparkplätzen genutzt werden, etwa ein Drittel der Fläche Richtung Ufer ist vorgesehen als „Ort der Begegnung“ mit einem Pavillon, eventuell einem Segel und einer Skulptur als zentraler Punkt des Platzes.

Dazu sei zunächst ein Ideenwettbewerb für alle Bürger ausgeschrieben gewesen und unter anderem der Vorschlag unterbreitet worden, statt eines Pavillons ein großes Segels zu spannen, unter dem zum Beispiel eine Bühne für Veranstaltungen entstehen könnte. Graf berichtete, dass bezüglich einer Kunstfigur bereits Kontakte geknüpft und Vorschläge geprüft werden, im Moment aber noch offen sei wer letztlich den Zuschlag erhalte. Wie Ihre Lokalzeitung bereits berichtete, gab es inzwischen Gespräche mit dem Unterwössener Bildhauer Andreas Kuhnlein, der einen Vorschlag ausarbeiten wird.

Wie Veronika Beer weiter informierte, ist ein Obst- und Bienenlehrpfad geplant, der vom Begegnungsplatz aus um den „Alten Pfarrhof“ herum und auf der Wiese neben dem Spielplatz angelegt werde. Der Gartenbauverein übernehme die Pflanzung der Obstbäume, die Chieminger Schüler sollen dabei mithelfen. Um den Bienenlehrpfad wollen sich die Imker kümmern. Neben Insektenhotels sollen auch ein Bienenhaus und Schautafeln sowie ein kleines Sumpfbiotop entstehen.

Die Gesamtkosten werden mit rund 210 000 Euro veranschlagt. 90 000 Euro wären als Zuschuss aus dem „Leader Plus-Programm“ möglich. Voraussetzung ist, dass das „Modell Chieming setzt Segel“ naturbelassen ist. Graf erklärte, nachdem alle Punkte mit den zuständigen Behörden geklärt seien, könne der Bauantrag beim Landratsamt eingereicht werden. Erst wenn der genehmigte Plan vorliege, könnten die Fördergelder beantragt werden. „Wir brauchen einen Begegnungsplatz für Menschen, und dieser einmalige Platz hier ist zu schade, als dass nur Autos draufstehen!“, warb Graf für die Umgestaltung. Er möchte die Bürger weiter einbinden, um in der Gemeinschaft etwas zu schaffen, an dem jeder Freude habe.

Für ihr souverän vorgetragenes und gut recherchiertes Referat erhielt Veronika Beer viel Applaus und eine sehr gute Kritik ihren Mitschülern und Klassenleiter Roman Nadvornik.
Artikel vom 30.07.10
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