Bürgerfest als Fest der Vereine

Garching (wt). Die Zukunft des Garchinger Bürgerfestes, das im vergangenen Jahr wegen der schlechten Wetterprognosen abgesagt werden musste, wurde in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag diskutiert. Anlass waren die Berichte der Referenten im Gemeinderat. Tobias Zech, CSU-Fraktionsvorsitzender und Tourismus- und Stadtmarketing-Referent, ging dabei auch auf die Verluste aus den Bürgerfesten ein.
Mit gut gefüllten Bierbänken und strahlendem Sonnenschein, so wünschen sich die Organisatoren das Bürgerfest heuer. Im Gemeinderat gab es keinen Widerspruch gegen die Veranstaltung des „Festes für die Garchinger“. Foto: Zech
Zech beantwortete dabei auch eine Frage nach dem Defizit der ausgefallenen Veranstaltung im vergangenen Jahr, die Hans Zumüller (FoP Wald) vor einigen Monaten in einer Sitzung des Gemeinderates gestellt hatte. Zech bezifferte das Minus auf 3960 Euro. Im Jahr zuvor war nach vielen Jahren erstmals wieder ein Bürgerfest in Garching veranstaltet worden. Damals war ein Defizit in Höhe von 3300 Euro angefallen.

Für heuer, so Zech, sei grundsätzlich wieder ein Bürgerfest vorgesehen. Er wollte vom Gemeinderat die Zustimmung, dass darüber Einverständnis bestehe. Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner (Freie Wähler) betonte, das Geld sei bereits in den Haushaltsentwurf eingeplant worden.

Zech betonte, von der Planung her sei das Bürgerfest „ein Fest der Vereine“. Die Gemeinde wolle den Vereinen damit die Möglichkeit für einen kleinen Verdienst eröffnen. Außerdem sollten sich die Vereine darstellen können und es sollte ein schönes Fest für die Garchinger werden.nicht drei Tage vor dem Termin wegen der schlechten Wetterprognosen abgesagt worden, wären Kosten in Höhe von 8710 Euro entstanden, rechnete Zech vor. Er wolle weiterhin, dass das Bürgerfest unter freiem Himmel stattfinde. Darüber bestand insgesamt dann doch unausgesprochene Einigkeit.

„Als gute Unterstützung der Vereine“ sah auch Richard Koll (Freie Wähler) das Garchinger Bürgerfest. „Wenn’s dann noch ein schönes Festl ist, ist das Geld gut investiert.“ Zumüller meinte, man könnte schon vor dem Fest für das schlechte Wetter vorbauen. Aber er schränkte selbst ein: „Wenn es gut läuft, sind alle froh; wenn es schlecht läuft ist einer schuld.“

Einen Anlass zu einer kurzen Diskussion gab auch der eingesetzte Toilettenwagen, der vom Trachtenverein Burgkirchen ausgeliehen worden war. Anton Anwender (SPD) wollte wissen, warum man für das Garchinger Bürgerfest den Wagen aus Burgkirchen genommen habe, obwohl man „in den eigenen Reihen“, bei den Vereinen in Wald, einen eigenen Toilettenwagen besitze. Man hätte nur die Vereinsvorstände in Wald fragen müssen, unterstrich das Hans Thiele (FoP Wald).
Artikel vom 05.02.10
Weiterempfehlen Drucken