Während die Zahl der unter 18-Jährigen von 3020 auf 2940 zurückgehen soll, wird bei den Einwohnern, die 65 Jahre und älter sind, mit einer Zunahme von derzeit 4322 auf 5300 gerechnet – eine Steigerung von 22 Prozent. Die Zahl der Kinder unter drei Jahren soll langfristig stabil bei rund 490 bleiben. Auf diesem Niveau soll sich auch die Zahl der drei- bis sechsjährigen Kinder einpendeln, nach einem leichten Rückgang in den kommenden vier Jahren.
Ingrid Boedecker (SPD) sagte, man wolle eine „kinder- und familienfreundliche Kommune bleiben“. Für ältere Bürger und Menschen mit Behinderung mahnte sie Verbesserungen im Bereich der Barrierefreiheit an. Karl Schulz (CSU) sagte: „Traunstein ist eine stabile und hochattraktive Stadt.“ Entgegen des Bundestrends nehme die Bevölkerung Traunsteins leicht zu. „Vielleicht knacken wir die20 000“, meinte er salopp. Burgi Mörtl-Körner (Grüne) regte ein Einheimischengebiet an. Ernst Haider (UW) sagte, man habe es selbst in der Hand, den Problemen aktiv gegenzusteuern. Auch er plädierte für ein Einheimischen-Baugebiet.
Den Trend bestätigen die aktuellen Zahlen, die das Landratsamt Traunstein veröffentlicht hat (siehe Kasten links): Demnach legte die Stadt Traunstein binnen einen halben Jahres zwischen Ende Juni und Ende Dezember 2010 von 18 797 auf 18 845 zu und verzeichnete hinter Marquartstein (+ 57) den zahlenmäßig größten Zuwachs. Die übrigen Städte büßten dagegen mehr oder weniger leicht ein: Traunreut um 19 auf 20 658, Trostberg um 46 auf 11 488 und Tittmoning um 37 auf 6009. Die Grenzstadt läuft damit Gefahr, erstmals seit Ende 1999 wieder unter die 6000er-Marke zu rutschen. Hinter Marquartstein und Traunstein gab es in Altenmarkt (+ 19), Bergen (+ 22), Nußdorf (+ 18), Taching am See (+ 24) die größten Zuwächse. Am meisten verloren haben neben den Städten auch die Gemeinden Übersee (-32), Tacherting und Engelsberg (beide -21) sowie Grabenstätt (-16). In Summe wuchs der Landkreis um 14 Bürger auf 170 521.
In der Landratsamts-Statistik sind die Einwohnerzahlen bis zurück ins Jahr 1956 aufgelistet. Damals hatte der Landkreis gerade mal 116 564 Bewohner. Ein Vergleich der Gemeinden lohnt wegen der Gebietsreform aber erst mit Ende 1972, als beispielsweise Peterskirchen zu Tacherting oder Eiting und Maisenberg zu Engelsberg kamen (siehe Kasten links, rechte Spalte). 1972 hatte der Landkreis noch 138 391 Bewohner. Entsprechend dem Landkreis sind auch die meisten Gemeinden seither erheblich gewachsen, zum Großteil liegt der Zuwachs sogar im vierstelligen Bereich. Unangefochten an der Spitze liegt erwartungsgemäß Traunreut mit plus 3451 Bürgern. Deutlich im vierstelligen Bereich sind auch Bergen (+ 1840), Grabenstätt (+ 1457), Seeon-Seebruck (+ 1404), Siegsdorf (+ 1475), Trostberg (+ 1394) und Waging am See (+ 1778). Gegenüber dem Jahr 1972 an Einwohnern verloren haben nur Reit im Winkl (- 271) und Ruhpolding (- 123).
Um 192 auf 107 711 Einwohner geschrumpft ist von Juli bis Dezember 2010 der Landkreis Altötting. Die Zahlen für die Gemeinden in unserem Verbreitungsgebiet finden Sie im kleinen Kasten oben.
Die Einwohnerzahlen sind für die Gemeinden auch deshalb so wichtig, weil mit ihnen viele Zahlungen und Zuschüsse berechnet werden, etwa die Schlüsselzuweisungen oder Investitionspauschalen.
Bevölkerung wird immer älter
Von Robert Seifert und
Andreas Wittenzellner
Traunstein. Der Traunsteiner Stadtrat hat sich mit den Berechnungen zur demografischen Entwicklung bis 2029 beschäftigt, die das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung herausgegeben hat. Die wesentlichen Aussagen für die Stadt und den Landkreis Traunstein: Für den Landkreis wird eine stabile Bevölkerungsentwicklung mit einer Zunahme von bis zu 2,5 Prozent vorhergesagt. Die Einwohnerzahl für das Stadtgebiet Traunstein wird mit 19 530 angegeben, was einer Zunahme von drei Prozent entspricht.
Andreas Wittenzellner
Traunstein. Der Traunsteiner Stadtrat hat sich mit den Berechnungen zur demografischen Entwicklung bis 2029 beschäftigt, die das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung herausgegeben hat. Die wesentlichen Aussagen für die Stadt und den Landkreis Traunstein: Für den Landkreis wird eine stabile Bevölkerungsentwicklung mit einer Zunahme von bis zu 2,5 Prozent vorhergesagt. Die Einwohnerzahl für das Stadtgebiet Traunstein wird mit 19 530 angegeben, was einer Zunahme von drei Prozent entspricht.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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