Bauthemen dominieren

Obing (ig). Bauangelegenheiten bestimmten die Tagesordnung bei der jüngsten Obinger Gemeinderatssitzung. So ging es um den Ausbau der Zufahrtsstraßen nach Honau, den Anbau einer Fluchttreppe an das Behindertenwohnheim in Großornach und den Bau eines Austragshauses in Irlham. Über das Dauerthema Rathausneubau wurde im öffentlichen Teil der Sitzung nicht diskutiert.
Die Gemeinde Obing will im Rahmen der Bauarbeiten zur Kanalisation zwei Zufahrtsstraßen nach Honau ausbauen und asphaltieren. Nun legte der Gemeinderat die Grundzüge der Planung fest: Die westliche Zufahrt über die Kendlinger Straße soll auf eine Breite von 4,50 Metern ausgebaut werden, der östliche Lintnerweg bleibt mit 3,50 Metern so breit wie die bisherige Feldstraße. Die Gemeindeverwaltung hatte zwar Informationen, dass eine staatliche Förderung des Ausbaus der Kendlinger Straße möglich ist, dann müsste die Straße allerdings nach Regelmaßen breiter werden.

Dies erschien den Gemeinderatsmitgliedern als jedoch unsinnig, da diese Zufahrtsstraße dann sehr viel breiter würde als die innerörtlichen Straßen in Honau und auch breiter als die Straße von Stockham nach Frabertsham, von der die Zufahrten abzweigen. Dem Antrag von Josef Stettwieser auf Vorbescheid zur Errichtung eines Austragshauses an der Hofstelle Irlham 3 wurde zugestimmt. Es existiert zwar im Obergeschoss des Anwesens bereits eine Austragswohnung, die von der Mutter des Antragsstellers bewohnt wird – bei drei Generationen und sechs Kindern auf dem Hof sahen die Räte das Vorhaben Stettwiesers jedoch als sehr berechtigt an.

Ebenfalls genehmigt wurde der Bauantrag der Lebenshilfe Traunstein, die beim Behindertenwohnheim in Großornach an der Ostseite unterhalb des Balkons eine Fluchttreppe anbauen will. Zusammen mit anderen Umbaumaßnahmen soll das Heim damit auf den neuesten Stand in Sachen Brandschutz gebracht werden.

Nicht öffentlich beraten, aber doch gegenwärtig, war in der Sitzung das aktuelle Obinger Dauerthema Rathausneubau. Aus einem Geschäftsordnungsantrag von Fanny Mayer geht hervor, dass sich die Mitglieder des Gemeinderates nichtöffentlich mit etwaigen Einsparungsmöglichkeiten bei dem Bauprojekt beschäftigen wollen. FannyMayer will allerdings nur verhindern, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits feste Beschlüsse dazu gefasst werden. Ihr ist vor allem wichtig, dass vorher ein Gesamtkonzept für das ganze betroffene Areal und insbesondere für die zukünftige Nutzung des alten Rathauses vorliegt, und dass die Bürger bei den Überlegungen beteiligt werden.

Den Aspekt der Einbeziehung der Bürger griff Korbinian Stettwieser auf: „Dann ist es nur logisch, dass auch die Beratung darüber, ob Einschränkungen in der Bauausführung möglich sind, in Anwesenheit der Bürger stattfindet.“ Die Mehrheit im Gemeinderat wollte allerdings bei dieser Besprechung unter sich bleiben.
Artikel vom 27.01.12
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