„Bauernhof“ für die Senioren

Trostberg (fam). Ein wichtiger Schritt ist nun im Zuge der Sanierung und des Neubaus des Kreisalten- und Pflegeheims Trostberg-Schedling gelungen: Seit gestern ziehen die 68 Bewohner in den neu errichteten Gebäudeteil um. Landrat Hermann Steinmaßl hatte am 25. September 2008 den Grundstein für den Teilneubau gelegt. Einen Tag darauf trafen sich 25 Damen und Herren, um den Freundes- und Förderverein Kreisaltenheim Trostberg e. V. zu gründen. Inzwischen ist der Verein auf 56 Mitglieder angewachsen. Auch mit Blick auf den Teilneubau und die Sanierung sei der Förderverein wichtig, betonte damals Monika Samar, Geschäftsführerin der Kreisaltenheime Traunstein GmbH & Co. KG. Ein großes Projekt, das im Rahmen der Neugestaltung mit Hilfe des Vereins geplant ist, ist der Antonius-Garten, der wie ein Dorfplatz aussehen soll – inklusive „Bauernhof“ mit Tieren.
Mit diesem Flyer wirbt der Freundes- und Förderverein Kreisaltenheim Trostberg e. V. um weitere Mitglieder.
Bei einer Mitgliederversammlung des Vereins erinnerte Trostbergs Bürgermeister und 1. Vorsitzender Karl Schleid nochmals an die Ziele des Fördervereins: das Schaffen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zu unterstützen und zu erleichtern. Mit Hilfe des Vereins würden Veranstaltungen, Projekte und Anschaffungen finanziert, die ohne Förderung nicht so leicht realisierbar wären. Der Verein fördere Veranstaltungen für Senioren im Kreisalten- und Pflegeheim sowie Veranstaltungen für pflegende Angehörige oder Angehörige von Bewohnern des Heims.

Schleid nannte die größten Posten, die seit Vereinsgründung zu Buche geschlagen seien: Der Förderverein sei bei einem Singkreis der Musikschule Trostberg in die Bresche gesprungen, der monatlich das Heim besucht, um mit den Senioren zu singen. Zudem sei ein Hospizwagen im Wert von etwa 730 Euro angeschafft worden. Hilfreich sei der Verein auch bei Veranstaltungen, Ausflügen und Übungsgeräten für die körperliche Fitness der Heimbewohner gewesen. Mit etwa 2400 Euro habe der Förderverein die Aktivitäten im Heim unterstützt. „Man sieht, dass wir Geld zur Verfügung haben, um unsere Ziele zu verfolgen“, betonte Schleid zufrieden. „Die Wünsche, die geäußert wurden, waren Wünsche, die erfüllt werden konnten. Da war nichts Übertriebenes dabei. Genau so wollten wir es haben.“

Schleids Dank galt den Vereinsmitgliedern und Spendern, die den Förderverein und damit das Heim tatkräftig unterstützten. Anerkennende Worte fand er auch für die Kooperation mit dem Haus – besonders für Heimleiter und Vereinsbeisitzer Stefan Zollmann. „So wünscht man sich die Zusammenarbeit.“ Schleid hob die unbürokratische Kooperation hervor: Wünsche und Anregungen könnten ein-fach per E-Mail oder Anruf geäußert werden. Er hoffe, mit dieser unkomplizierten und schnellen Vorgehensweise noch viele Beiträge leisten zu können.

Erfreulich fiel auch der Kassenbericht von Brigitte Bartl für das erste komplette Vereinsjahr aus. In einer Vorstandschaftssitzung, die vor der Mitgliederversammlung stattgefunden hat, sei beschlossen worden, der Regionalwährung Chiemgauer beizutreten und den Förderverein in die Liste der Nutzervereine eintragen zu lassen. Keine Beanstandungen zum Kassenbericht fand Revisorin Gabi Griesbeck. Sie bescheinigte Bartl eine hervorragende Kassenführung. Griesbecks Antrag, die Vorstandschaft zu entlasten, traf auf einstimmige positive Resonanz.

In der nächsten Zeit soll einiges im Kreisalten- und Pflegeheim in Schedling geschehen. 3. Vereinsvorsitzende Monika Samar bot in der Mitgliederversammlung einen kleinen Ausblick, was geplant sei. Ein großes Projekt stehe mit der Realisierung des Antonius-Gartens auf dem Programm. Der Garten soll wie ein Dorfplatz aussehen – Maibaum, und Biergarten inbegriffen. Zudem sei ein „Bauernhof“ mit Tieren geplant. Dabei stellte sich Samar die Haltung von Zwergeseln oder Ziegen vor. Die Anschaffungskosten und den Unterhalt der Tiere könne das Heim aus seinem laufenden Etat bewältigen. Doch um die Pflege der Tiere zu gewährleisten, überlege man, Paten zu suchen. „Jede helfende Hand ist schön.“ Eine Idee war, eventuell Schulen oder Kindergärten als Paten zu gewinnen. Ein „Bauernhof“ mit Tieren sei eine weitere Attraktion für die Bewohner. Aber, so Samar: „Alleine können wir das nicht stemmen.“ Als weitere Idee, diesie einer Fachzeitschrift entnommen habe, nannte Samar den Kauf einer Spielekonsole. Mit dieser Konsole könnten die Heimbewohner über Beamer zum Beispiel virtuell kegeln.

Der Freundes- und Förderverein hat zwar bereits 56 Mitglieder. Dennoch ist er auf der Suche nach weiteren Engagierten. So hat der Verein unter anderem vor, Firmen in Trostberg als Mitglieder zu gewinnen. Firmen und Einzelpersonen, die dem Verein beitreten wollen, können sich unter Tel. 0 86 21/98 55-0 im Heim melden. Wer den Verein finanziell unterstützen möchte, kann dies über ein Spendenkonto bei der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg unter dem Stichwort „Freundes- und Förderverein KAH Trostberg e. V.“ tun. Die Bankleitzahl lautet 710 520 50, die Kontonummer 400 62 341.
Artikel vom 09.02.10
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