Ausbildungstag kam bestens an

Traunreut (mix). Es ist inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden, dass die Hauptschüler der achten Klassen in Traunreut einen Ausbildungstag in der Berufsschule der Jugendsiedlung absolvieren und dabei verschiedene Berufsfelder kennen lernen. Am Dienstag probierten rund 70 Schüler der Werner-von-SiemensHauptschule je drei Berufe aus.
Beim Ausbildungstag der Stadt Traunreut konnten die Schüler der achten Klassen an der Werner-von-Siemens-Hauptschule in verschiedene Berufe reinschnuppern, wie hier im Bereich Bau. Fotos: mix
Dieses Jahr kamen nur Schüler der Werner-von-SiemensHauptschule zum Ausbildungstag, da es an der Volksschule St. Georgen heuer keine achte Klasse gab. Die Buben und Mädchen sind derzeit in der Phase der Berufsfindung und haben im laufenden Schuljahr bereits zwei Betriebspraktika absolviert. Auch die Schüler des M-Zuges, die noch zwei Schuljahre vor sich haben, nahmen am Ausbildungstag teil, um sich frühzeitig zu informieren.

Für viele Jugendliche bildet der Ausbildungstag, der immer kurz vor Ende des Schuljahres durchgeführt wird, eine Möglichkeit, zu sehen was man in einem bestimmten Beruf zu tun hat. Oft gehen sie aber auch im Ausschlussprinzip vor und stellen bei dieser Gelegenheit fest, was sie ganz sicher nicht werden wollen.

Holger Dudla, Klassleiter der 8a, zeigte sich ganz begeistert von den Möglichkeiten, die den Schülern in der Berufsschule der Jugendsiedlung geboten werden. In den einzelnen Berufsbereichen stehen voll ausgestattete Werkstätten und Arbeitsbereiche zur Verfügung, in denen die Jugendlichen ganz praktisch und realistisch Tätigkeiten der jeweiligen Berufsfelder kennenlernen können. So stellten die Schüler im Bereich Holzverarbeitung kleine Holzkästchen zum Aufbewahren von Schmuck oder ähnlichem her, die sie mit nach Hause nehmen konnten. In der Metzgereiabteilung machten sie den Leberkäse für die Brotzeit selber, in der Backstube fertigten sie die frischen Brezen dazu.

Zwar nicht an Personen dafür aber an verschiedensten Modellköpfen konnten alle, die sich für den Friseurberuf interessieren, Haare wickeln üben. Im Gastronomiebereich wurde den Schülern nicht nur gezeigt, wie einfestlicher Tisch perfekt eingedeckt wird, sie erhielten gleichzeitig einen kleinen Benimmkurs und lernten, Servietten zu falten. Die Möglichkeiten beim Ausbildungstag sind vielfältig und umfassend und die Schüler konnten jeweils drei Berufsfelder auswählen, die sie näher kennenlernten. Anna Müller will zwar eigentlich Kinderpflegerin werden, schaute sich beim Ausbildungstag aber einmal an, was man in der Gastronomie so macht oder welche Arbeiten in einer Bäckerei anfallen. Sie fand die Angebote sehr interessant und abwechslungsreich. Christian Gramsamer fühlte sich im Bereich Bau sehr wohl und zeigte beim Einschlagen verschieden großer Nägel sein handwerkliches Geschick. Er möchte Zimmerer werden und war voll Eifer bei der Sache.

Der Ausbildungstag wird einmal im Jahr von der Stadt und dem Verein „Licht für Kinder“ in Zusammenarbeit mit der Jugendsiedlung durchgeführt. Auch die Agentur für Arbeit ist eingebunden und bietet unmittelbar Berufsberatung oder nennt mögliche Lehrstellen.
Artikel vom 29.07.10
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