Die Fußgängerzone in Salzburg verdient in vielen Bereichen ihren Namen nicht: außer in der Getreidegasse fahren auch außerhalb der erlaubten Ladezeiten immer wieder Taxis, Lieferanten oder Hotelgäste ein, zum Beispiel auf den Mozart- oder Residenzplatz.
Auch konzertierte Polizeiaktionen und hohe Geldstrafen von bis zu 360 Euro haben daran nichts geändert. „So viele Strafzettel haben Sie gar nicht dabei wie ich Hunderter dabei hab“, soll zum Beispiel ein Autofahrer zu einem Polizisten gesagt haben.
Ab 21. Juni werden nun die versenkbaren Poller die zahlreichen Einfahrten in das Weltkulturerbe „Altstadt Salzburg“ ab 11 Uhr verhindern. Allerdings gibt es bereits jetzt über 2500 Ausnahmebewilligungen – für Bewohner, Taxis, Lieferanten sowie Landesbedienstete. Alle werden spezielle Fernbedienungen erhalten, mit deren Hilfe sie auch tagsüber die Poller versenken können. Hotelgäste bekommen vor ihrer Zufahrt einen Code, den sie am Rande des Pollers eintippen.
Ab Juni: Poller sperren Autos aus
Salzburg (hud). 36 versenkbare Poller werden ab Mitte Juni die Fußgängerzone in Salzburg vor der illegalen Autoflut schützen. Über 600 000 Euro kosten diese. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit in der Stadtpolitik. Erst nachdem eine geplante Videoüberwachung am Widerstand der Datenschützer gescheitert war, einigten sich Politiker und Wirtschaftstreibende auf versenkbare Poller, wie sie in anderen Städten längst zum Stadtbild gehören.
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