90-Jähriger fast erfroren

Burghausen (rp). Wegen eines bei der Kälte geborstenen Wasserrohrs hat sich am Samstag in Burghausen ein 90-Jähriger lebensgefährliche Erfrierungen zugezogen. Als der Mann vom Rettungsdienst in das Krankenhaus gebracht wurde, hatte er angeblich eine Körpertemperatur von deutlich unter 30 Grad.
Das Wasser vom Rohrbruch gefror sofort. Der 90-Jährige wollte den Schaden eindämmen und brach zusammen. Foto: rp
In dem Altbau hatte in einem WC die Wasserspülung schon seit Freitag nicht mehr funktioniert. Am Samstag war dann die vermutlich schon am Vortag eingefrorene Wasserleitung endgültig geplatzt. Als das Wasser in die Wohnung des kranken 90-Jährigen und seiner Frau eindrang, machte sich der eigentlich bettlägerige Senior auf in den Keller, um den Haupthahn abzudrehen und so den Wassereinbruch in seiner Wohnung zu stoppen.

Dabei dürfte sich der Ingenieur, der schon längere Zeit kaum noch laufen konnte, übernommen haben. Im Keller brach er zusammen. Dort wurde er am Samstagnachmittag von Familienangehörigen entdeckt. Ein Notarzt brachte den Mann in lebensbedrohlichem Zustand insBurghauser Krankenhaus. Die Körpertemperatur des 90-Jährigen soll nur noch 27 Grad betragen haben. Gestern hieß es, der Mann sei auf dem Weg der Besserung.

Die Feuerwehr Burghausen pumpte das im Haus ausgelaufene Wasser ab, soweit es nicht gefroren war. Ein Installateurbetrieb übernahm die Reparatur der geborstenen Leitung. Die Höhe des bei dem Rohrbruch entstanden Sachschadens steht noch nicht fest, er dürfte jedoch beträchtlich sein.
Artikel vom 06.02.12
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