24 Jahre Trostberger Fenster

Trostberg. Seit nunmehr fast 24 Jahren schon gehört das „Trostberger Fenster“ am Marienplatz wie die Kirche zum Stadtbild. In monatlichen Abständen bietet sich Künstlern und Kunsthandwerkern, aber auch Hobbybastlern, Schülern, Vereinen und anderen Einrichtungen die Gelegenheit, ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen. Ob Bilder, Skulpturen oder Schreinerarbeiten: Das „Trostberger Fenster“ ist ein ständig wechselndes Kunstkammerl, das nicht nur die Trostberger, sondern auch Interessierte aus der näheren Umgebung kostenlos nutzen können.
Zwischen Muscheln, Steinen und den beeindruckenden Naturfotografien von Martin und Ulrike Sinzinger kann der Betrachter des „Trostberger Fensters“ am Marienplatz derzeit seine Fantasie auf Wanderschaft schicken. Foto: luh
Die Idee für das „Trostberger Fenster“ stammt vom damaligen Kulturreferenten und jetzigen Stadtheimatpfleger Dr. Rainer Lihotzky. Der Stadtrat hatte sich überlegt, welcher Nutzung man die Räumlichkeiten des ehemaligen Blumengeschäfts Felsner unterhalb der Mariensäule zuführen könnte. Aus Kostengründen wurde der Vorschlag, eine öffentliche WC-Anlage einzubauen, verworfen – zugunsten der kleinen Galerie. Im Juli 1988 konnte dann das „Trostberger Fenster“ feierlich eingeweiht werden, mit einer Ausstellung des Trostberger Bildhauers und Steinmetzmeisters Dieter Schmidt.

Schnell hatte sich diese Art der Ausstellungsmöglichkeit herumgesprochen und bis heute noch zeigt die Vielzahl der künstlerisch und handwerklich kreativen Mitbürger, dass diese Einrichtung sehr gut angenommen wird. In den 24 Jahren wurden schon allerlei Ausstellungsstücke präsentiert: Die Palette reicht von handgemachten Teddybären und wertvollen Puppen, kunstvoll gestalteten Grabsteinen, Wachsmodellen, Schmiedearbeiten, über Kunst- und kunstgewerbliche Gegenständen aus verschiedenen Materialien wie Holz, Marmor, Porzellan und Keramik bis hin zu Fotografien und Adventsgestecken. Im „Trostberger Fenster“ können die heimischen Kunst- und Gewerbeschaffenden, Hobbybastler und jeder andere Kreative, der etwas zum Herzeigen hat, ihre Arbeiten einem breiten Publikum zugänglich machen.

Das Schöne daran: Die Nutzung des „Trostberger Fensters“ für eine Ausstellung ist gebührenfrei. „Lediglich die Zeit zum Dekorieren und bei besonders wertvollen Stücken vielleicht auch eine Versicherung sind aufzubringen“, betont Monika Wiedl vom Kulturamt der Stadt. Doch dafür schmücken die Exponate für vier Wochen das Schaufenster am Marienplatz.

Derzeit haben Martin und Ulrike Sinzinger das Fenster mit ihren farbenfrohen Naturfotos dekoriert. Bilder von Wasserfällen, bunten Vögeln und Landschaften weisen auf Kurse zur Naturfotografie und Wanderreisen hin.

Die organisatorische Abwicklung liegt in festen Händen des Kulturamtes im Rathaus. Dort werden die Anmeldungen entgegengenommen und die Formalitäten mit den Ausstellern geregelt.

Bis Ende März dieses Jahres beziehungsweise für einige Termine im Jubiläumsjahr 2013 ist das „Trostberger Fenster“ bereits gebucht, ab April 2012 stehen jedoch noch einige Termine offen. Interessenten, die gerne sich und ihr Hand- oder Kunstwerk vorstellen möchten, können sich an Monika Wiedl vom Kulturamt der Stadt wenden unter Tel. 0 86 21/8 01-39 oder per E-Mail an kultur@trostberg.de.
Artikel vom 08.02.12
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