Andreas Bratzdrum hatte zuvor vorgeschlagen, die Stadt sollte die Möglichkeit nutzen, ihre Ideen und Vorstellungen zu diesem Masterplan einzureichen. Bis Ende März sei dazu offiziell noch Gelegenheit. Da diese Frist sehr knapp sei, müsse man eine Verlängerung beantragen. Bratzdrum schlug vor, dass sich der Ausschuss für Stadt- und Dorfentwicklung in seiner bereits angesetzten Sitzung am Montag, 29. März, mit dem Thema beschäftigt. Schupfner meinte dazu, man könne das dort besprechen, große Aussichten, dass man etwas erreichen werde, mit eventuellen Einwänden oder Vorschlägen, habe er nicht. Der Plan sei auf alle Fälle sehr einseitig auf Salzburg ausgerichtet, das sei klar.
Ersatzpflanzung
für die Platane
Den Wirtschaftsbericht über die städtischen Waldflächen lieferte der zuständige Referent Martin Gramsamer. Demnach habe man auf der Fläche von 66 Hektar einen Überschuss von 8.244 Euro erwirtschaftet. Dabei kam er auf die Platane zu sprechen, deren Fällung im vergangenen Jahr für Wirbel gesorgt hatte. Sie habe bei der Wertholzsubmission einen Ertrag von nur 500 Euro gebracht, weil der Baum bereits geschädigt war. Beim Thema Platane hakte Robert Lex ein und wollte wissen, wie es mit einem Ersatz aussehe. Zum einen, so Schupfner, sei die Ersatzpflanzung von Platanen am Sportplatzgelände geplant. Außerdem habe er mit dem zuständigen Förster auch schon über den Baum gesprochen, der am alten Platanenstandort gepflanzt werden könne. Man habe sich erstmal auf einen Hochstammobstbaum geeinigt, möglicherweise ein Birnbaum. Was genau dort hinkommt, werde aber noch mit den Anliegern abgesprochen.
Ohne große Diskussionen verabschiedete der Stadtrat einige, zum Teil eher formale Beschlüsse. Beim Abwasserwerk stand eine Änderung der Betriebssatzung im Bezug auf die Erstellung der Bescheide für die Nutzer an. Einen Zuschuss gab es für Marco Lenz. Er saniert zur Zeit das ehemalige Brauhaus an der Lutzengasse.
Die Stadt übernimmt zehn Prozent des Mehraufwands, den Lenz hat, weil er das Haus nach denkmalpflegerischen Maßstäben herrichten lässt. Der Anteil der Stadt dürfte sich auf rund 33.000 Euro belaufen. Der Zuschuss wird nur gewährt, wenn der Landkreis Traunstein die Baumaßnahme in gleicher Höhe fördert.
Geändert wird der Bebauungsplan "Asten-Nord" auf Wunsch eines Bauwerbers. Dies, hatte Schupfner erklärt, sei ein diesem Fall die geschicktere Lösung, verglichen mit einer Befreiung. Die Kosten für die Änderung des Bebauungsplanes trage der Bauwerber. Den Bebauungsplan "Törring-Süd" hob der Stadtrat auf. Der 1974 erstellte Plan, hatte die Verwaltung argumentiert, habe seine Leitaufgabe erfüllt. Durch die Aufhebung sollen bauliche Veränderungen erleichtert werden. Das Korsett, dem sich der Bauwerber anpassen muss, wird weiter gefasst. Er muss sich nur an der umgebenden Bebauung orientieren und nicht an allen Festlegungen eines vor 35 Jahren verabschiedeten Bebauungsplanes, so Schupfner, die teilweise vom Ist-Zustand längst überholt seien. Auch für die Verwaltung würde sich einiges vereinfachen. Bisher muss bei jedem Antragssteller für eine eigentlich problemlose Abweichung vom ursprünglichen Bebauungsplan extra eine Befreiung von den Festsetzungen ausgesprochen werden. Dieser Akt könne dann entfallen.
"Nur wenig Hoffnung"
Tittmoning. (luc) Der Masterplan für die Euregio Salzburg-BGL-Traunstein, der vor kurzem in Teisendorf vorgestellt wurde, war jetzt auch Thema im Tittmoninger Stadtrat. Bürgermeister Konrad Schupfner reagierte dabei zurückhaltend auf eine Anregung von Andreas Bratzdrum. Er habe nur wenig Hoffnung, dass die Belange Tittmonings in dem Masterplan berücksichtigt werden, selbst direkt an Salzburg angrenzende Gemeinden seien darin kaum eingebunden.
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