Auch Imkerei im Nebenerwerb sei laut Gesetzeskommentar landwirtschaftlich privilegiert, erklärte Sachbearbeiter Werner Mitteregger erneut, allerdings rechtfertige das kein Wohngebäude. Wie mehrfach berichtet, möchte Markus Müller das alte "Hasenhaus" wieder aufstellen, das Erdgeschoss als Verkaufsraum, Büro, Lager und Hygieneraum nutzen, im Obergeschoss eine Wohnung einrichten. Aus seinen derzeit zwölf Bienenvölkern sollen einmal 50 oder mehr werden.
Unklare Sachlage
"Wenn die Privilegierung nicht hundertprozentig geklärt ist, hat das hier nichts verloren", so die Meinung von Dr. Matthias Leistner, "wenn es aber so ist, müssen wir eh zustimmen." Um das zu klären, hätte ein Anruf im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten genügt, belehrte Georg Linner, man müsse die Imkerei schon langfristig vorweisen. Auch Agnes Thanbichler zeigte sich verwundert, dass dies "so leicht wäre mit der Privilegierung".
"Aus so manchen Bienenhaus ist später ein Wochenendhaus geworden", weiß Linner. "Stimmen wir halt der Imkerei zu ohne einer Wohnung", schlug Hans Surrer vor. Streng in ihrem Urteil war Gerti Spitzauer: "Ich weiß nicht, warum wir hier so rumeiern. Sachverhalt und eine positive Stellungnahme passen nicht zusammen – basta!" Milder dagegen Lutz Feiler: "Wenn er eine Imkerei betreiben möchte, sollten wir ihm keine Steine unter die Füße werfen".
Franz Eder brachte einen weiteren Aspekt in die Diskussion: "Im Mai 2011 hat man uns gesagt, das liegt im Überschwemmungsgebiet. Lässt sich das nicht genau feststellen?" Von Seiten der Verwaltung hatte es bisher geheißen, das müsse genau vermessen und durch das Wasserwirtschaftsamt bestätigt werden. Auch dies war ein Ablehnungsgrund bei Müllers ersten Bauanträgen. Tatsächlich hatte ein Abteilungsleiter des Wasserwirtschaftsamtes der Stadt Laufen mit Schreiben vom 13. Dezember 2010 mitgeteilt, dass die geplante Bodenplatte 52 Zentimeter höher als die festgesetzte Überschwemmungsgrenze der Salzach liegen würde. Für Markus Müller ist daher völlig unverständlich, warum dieser Punkt immer wieder als ungeklärt im Raum steht. Bürgermeister Hans Feil plädierte für eine Zustimmung, müssten doch Landratsamt und Fachbehörden im Verfahren ohnehin all die offenen Fragen klären. Die Mehrheit wollte ihm nicht folgen; mit elf zu acht Stimmen lehnte der Stadtrat den Antrag ab.
"Niedrigste Abfallgebühren
der ganzen Region"
Die Müllverbrennungsanlage in Burgkirchen ist abgeschrieben, die Müllentsorgung wird billiger. Die "Überdeckung" aus dem Berechnungszeitraum 2008 bis 2011 wird nun den Zahlern zurückerstattet, so dass sich für die Jahre 2012 bis 2015 die Gebühren um rund 48 Prozent verringern. "Wir haben dann die niedrigsten Abfallgebühren der ganzen Region", freute sich Hans Feil. Anders als bei der Diskussion über die massive Erhöhung der Wasser und Abwassergebühren stimmten die Räte diesmal gerne zu.
15.000 Euro möchte der SV Laufen von der Stadt für eine überdachte Tribüne, die insgesamt 70.000 Euro kosten wird und auf Seite der Hangleite erbaut werden soll. "Das dient ja auch dem Schulsport und anderen Vereinen; und natürlich auch den Zuschauern", warb Bürgermeister Feil um Zustimmung. Hier wollte sich keiner verweigern. Auch nicht dem Wunsch des SV Leobendorf, der am alten Sportplatz eine Flutlichtanlage installieren will. Die Stadt wird dem Verein einen Zuschuss in Höhe von 16.500 Euro für die Sanierung des Sportplatzes gewähren, wird die Flutlichtanlage mit 15.000 Euro mitfinanzieren und darüber hinaus eine Zwischenfinanzierung von 10.000 Euro übernehmen. "So erfreulich die Zusammenarbeit von SV Laufen und SV Leobendorf ist", meinte Feil, "aber es bedeutete halt auch, dass mehr Mannschaften Platz zum Trainieren brauchen".
Die Gefahr ist gering, wenn aber das Sommerkonzert der Musikfreunde ein finanzieller Reinfall würde, wird die Stadt eine Ausfallgarantie von 1.000 Euro abgeben. Bei einem vergleichbaren früheren Antrag musste die Garantie nicht in Anspruch genommen werden.
Zu guter Letzt fragte auch der MSC Laufen um Unterstützung nach. Die Motorsportler wollen zwei Jugendkarts anschaffen, da die alten nicht mehr den geänderten Regularien entsprechen. Maximal 2.500 Euro ist die Stadt und die Stadträte bereit beizusteuern. Die ÖDP-Vertreter Agnes Thanbichler und Wilhelm Winkler lehnten den Antrag ab.
"Hasenhaus" wird zur unendlichen Geschichte
Laufen (höf). Vier zu vier war die Abstimmung im Bau- und Umweltausschuss ausgegangen. Nur deshalb landete der Bauantrag von Markus Müller nun im Stadtrat. Dieser lehnte am Dienstagabend die "Errichtung eines Imkereigebäudes mit Betriebsleiterwohnung" in Mayerhofen ab. Freuen dürfen sich Laufens Bürger: anders als bei Wasser und Abwasser, zahlen sie künftig fast 50 Prozent weniger für ihren Müll. Insgesamt vier Zuschussanträge heimischer Vereine beschied der Stadtrat fast einstimmig positiv.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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