Ein Urgestein verlässt die Rupertusschule

Piding (nh). "Es fällt mir heute nicht leicht, unseren Kollegen Karlheinz Hagen zu verabschieden, weil ich weiß, dass er uns in Zukunft sehr fehlen wird." Gerhard Spannring, Leiter der Rupertusschule Piding, blickte in seiner Laudatio auf das mehr als 30-jährige Wirken des scheidenden Lehrers zurück. Im Rahmen einer stimmungsvollen Feier, gestaltet von Schülern und Kollegium, wurde der verdiente Lehrer in den Ruhestand verabschiedet.
"Hello Goodbye", mit dem bekannten Beatles-Song, am Flügel vorgetragen von Schulleiter Gerhard Spannring persönlich, begann vor zahlreichen Gästen die Verabschiedungsfeier in der Aula des Heilpädagogischen Zentrums Piding. Ganz selbstverständlich hatte Karlheinz Hagen auch "seine Schüler", darunter auch viele Ehemalige, zum Fest eingeladen. Sie bedankten sich mit einem flotten Figurentanz bei ihrem Lehrer. Wie sehr sich der geborene Franke über seine eigentliche Arbeit hinaus für die Schüler und Schulleben eingesetzt hat, war aus dem Gedicht eines Kollegen und langjährigen Weggefährten herauszuhören. So hatte sich Karlheinz Hagen schon frühzeitig mit dem Integrations-Gedanken auseinandergesetzt und die Kooperation mit Klassen der Regelschulen organisiert. Ob Adventsmärkte oder die Teilnahme an der Reichenhaller Stallweihnacht, ob das Organisieren von Faschings-Discos oder Schullandheim-Fahrten: Sein Einsatz für die behinderten Kinder und Jugendlichen war vorbildlich.

"Er ist in seinem

Beruf aufgegangen"

Darauf wies auch Gerhard Spannring in seiner Rede hin: "Karlheinz Hagen gehört zu den wenigen Menschen, die in ihrem Beruf aufgegangen sind." Dem Engagement und dem schier unerschöpflichen Ideenreichtum des scheidenden Kollegen sei es mit zu verdanken, dass insbesondere die Berufsschulstufe der Rupertusschule heute so gut dastehe. Anerkennend erwähnte der Schulleiter auch die jahrelange Mitarbeit am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München, wo Karlheinz Hagen im Arbeitskreis "Integration durch Kooperation" einer der Wegbereiter für den heutigen Lehrplan der Berufsschule mit Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung" war.

"Viele traurige Kollegen"

Die Besucher erlebten noch viele musikalische, kabarettistische und tänzerische Einlagen, ehe mit einem abschließenden "Hello Goodbye" die Feier zu Ende ging. Und im "Zeugnis", das Karlheinz Hagen von Konrektorin Lilli Hollweck überreicht bekommen hatte, hieß es "Er wird in den Ruhestand entlassen und hinterlässt viele traurige Kollegen. Sein Erscheinen bei Festen und Feiern an der Schule wird zukünftig von ihm erwartet." So wird dem Ruheständler nichts anderes übrig bleiben, als hin und wieder von seinem Wohnort in Laufen eine "nostalgische Reise" nach Piding anzutreten.
Artikel vom 03.02.12
Weiterempfehlen Drucken