Rektor Manfred Mundel, der das "White Board" in Waging eingeführt hat und die Anlage gerne vorführt, hat dem Leiter des Brückner-Kindergartens, Wolfgang Betz, und der Erzieherin Claudia Rigo das Prinzip dieser "digitalen Tafel" erläutert. Denn das "White Board" sieht tatsächlich wie eine "weiße Tafel" aus, wie der englische Name das ausdrückt. Oben ist ein Beamer installiert, und über einen angeschlossenen Laptop läuft das Programm.
Anders als bei "normalen" Computerarbeiten in der Klasse arbeiten die Kinder nicht jedes für sich am Rechner, sondern über einen speziellen Stift direkt an der "Tafel". Zum einen hat das White-Board-Programm eine eigene Software quasi als Tafelersatz mit vielen Möglichkeiten und einer umfangreichen Ressourcen-Bibliothek. Zum anderen kann darüber natürlich auch jede beliebige Lernsoftware laufen.
Zeichnen, speichern, spielen
Rektor Mundel führte vor, wie man den Hintergrund der Tafel in jede beliebige Farbe verändern kann, ebenso die Schrift. Ein spezielles Programm vermag sogar schwungvolle Handschrift zu erkennen und in gut lesbare Druckschrift zu verwandeln. Verschiedene Farben, Marker, geometrische Figuren und zahlreiche Gags: Auf dieser Tafel lässt sich vieles machen, wunderbar zeichnen, einfach spielen. Und man kann die jeweils geschaffenen Seiten natürlich abspeichern und später beliebig wieder aufrufen.
Darin sieht Mundel einen großen Vorteil für die Lehrer: Sie können zu Hause ganz in Ruhe ihre Blätter vorbereiten und mit ihnen in der Schule arbeiten. Abgesehen davon, dass die neue Tafel für die Schüler interessanter sei und sie sich die Inhalte leichter merken könnten, lasse sich dadurch – das betont Mundel ausdrücklich – enorm viel an Papier- und Kopierkosten einsparen. Das frühere "Zusammenschnipseln" von Arbeitsblättern oder Plakaten entfalle vollständig.
Die Ressourcen-Bibliothek enthält eine Fülle an Infos, Bildern und Grafiken zu allen Lernstoffen, jederzeit beschrift- und veränderbar, und kann mit eigenen Bildern und Texten problemlos erweitert werden. Neben visuellen Angeboten gibt es natürlich auch Ton: Musik, Tierstimmen und viele andere Geräusche mehr. Und das Programm kann durch die immer umfangreicher und vollständiger werdende Lernsoftware ergänzt werden. Und nicht zuletzt ist über das White Board beziehungsweise den angeschlossenen Laptop auch das Internet problemlos mit einzubauen.
Fehler schnell auszumerzen
Gerade in der Lernsoftware mit ihren vielen Möglichkeiten, der Wirkung von Farben und Motiven, sieht Mundel einen positiven Lerneffekt für die Kinder. Insgesamt stellt Mundel, der das White Board auch an seiner früheren Schule in Tegernsee bereits eingeführt hatte, fest, dass die Kinder an dieser Tafel viel weniger Hemmungen beim Schreiben haben, "weil nichts passieren kann", weil Fehler schnell auszubessern sind, weil Ungenauigkeiten etwa beim Ausmalen sofort wieder rückgängig gemacht werden können. Und gerade im Kindergarten, so weiß Mundel, probieren die Kinder gerne einfach alles aus, und die Erfahrung zeige auch: "Jeder will an solch einer Tafel arbeiten."
Mundel sieht, wie er abschließend seinen interessierten Besuchern erläuterte, im White Board das Medium der Zukunft, das in der Anschaffung sicherlich noch günstiger werde, je mehr Schulen sich – etwa auch durch gemeinsamen Einkauf – zusammentun. Der Waginger "White-Board-Missionar" sieht darin die Möglichkeit zu interessantem, abwechslungsreichem Lernen: "In spätestens zehn Jahren wird es überall das White Board geben", ist er sich sicher. Bei alledem, so Mundel abschließend, "ein ganz wichtiger Knopf ist der Ausschaltknopf". Denn der Umgang mit dem White Board sei nur ein Zusatz zu der ganz normalen Unterrichtsarbeit.
Begeisterung auch
im Kindergarten
Ganz und gar überzeugt von dem neuen White Board ist auch Lisa Promper, die Leiterin des katholischen Kindergartens Waging. Als sie und ihre Kolleginnen dieses technische Wunderwerk bei einem Elternabend für die künftigen Erstklässler in der Grundschule kennengelernt hatten, "waren wir alle begeistert", sagt Lisa Promper. "Das wäre toll auch für uns und eine bessere Wissenvermittlung als über die Tafel", war der gemeinschaftliche Eindruck. Als dann von der Firma ein günstiges Angebot für ein Vorführgerät kam, stellte Promper einen Antrag an Kirchenverwaltung als Träger des Kindergartens, an den Elternbeirat und die Gemeinde. Und siehe da: Das Geld war rasch beisammen.
Inzwischen sind die Damen des Kindergartens gut in die neue Technik eingearbeitet, Rektor Mundel hat da tüchtig mitgeholfen. In den letzten Monaten des Kindergartenjahres durfte dann jede Gruppe einmal die Woche eine halbe Stunde dieses White Board nutzen – zu Zahlenübungen, zu Vorstellungen von Tieren, zu Fotovorführungen, auch zu Präsentationen und Fortbildungen. Promper betont, dass ihr dabei durchaus ein gesundes Mittelmaß wichtig ist: das White Board einerseits, aber die wöchentlichen Waldspaziergänge andererseits. Jedenfalls sieht sie im White Board eine elegante Alternative zu den Vorschulblättern, wie es sie seit über zwei Jahrzehnten gab und gibt. "Letztlich machen die Kinder das Gleiche wie bisher, aber sie tun es mit dem White Board viel lieber."
Die wunderbareVermehrung der "White Boards"
Waging am See (he). Seit Beginn des letzten Schuljahres gibt es an der Grundschule Waging ein sogenanntes "White Board", im Frühjahr wurde ein zweites angeschafft. Im Zusammenhang damit hat auch der Katholische Kindergarten in Waging eines bekommen. Und jetzt, Mitte September, bekommt auch der Betriebskindergarten der Firma Brückner in Siegsdorf ein "White Board" – angeregt von der Grundschule Waging und dessen Rektor Manfred Mundel, der dieser technischen Neuerung völlig überzeugt ist. Vertreter des Brücknerschen Betriebskindergartens aus Siegsdorf waren eigens nach Waging gekommen, um sich die digitale Tafel anzuschauen.
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Coco als Orakel
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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