Erste Station der Reise war Zermatt, von wo aus die Gruppe zur 2.607 Meter hohen Fluealp aufstieg. Tourenziele am nächsten Tag waren für einige das 3.988 Meter hohe Adlerhorn und anschließend für alle Teilnehmer das 4.190 Meter hohe Strahlhorn. Abgestiegen wurde über den Adlerpass und den sehr spaltenreichen Adlergletscher. Dabei fielen zwei Mitglieder der Sektion in nicht erkennbare Spalten. Mit gemeinsamer Hilfe der restlichen Teilnehmer wurden sie herausgezogen.
Der dritte Tourentag begann um fünf Uhr. Über Geröll, Gletscher und Steilaufschwünge mit Kletterpassagen erreichte die Gruppe die 4.009 Meter hohe Westschulter des Rimpfischhorns. Sechs Teilnehmer stiegen über steile Eispassagen und Klettergelände auf das 4.198 Meter hohe Rimpfischhorn. Abgeseilt, abgeklettert und abgestiegen wurde auf dem Anstiegsweg.
Im zweiten Tourenabschnitt war der Mont Blanc das Ziel. Dazu fuhr die Gruppe über den Großen St. Bernhard nach Italien zu einem Campingplatz nahe Courmayeur. Zwölf Teilnehmer stiegen über den aperen und schuttbedeckten Miage-Gletscher und steileres versichertes Felsgelände zum Rifugio Gonella auf. Bereits um ein Uhr nachts begann von dort bei Vollmond der anspruchsvolle südseitige Aufstieg zum Gipfel. Zuerst musste eine kurze Felspassage überwunden werden, dann ging es steil aufwärts. Immer wieder galt es, einen Durchstieg durch den zerklüfteten Dome-Gletscher zu finden. Schließlich kam die Gruppe über einen Felsgrat zu einem ein Firngrat und gelangte auf diesem Weg zur Vallot-Biwakhütte. Bei besten Wetter-, Schnee- und Eisverhältnissen stiegen die Teilnehmer über den Bossesgrat auf und erreichten nach zehn Stunden den 4.810 Meter hohen Gipfel des Mont Blanc, den höchsten Punkt der Alpen. Die Belohnung für die Mühe war großartig: Ein herrlicher Rundblick zu vielen Gipfeln und hinunter in die Ortschaften.
Nach einer kurzen Rast begann der Abstieg. Dabei wurde eine Teilnehmerin auf 4.450 Metern Höhe höhenkrank, so dass die Bergrettung alarmiert werden musste. Mit einem Hubschrauber wurde die Frau in ein Krankenhaus geflogen. Die anderen Sektionsmitglieder erreichten am frühen Abend die 3.613 Meter hoch gelegene Cosmiques-Hütte, wo sie übernachteten.
Der letzte Tourentag begann mit einem Abstieg und dem Aufstieg zur Seilbahnstation der Aiguille du Midi, von wo aus es mit der Gondel hinunter nach Chamonix ging. Dort wurde die erkrankte Teilnehmerin aus dem Krankenhaus abgeholt, ehe die Gruppe am späten Nachmittag die Heimreise antrat.
Bergsteiger retten Kameraden aus Gletscherspalte
Freilassing. Die Alpenvereinssektion Freilassing hat im Bereich von Wallis und Mont Blanc eine nicht ganz ungefährliche Tourenwoche verbracht: Zwei Bergsteiger stürzten in eine Gletscherspalte, eine Teilnehmerin musste wegen Höhenkrankheit mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen werden. Am Ende kamen alle 14 Teilnehmer wohlbehalten wieder in der Heimat an. Höhepunkt war die Besteigung des 4.810 Meter hohen Mont Blanc.
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