Eine Restaurierung des Storches hätte seinen Bestand langfristig nicht gesichert, zu diesem Ergebnis war Diplomrestaurator Markus Küffner aus Burghausen gekommen. Es musste eine andere Lösung gefunden werden. "Also kamen wir auf die Idee, einen wetterfesten Storch auf dem Stadtplatz zu installieren und den alten an einen geschützten Ort zu bringen", sagte Schupfner.
Da der Storchenbrunnen im Oktober 2010 für die Denkmalliste nachgereicht worden war, konnte das Vorhaben nur in enger Zusammenarbeit mit Kreisbaumeisterin Mechtild Herrmann und dem bayerischen Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt werden. Unter der Bedingung, dass der neue Storch eine möglichst originalgetreue Nachbildung ist und der alte Storch in der Nähe bleibt, waren die zuständigen Stellen einverstanden mit dem Tausch.
Konservator Paul Huber vom Amt für Denkmalpflege wies darauf hin, dass die Entscheidung für den Storchentausch gemeinsam und im Einklang getroffen worden sei. Um wertvolle Stücke zu erhalten, müsse das Original manchmal durch eine Kopie ersetzt werden, sagte Huber. "Der Storch ist für mich ein Sinnbild dafür, dass sich die Stadt Tittmoning und ihre Bürger für den Erhalt ihrer Denkmäler einsetzen."
Im Innenhof des Rathauses hat der Storch "rein klimatisch die Chance auf durchgängig artgerechte Haltung bei angemessenen Rahmenbedingungen", sagte Schupfner. Die rostanfällige Eisenplastik ist hier vor Wind und Wetter geschützt und hat dennoch einen würdigen Platz.
Restaurator Küffner hat vorsichtig den Rost entfernt und die Farbe erneuert, Steinmetz Stefan Kellendorfer hat die Stele gefertigt, auf der der Storch sitzt. Zur Umrahmung des "zweiten Storchenfestes", wie es Schupfner nannte, spielten Corinna Plank, Andrea Schmidhammer und Julia Koller auf ihren Querflöten. Die Gattin des Bürgermeisters hatte zur Feier des Tages Käsegebäck in Storchenform mitgebracht.
"Artgerechte Haltung" für den Tittmoninger Storch
Tittmoning (hs). Der alte Storch ist wieder da. Mitten im Winter ist das Tittmoninger Wahrzeichen eingeflogen und hat seinen neuen Platz im Innenhof des Rathauses eingenommen. Bürgermeister Konrad Schupfner lud am Dienstag zu einer kleinen Einweihungsfeier, bei der der restaurierte Storch enthüllt wurde. Am ehemaligen Standort auf dem Storchenbrunnen ist seit September eine wetterfeste Kopie des Originals beheimatet.
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Coco als Orakel
Beagle "Coco", das Fußball-Orakel Ihrer Lokalzeitung
Der Redaktions-Beagle hat vor dem DFB-Pokalfinale das falsche, vor dem Champions-League-Endspiel das richtige Leckerli angesteuert.
Zwei Endspiele des FC Bayern und die Europameisterschaft: In solchen Fußball-Großkampftagen hat auch Ihre Lokalzeitung ein tierisches Orakel an den Start gebracht. Redaktionshund „Coco“. Der Beagle unserer Lokalredakteurin Lucia Hargaßer hat den Ausgang des DFB-Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund vorhergesagt, oder besser gesagt vorhergefressen. Das Ganze übrigens hochoffiziell unter Aufsicht des Trostberger Notars Georg Mehler und moderiert von Sportredakteur und Franz-Beckenbauer-Imitator Christian Settele. Dabei lag er daneben, denn er steuerte den FC-Bayern-Napf an, und Schweinsteiger & Co. haben ja bekanntlich gegen Dortmund 2:5 verloren.
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Richtig lag das "Cocorakel" dafür im Champions-League-Finale - natürlich sehr zum Leidwesen der Bayern-Fans. "Coco" entschied sich für den Knochen in der blauen Chelsea-Schuhschachtel. Damit hat er sich als Wahrsager für die Europameisterschaft empfohlen. Gut möglich also, dass seine hellseherischen Fähigkeiten wieder gefragt sind im Juni.
Hier geht's zu den im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger erschienenen Berichten über die beiden "Cocorakel-Befragungen: Dortmund - Bayern, Bayern - Chelsea.
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