In der Kirche hielten 1. Bürgermeisterin Ursula Haas, der Schützenmeister der SG Seerose, Stefan Kraller, der 1. Vorstand des Verkehrsvereins, Heinrich Riesemann, und der 1. Vorstand der Krieger- und Soldatenkameradschaft Taching am See, Hubert Krautenbacher bewegende Reden.
1. Bürgermeisterin Ursula Haas würdigte dabei die großen Verdienste des "Hansen Sepp", die er sich in seiner Tätigkeit als Gemeinderat (1956-1972) und dann in den 18 Jahren als 1. Bürgermeister für die Gemeinde Taching a. See, erworben hat. Viele Projekte wurden auf den Weg gebracht und vollendet. Eine große Herausforderung war die Gebietsreform im Jahre 1978 mit der Zusammenlegung der früher selbständigen Gemeinden Taching am See und Tengling zur Gemeinde Taching am See mit Eingliederung in die Verwaltungsgemeinschaft Waging a. See.
Schützenmeister Kraller dankte dem Gründungs- und Ehrenmitglied für alles, was er für den Verein getan hat und auch Heinrich Riesemann fand die rechten Worte um die großen Verdienste von Joseph Mayer um den Fremdenverkehr ins rechte Licht zu rücken. Der Verstorbene war von 1974 bis 1991 1. Vorstand des Verkehrsvereins, zunächst von Taching und ab 1978, nach der Zusammenlegung der beiden Vereine, dann von Taching am See-Tengling. Alle Redner betonten, auch welche Freude Joseph Mayer, am Leben hatte.
Der Altbürgermeister wurde am 1. Dezember 1926 in Limberg geboren. Bereits mit 17 Jahren musste er in den Krieg ziehen. Er kämpfte in der Normandie und nahm am Kampf um die schlesische Hauptstadt Breslau teil, dort wurde er auch schwer verwundet. Für ihn begann mit dem 8. Mai 1945 das Martyrium der russischen Kriegsgefangenschaft, aus der er erst im Januar 1950 heimkehrte.
Nach dem glücklichen Ende seiner Gefangenschaft gab der "Hansen Sepp" dem Erhalt des Friedens und der Freiheit oberste Priorität. "Nie wieder Krieg" war ein Satz, den man oft von ihm gehört hat. Es war für ihn eine Selbstverständlichkeit, bei der Wiedergründung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Taching am See im Jahre 1951 Mitglied zu werden. Den Posten des zweiten Vorstands hatte er von 1957 bis zu seinem Tod inne.
"Die Verdienste von Altbürgermeister Joseph Mayer um die Krieger- und Soldatenkameradschaft Taching am See sind mit Worten schwer zu beschreiben. Das goldene Mitgliederabzeichen mit Eichenlaub, das Große goldene Ehrenzeichen, die Ernennung zum Ehrenmitglied und die Auszeichnung mit einer Ehrenurkunde als Dank für über 50 Jahre als 2. Vorstand und die Gauehrennadel können nur ein kleines Dankeschön sein", betonte KSK-Vorsitzender Hubert Krautenbacher.
Am 14. Juli 1954 heiratete Joseph Mayer seine Marianne, geb. Streitwieser, von Weitgassing. Aus der christlich geführten Ehe gingen vier Kinder hervor und viel Freude bereiteten dem "Hansen-Opa" seine Enkelkinder.
Nach dem Trauergottesdienst formierte sich, angeführt von der Musikkapelle Tengling und den Fahnenabordnungen, ein langer Trauerzug, um den "Hansen-Sepp" auf seinem letzten Erdenweg zu begleiten. Pfarrer Laakmann nahm die Aussegnung vor. Anschließend wurde der Sarg des Versorbenen – wie es sein letzter Wunsch war – von sechs "Oberholzer"-Feuerwehrkameraden zum Hansengrab getragen.
Dort legten 1. Bürgermeisterin Ursula Haas, Schützenvorstand Stefan Kraller, der 1. Vorstand der FFW Taching am See, Konrad Wimmer und "Veteranen-Vorstand Hubert Krautenbacher Kränze nieder. In einem kurzen Nachruf dankte Wimmer dem "Hansen Sepp" für seinen Einsatz als Zugführer des Löschzuges Oberholz (1950-1962), als 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Taching am See (1964-1972) und dann noch in seiner Bürgermeistertätigkeit zum Wohle der Feuerwehren von Taching und ab 1978 auch von der Tenglinger Wehr.
Während des Liedes "Ich hatt einen Kameraden", gespielt von der Musikkapelle Tengling, senkten sich die Fahnen folgender Vereine über das Grab: Feuerwehr Taching am See, Arbeiter- und Burschenverein Taching am See, Krieger- und Soldaten-kameradschaft Taching am See, Schützengesellschaft SG Seerose Taching am See, Feuerwehr Tengling, Krieger- und Soldatenkameradschaft Tengling, Krieger- und Soldatenkameradschaft Waging am See, Männerverein Waging und Umgebung und DJK Otting.
Zum Abschied des Weltkriegsteilnehmers ertönten noch drei Saltutschüsse als Ehrerbietung. Auch die Heimatzeitung schließt sich der Trauer um einen engagierten und beliebten Mitbürger an.







